Spitzhaus-Wirt sauer: Erneuter Einbruch in seine Gastronomie

Radebeul - Die Idylle hoch oben auf dem Radebeuler Weinhang mit Mega-Aussicht trügt. Unwillkommene "Gäste" machen "Spitzhaus"-Wirt Marco Stelter (42) zu schaffen. Nach bereits zwei Einbrüchen in diesem Jahr ist der Gastronom stinksauer.

Wirt Marco Stelter (42) ist verärgert. Auch dieser Vorratsbehälter wurde aufgebrochen - die Reparatur kostet den Wirt mehr als der geklaute Inhalt.
Wirt Marco Stelter (42) ist verärgert. Auch dieser Vorratsbehälter wurde aufgebrochen - die Reparatur kostet den Wirt mehr als der geklaute Inhalt.  © Steffen Füssel

Erst Ende März wurde in Lagerräume und Schuppen des beliebten Ausflugslokals eingebrochen. Auch das Schloss des Dinner-Wohnwagens, der am Restaurant parkt, wurde geknackt.

Zwei Wochen später haben Unbekannte jetzt erneut zugeschlagen. "Am Montag haben wir festgestellt, dass in unsere Außengastronomie eingebrochen wurde", sagt Stelter. Den Schaden beziffert er auf rund 1500 Euro.

"Die Diebe ließen nichts Besonderes mitgehen, doch Schlösser und Schiebefenster müssen repariert werden. Es ist für uns unbegreiflich, dass Menschen in einer schon so schweren Zeit anderen Leuten noch zusätzlich Schaden zufügen müssen", schüttelt Stelter fassungslos den Kopf.

Im Lockdown betreibt Marco Stelter einen originellen To-Go-Service, bietet auch donnerstags Klassiker aus DDR-Kantinen an - von "Tote Oma" über Bohneneintopf bis Jägerschnitzel, diesen Donnerstag gibt's Flecke.

Im schicken Dinner-Wohnmobil können sich Gäste eines Haushalts ein Menü servieren lassen. Gerade weil er so einfallsreich agiert, den Kopf in der Pandemie nicht in den Sand steckt, ärgert ihn die Einbruchserie besonders.

Beliebt und geschätzt: das "Spitzhaus" oberhalb der Radebeuler Weinhänge.
Beliebt und geschätzt: das "Spitzhaus" oberhalb der Radebeuler Weinhänge.  © Steffen Füssel

"Ich suche jetzt das Gespräch mit der Stadt. Denn die Spitzhausstraße muss nachts besser beleuchtet werden. Und ich werde in eine Alarmanlage investieren. Das sollte Einbrecher abschrecken."

Titelfoto: Steffen Füssel

Mehr zum Thema Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0