Hamburg - Die Gewinnerin der von Star-Köchin Cornelias Poletto (54) unterstützten Aktion "Lokalhelden gesucht" steht fest: Das Frühstückscafé "kropkå" in Hamburg darf sich über 20.000 Euro Preisgeld freuen. In einem vorangegangenen Online-Voting hatten die Gastronomin Katrin Koch und ihr Team die meisten Stimmen erhalten.
Zuvor hatte eine Jury rund um Cornelia Poletto aus Hunderten Bewerbern aus ganz Deutschland die Top fünf ausgewählt: "Diese Entscheidung ist uns alles andere als leichtgefallen", so die TV-Köchin ("Die Küchenschlacht").
"Was mich an vielen Bewerbungen berührt hat, sind die Geschichten hinter den Betrieben, die weit mehr als reine Gastronomie sind. Da wird Nachbarschaft gelebt – als Treffpunkt, als Stück Zuhause, als Platz, an dem Generationen zusammenkommen."
Das "kropkå" stehe genau "für diesen unternehmerischen Mut": "Mit viel Herzblut und Gastgeberhandwerk schafft Katrin Koch eine Atmosphäre, die Menschen zusammenbringt", betont die 54-Jährige.
Poletto kann aus eigener Erfahrung bestätigen, wie herausfordernd die Bedingungen aktuell für die Gastronomiebranche sind. Die vergangenen Jahre seien "verdammt hart" gewesen, verriet sie im Gespräch mit TAG24. Gerade kleinere Betriebe würden besonders unter den aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen leiden.
Um dem entgegenzusteuern, hat das Online-Druckunternehmen "VistaPrint" gemeinsam mit der Spitzenköchin Anfang 2025 erstmals die Initiative "Lokalhelden gesucht" ins Leben gerufen, um gastronomischen Betrieben mehr Sichtbarkeit und Unterstützung zu bieten. In diesem Jahr fand bereits die zweite Runde des Wettbewerbs statt.
Gewinnerin Katrin Koch: "Mein Lädchen ist auch mein Zuhause!"
Gewinnerin Katrin Koch betreibt seit 2017 im Hamburger Stadtteil Eppendorf das "kropkå" – ein kleines Café, das unter dem Claim "Kaffee, Brot und Liebe" Kaffee, Frühstück und Mittagstisch anbietet.
"Die Auszeichnung zur Lokalheldin 2026 macht mich unfassbar stolz. Sie zeigt, dass man kein riesiger Laden und keine große Kette sein muss, um etwas zu bewegen. 50 Quadratmeter, ein großartiges Team und ganz viel Herzblut reichen aus", so Koch.
"Ich bin Gastronomin aus Überzeugung, weil ich mir ehrlich gesagt gar nichts anderes vorstellen kann. Dieses Lädchen, das Team, die Stammgäste – das ist nicht nur mein Job, das ist auch mein Zuhause."
Für das Preisgeld hat Koch bereits konkrete Pläne: "Als Erstes gibt es ein längst überfälliges Teambuilding-Event für mein Team, das diesen Laden jeden Tag trägt." Danach sollen neue Außenmöbel für die Terrasse folgen.
"Und der Rest geht in die Rücklage. Denn in der Gastronomie weiß man: Irgendwann gibt die Spülmaschine den Geist auf. Und dann ist es gut, wenn einem dabei nicht auch noch das Herz stehen bleibt."