Schneechaos im Norden: Kommen 20 Zentimeter Neuschnee? Anwohner in der Pflicht

Hamburg - Der Wintereinbruch sorgt für Chaos in Hamburg und dem Umland! Schnee und Glätte haben zahlreiche Unfälle und Straßensperrungen verursacht.

Die Züge des Metronom konnten am Wochenende aufgrund von eingefrorenen Weichen nicht mehr fahren.
Die Züge des Metronom konnten am Wochenende aufgrund von eingefrorenen Weichen nicht mehr fahren.  © metronom Eisenbahngesellschaft mbH | © Florian Danker

Wer zu Hause bleiben kann, der sollte das auch machen. Denn nicht nur zahlreiche Autofahrer geraten bei den Witterungsverhältnissen ins Schlingern.

Auch der öffentliche Personennahverkehr geht in die Knie.

TAG24 berichtet im Liveticker über die Lage.

Update 6. Januar, 17.02 Uhr: Behörden erinnern an Räumpflicht der Anlieger

Der Winterdienst der Stadtreinigung Hamburg (SRH) ist laut eigenen Angaben aktuell weiterhin mit 728 Einsatzkräften und 360 Fahrzeugen im Einsatz, um Straßen und zentrale Radwege zu sichern.

Die Umweltbehörde und die Bezirksämter weisen in diesem Zuge allerdings nochmals auf die gesetzliche Räumpflicht der Anlieger auf den Gehwegen hin.

Die Anlieger sind verantwortlich für:

  • Gehwege vor dem eigenen Grundstück: Diese müssen in einer Breite von mindestens 1 Meter geräumt und gestreut werden.
  • Eckbereiche & Zugänge: Bei Eckgrundstücken muss bis zur Bordsteinkante der einmündenden Straße geräumt werden. Auch Zugänge zu Ampeln oder Fußgängerüberwegen müssen bis zum Fahrbahnrand frei sein.
  • Treppen: Diese sind in voller Breite zu räumen und zu streuen.
  • Verkehrsberuhigte Bereiche: Hier muss auf jeder Seite des Weges ein Streifen für Fußgänger gesichert werden (außerhalb von Parkflächen).
  • Gullys und Straßenrinnen: Diese müssen von Schnee und Eis befreit sein, damit das Schmelzwasser im Falle des Tauens sauber abfließen kann.

Gehwege müssen demnach werktags bis 8.30 Uhr, an Sonn- und Feiertagen bis 9.30 Uhr von Schnee und Eis befreit sein. Versäumnisse können als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld oder einer kostenpflichtigen Räumung geahndet werden. Weitere Informationen gibt es unter: Winterdienst in Hamburg.

Aufgrund der anhaltenden Schneefälle in Hamburg erinnerten die Behörden am Dienstag an die gesetzliche Räumpflicht der Anlieger auf den Gehwegen. (Symbolfoto)
Aufgrund der anhaltenden Schneefälle in Hamburg erinnerten die Behörden am Dienstag an die gesetzliche Räumpflicht der Anlieger auf den Gehwegen. (Symbolfoto)  © Roberto Pfeil/dpa

Update 6. Januar, 16.33 Uhr: Immer noch Störungen im S-Bahnverkehr auf den Linien S3 und S5

Auch am Dienstagnachmittag hat das Winterwetter den Hamburger S-Bahnverkehr weiter im Griff.

Noch bis 19.30 Uhr sollen die S3 und die S5 wegen witterungsbedingten Störungen abweichend vom Fahrplan unterwegs sein. Aktuell fährt die S5 zwischen Elbgaustraße und Stade nur alle 20 Minuten. Die S3 fährt wieder beidseitig über Jungfernstieg und Landungsbrücken.

So fährt die S5 aktuell:

  • Elbgaustraße - Neugraben
    geplante Abfahrtszeiten: auf Minute 03, 23, und 43 ab Elbgaustraße

  • Neugraben - Elbgaustraße
    geplante Abfahrtszeiten: auf Minute 12, 32, 52 ab Neugraben

  • Neugraben - Stade
    geplante Abfahrtszeiten: auf Minute 12, 32, 52 ab Neugraben

  • Stade - Neugraben
    geplante Abfahrtszeiten: auf Minute 16, 36, 56 ab Stade

Fahrgästen wird empfohlen, auf die Ansagen und Anzeigen am Bahnsteig zu achten.

Wegen des Winterwetters gibt es auch am Dienstagnachmittag noch Störungen im S-Bahnverkehr. (Symbolbild)
Wegen des Winterwetters gibt es auch am Dienstagnachmittag noch Störungen im S-Bahnverkehr. (Symbolbild)  © Daniel Bockwoldt/dpa

Update 6. Januar, 16.00 Uhr: Weniger Busse in Bergedorf unterwegs

In Hamburg Bergedorf fahren die Busse zurzeit stark unregelmäßig, teilte der Hamburger Verkehrsverbund (hvv) mit.

Grund dafür seien zahlreiche Fahrzeugschäden, die durch die Witterungsbedingungen der letzten Tage entstanden sein. Bis voraussichtlich 19 Uhr sollen die Busse in diesem Bereich noch unregelmäßig fahren.

Reisende werden gebeten vor Fahrtantritt in der hvv-App oder auf Anzeigetafeln zu schauen, ob der entsprechende Bus fahre oder nicht.

Update 6. Januar, 15.14 Uhr: Polizei warnt vor Betreten der Eisflächen

In Mecklenburg-Vorpommern sorgen die Temperaturen seit einigen Tagen verstärkt zu Eisbildung auf den Gewässern. Laut Wasserschutzpolizei sind einige Binnenseen, das Kleine Haff sowie vereinzelt regionale Küstenabschnitte der Ostsee von einer leichten Eisschicht bedeckt.

Die Beamten erinnert in diesem Zuge daran, dass das Eis nicht tragfähig ist: "Strömungen, Sonneneinstrahlung und unterschiedliche Gewässertiefen sorgen für ungleichmäßige Eisstärken. Auch eine vermeintlich stabile Eisfläche kann jederzeit brechen und zu lebensgefährlichen Situationen führen", heißt es.

Erziehungsberechtigte sollten Kinder über diese Gefahr aufklären und entsprechend beaufsichtigen. Hundehalter werden gebeten, die Tiere anzuleinen und vom Gewässer fernzuhalten.

Die Wasserschutzpolizei Mecklenburg-Vorpommern warnt davor, Eisflächen zu betreten. Diese sind in der Regel nicht tragfähig.
Die Wasserschutzpolizei Mecklenburg-Vorpommern warnt davor, Eisflächen zu betreten. Diese sind in der Regel nicht tragfähig.  © Landeswasserschutzpolizeiamt Mecklenburg-Vorpommern

Update 6. Januar, 14.14 Uhr: Wegen Schneemassen: Planten un Blomen geschlossen

Achtung gefährlich! Aufgrund des anhaltenden Winterwetters herrscht nun auch im Planten un Blumen Schneebruchgefahr.

Seit Dienstag bleibt der Park Planten un Blomen für Besucher geschlossen, teilte das Bezirksamt Hamburg-Mitte mit. Ein Spaziergang durch den Park wäre für Besucher zu gefährlich.

Wegen der erhöhten Schneelast auf den Bäumen steige das Risiko, dass Äste abbrechen und herabfallen. Dadurch könnten Menschen verletzt werden.

Wann der Park wieder geöffnet werden kann, würde regelmäßig überprüft werden. Die Eisbahn sei von der Schließung nicht betroffen.

Die Schneeschicht auf den Ästen ist zu hoch, dadurch drohen die Äste der Bäume abzubrechen. (Symbolbild)
Die Schneeschicht auf den Ästen ist zu hoch, dadurch drohen die Äste der Bäume abzubrechen. (Symbolbild)  © Marcus Brandt/dpa

Update 6. Januar, 12.56 Uhr: Deutscher Wetterdienst warnt vor 15 bis 20 Zentimeter Neuschnee

Im Norden wird es am Freitag stürmisch und es gibt reichlich Neuschnee, so der Deutsche Wetterdienst (DWD).

Von der Elbe her soll ein Tiefdruckgebiet weiteren Schneefall bringen.

Nach aktueller Einschätzung vom DWD könnte es sich dabei um kräftigen Schneefall handeln: 15 bis 20 Zentimeter Neuschnee. Lokal könne auch mehr Schnee fallen.

Gerade in Ostseenähe müsse mit Schneeverwehungen gerechnet werden. Da auch Sturm von Osten aus erwartet werde.

Am Samstag soll sich das Wetter beruhigen und die Niederschläge nachlassen.

Sonntagnacht können jedoch neue Niederschläge erwartet werden, die in Niedersachsen und Hamburg vorübergehend in Regen übergehen könnten.

Laut dem DWD soll am Freitag der nächste Neuschnee im Anmarsch sein. (Symbolbild)
Laut dem DWD soll am Freitag der nächste Neuschnee im Anmarsch sein. (Symbolbild)  © Christian Charisius/dpa

Update 6. Januar, 12.25 Uhr: Achtung Eisbildung an der Ostseeküste!

In geschützten Bereichen der Ostsee bildet sich wegen der frostigen Temperaturen Neueis, warnt das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt.

Entlang der deutschen Ostseeküste sollen sich Seefahrer auf Eisbildung einstellen. Gerade im Bereich von Flensburg bis zur deutsch-polnischen Grenze müsse auf geschütztem Gewässer mit Eis gerechnet werden.

Aber auch auf anderen Gewässern ist Vorsicht geboten. Denn durch den anhaltenden Frost bleibe das Eis bestehen und es bilde sich weiteres.

"Die Schifffahrt wird hiermit aufgefordert, die vereisten Gewässer nur mit Fahrzeugen zu befahren, die hierfür geeignet sind“, so das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ostsee.

Geschützte Bereiche seien etwa Bodengewässer, Hafenbecken oder andere Küstengewässer, die zum Teil vom Meer abgegrenzt werden oder windgeschützt und flacher seien.

Bis Ende April gelte die Warnung. Zudem sollten Schiffsverkehr-Teilnehmer vorsichtig navigieren, da Tonnen vertrieben oder gekentert sein könnten.

Neueis gebe es aktuell in geschützten Gewässern in Flensburg, in der Schlei, im Rostocker Stadthafen, bei Barth, in Greifswald-Wiek und im Peenestrom, so laut aktuellem Eisbericht für die Ostsee des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH).

Im fast leeren Hafen auf der Ostseeinsel Poel hat sich eine dünne Eisschicht gebildet.
Im fast leeren Hafen auf der Ostseeinsel Poel hat sich eine dünne Eisschicht gebildet.  © Jens Büttner/dpa

Update 6. Januar, 10.55 Uhr: Schneemassen drohen von Strafjustizgebäude zu stürzen

Gegen 10 Uhr wurde die Feuerwehr zum Strafjustizgebäude am Sievekingplatz gerufen, da sich große Schneemengen auf dem Vorbau des Gebäudes angesammelt hatten und drohten abzustürzen

Um die Sicherheit der Passanten zu gewährleisten, sperrte die Polizei den Eingangsbereich des Gebäudes für kurze Zeit weiträumig ab. Mit Unterstützung einer Drehleiter gelang es den Einsatzkräften der Feuerwehr, die Schneemengen kontrolliert zu entfernen.

Darüber hinaus wurde die angrenzende Parkanlage "Planten un Blomen" aufgrund der extremen Witterungsbedingungen vollständig gesperrt, um auch hier das Risiko von Unfällen zu minimieren.

Die Feuerwehr rückte aus, um die Schneemassen vom Vordach des Gerichtsgebäudes zu entfernen.
Die Feuerwehr rückte aus, um die Schneemassen vom Vordach des Gerichtsgebäudes zu entfernen.  © NEWS5 / Fabian Höfig

6. Januar, 10.25 Uhr: Ausfälle und Verspätungen im Regionalverkehr

Wegen des Winterwetters komme es voraussichtlich bis zum 9. Januar zu Verspätungen und (Teil-)Ausfällen, teilte die Deutsche Bahn auf ihrer Website mit.

In Schleswig-Holstein und Hamburg würde die Deutsche Bahn zudem mit eingeschränkten Kapazitäten fahren, da viele Züge vereist seien.

Aktuell betroffene Linien im Regionalverkehr sind:

  • RE 6 (Westerland (Sylt) – Hamburg-Altona): Hier kommt es zu Verspätungen und Zugausfällen. Außerdem fahren weniger Züge auf dieser Strecke.

  • RE 7/RE 70 (Flensburg/Kiel Hbf – Hamburg Hbf): Auf dieser Strecke kommt es zu Verspätungen und Zugausfällen.

Bahnreisende werden gebeten, sich vor Reiseantritt auf der Website der DB, über die App oder telefonisch über ihre Zugverbindung zu informieren.

6. Januar, 7.06 Uhr: Erhebliche Störung im S-Bahnverkehr auf der Linie S5

Auch am Dienstag macht das Hamburger Winterwetter vor dem S-Bahnverkehr keinen Halt. Noch bis circa 9 Uhr fährt die S5 aktuell wegen einer witterungsbedingten Störung zwischen Elbgaustraße und Stade nur alle 20 Minuten.

Wegen eines Schadzuges kommt es zudem zu weiteren Verzögerungen zwischen Neugraben und Stade. Fahrgästen wird empfohlen, auf die Ansagen und Anzeigen am Bahnsteig zu achten.

Titelfoto: Roberto Pfeil/dpa

Mehr zum Thema Hamburg Lokal: