Schneechaos im Norden: Kommen 20 Zentimeter Neuschnee? Anwohner in der Pflicht
Hamburg - Der Wintereinbruch sorgt für Chaos in Hamburg und dem Umland! Schnee und Glätte haben zahlreiche Unfälle und Straßensperrungen verursacht.
Wer zu Hause bleiben kann, der sollte das auch machen. Denn nicht nur zahlreiche Autofahrer geraten bei den Witterungsverhältnissen ins Schlingern.
Auch der öffentliche Personennahverkehr geht in die Knie.
TAG24 berichtet im Liveticker über die Lage.
Update 6. Januar, 17.02 Uhr: Behörden erinnern an Räumpflicht der Anlieger
Der Winterdienst der Stadtreinigung Hamburg (SRH) ist laut eigenen Angaben aktuell weiterhin mit 728 Einsatzkräften und 360 Fahrzeugen im Einsatz, um Straßen und zentrale Radwege zu sichern.
Die Umweltbehörde und die Bezirksämter weisen in diesem Zuge allerdings nochmals auf die gesetzliche Räumpflicht der Anlieger auf den Gehwegen hin.
Die Anlieger sind verantwortlich für:
- Gehwege vor dem eigenen Grundstück: Diese müssen in einer Breite von mindestens 1 Meter geräumt und gestreut werden.
- Eckbereiche & Zugänge: Bei Eckgrundstücken muss bis zur Bordsteinkante der einmündenden Straße geräumt werden. Auch Zugänge zu Ampeln oder Fußgängerüberwegen müssen bis zum Fahrbahnrand frei sein.
- Treppen: Diese sind in voller Breite zu räumen und zu streuen.
- Verkehrsberuhigte Bereiche: Hier muss auf jeder Seite des Weges ein Streifen für Fußgänger gesichert werden (außerhalb von Parkflächen).
- Gullys und Straßenrinnen: Diese müssen von Schnee und Eis befreit sein, damit das Schmelzwasser im Falle des Tauens sauber abfließen kann.
Gehwege müssen demnach werktags bis 8.30 Uhr, an Sonn- und Feiertagen bis 9.30 Uhr von Schnee und Eis befreit sein. Versäumnisse können als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld oder einer kostenpflichtigen Räumung geahndet werden. Weitere Informationen gibt es unter: Winterdienst in Hamburg.
Update 6. Januar, 16.33 Uhr: Immer noch Störungen im S-Bahnverkehr auf den Linien S3 und S5
Auch am Dienstagnachmittag hat das Winterwetter den Hamburger S-Bahnverkehr weiter im Griff.
Noch bis 19.30 Uhr sollen die S3 und die S5 wegen witterungsbedingten Störungen abweichend vom Fahrplan unterwegs sein. Aktuell fährt die S5 zwischen Elbgaustraße und Stade nur alle 20 Minuten. Die S3 fährt wieder beidseitig über Jungfernstieg und Landungsbrücken.
So fährt die S5 aktuell:
- Elbgaustraße - Neugraben
geplante Abfahrtszeiten: auf Minute 03, 23, und 43 ab Elbgaustraße - Neugraben - Elbgaustraße
geplante Abfahrtszeiten: auf Minute 12, 32, 52 ab Neugraben - Neugraben - Stade
geplante Abfahrtszeiten: auf Minute 12, 32, 52 ab Neugraben - Stade - Neugraben
geplante Abfahrtszeiten: auf Minute 16, 36, 56 ab Stade
Fahrgästen wird empfohlen, auf die Ansagen und Anzeigen am Bahnsteig zu achten.
Update 6. Januar, 16.00 Uhr: Weniger Busse in Bergedorf unterwegs
In Hamburg Bergedorf fahren die Busse zurzeit stark unregelmäßig, teilte der Hamburger Verkehrsverbund (hvv) mit.
Grund dafür seien zahlreiche Fahrzeugschäden, die durch die Witterungsbedingungen der letzten Tage entstanden sein. Bis voraussichtlich 19 Uhr sollen die Busse in diesem Bereich noch unregelmäßig fahren.
Reisende werden gebeten vor Fahrtantritt in der hvv-App oder auf Anzeigetafeln zu schauen, ob der entsprechende Bus fahre oder nicht.
Update 6. Januar, 15.14 Uhr: Polizei warnt vor Betreten der Eisflächen
In Mecklenburg-Vorpommern sorgen die Temperaturen seit einigen Tagen verstärkt zu Eisbildung auf den Gewässern. Laut Wasserschutzpolizei sind einige Binnenseen, das Kleine Haff sowie vereinzelt regionale Küstenabschnitte der Ostsee von einer leichten Eisschicht bedeckt.
Die Beamten erinnert in diesem Zuge daran, dass das Eis nicht tragfähig ist: "Strömungen, Sonneneinstrahlung und unterschiedliche Gewässertiefen sorgen für ungleichmäßige Eisstärken. Auch eine vermeintlich stabile Eisfläche kann jederzeit brechen und zu lebensgefährlichen Situationen führen", heißt es.
Erziehungsberechtigte sollten Kinder über diese Gefahr aufklären und entsprechend beaufsichtigen. Hundehalter werden gebeten, die Tiere anzuleinen und vom Gewässer fernzuhalten.
Update 6. Januar, 14.14 Uhr: Wegen Schneemassen: Planten un Blomen geschlossen
Achtung gefährlich! Aufgrund des anhaltenden Winterwetters herrscht nun auch im Planten un Blumen Schneebruchgefahr.
Seit Dienstag bleibt der Park Planten un Blomen für Besucher geschlossen, teilte das Bezirksamt Hamburg-Mitte mit. Ein Spaziergang durch den Park wäre für Besucher zu gefährlich.
Wegen der erhöhten Schneelast auf den Bäumen steige das Risiko, dass Äste abbrechen und herabfallen. Dadurch könnten Menschen verletzt werden.
Wann der Park wieder geöffnet werden kann, würde regelmäßig überprüft werden. Die Eisbahn sei von der Schließung nicht betroffen.
Update 6. Januar, 12.56 Uhr: Deutscher Wetterdienst warnt vor 15 bis 20 Zentimeter Neuschnee
Im Norden wird es am Freitag stürmisch und es gibt reichlich Neuschnee, so der Deutsche Wetterdienst (DWD).
Von der Elbe her soll ein Tiefdruckgebiet weiteren Schneefall bringen.
Nach aktueller Einschätzung vom DWD könnte es sich dabei um kräftigen Schneefall handeln: 15 bis 20 Zentimeter Neuschnee. Lokal könne auch mehr Schnee fallen.
Gerade in Ostseenähe müsse mit Schneeverwehungen gerechnet werden. Da auch Sturm von Osten aus erwartet werde.
Am Samstag soll sich das Wetter beruhigen und die Niederschläge nachlassen.
Sonntagnacht können jedoch neue Niederschläge erwartet werden, die in Niedersachsen und Hamburg vorübergehend in Regen übergehen könnten.
Update 6. Januar, 12.25 Uhr: Achtung Eisbildung an der Ostseeküste!
In geschützten Bereichen der Ostsee bildet sich wegen der frostigen Temperaturen Neueis, warnt das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt.
Entlang der deutschen Ostseeküste sollen sich Seefahrer auf Eisbildung einstellen. Gerade im Bereich von Flensburg bis zur deutsch-polnischen Grenze müsse auf geschütztem Gewässer mit Eis gerechnet werden.
Aber auch auf anderen Gewässern ist Vorsicht geboten. Denn durch den anhaltenden Frost bleibe das Eis bestehen und es bilde sich weiteres.
"Die Schifffahrt wird hiermit aufgefordert, die vereisten Gewässer nur mit Fahrzeugen zu befahren, die hierfür geeignet sind“, so das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ostsee.
Geschützte Bereiche seien etwa Bodengewässer, Hafenbecken oder andere Küstengewässer, die zum Teil vom Meer abgegrenzt werden oder windgeschützt und flacher seien.
Bis Ende April gelte die Warnung. Zudem sollten Schiffsverkehr-Teilnehmer vorsichtig navigieren, da Tonnen vertrieben oder gekentert sein könnten.
Neueis gebe es aktuell in geschützten Gewässern in Flensburg, in der Schlei, im Rostocker Stadthafen, bei Barth, in Greifswald-Wiek und im Peenestrom, so laut aktuellem Eisbericht für die Ostsee des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH).
Update 6. Januar, 10.55 Uhr: Schneemassen drohen von Strafjustizgebäude zu stürzen
Gegen 10 Uhr wurde die Feuerwehr zum Strafjustizgebäude am Sievekingplatz gerufen, da sich große Schneemengen auf dem Vorbau des Gebäudes angesammelt hatten und drohten abzustürzen
Um die Sicherheit der Passanten zu gewährleisten, sperrte die Polizei den Eingangsbereich des Gebäudes für kurze Zeit weiträumig ab. Mit Unterstützung einer Drehleiter gelang es den Einsatzkräften der Feuerwehr, die Schneemengen kontrolliert zu entfernen.
Darüber hinaus wurde die angrenzende Parkanlage "Planten un Blomen" aufgrund der extremen Witterungsbedingungen vollständig gesperrt, um auch hier das Risiko von Unfällen zu minimieren.
6. Januar, 10.25 Uhr: Ausfälle und Verspätungen im Regionalverkehr
Wegen des Winterwetters komme es voraussichtlich bis zum 9. Januar zu Verspätungen und (Teil-)Ausfällen, teilte die Deutsche Bahn auf ihrer Website mit.
In Schleswig-Holstein und Hamburg würde die Deutsche Bahn zudem mit eingeschränkten Kapazitäten fahren, da viele Züge vereist seien.
Aktuell betroffene Linien im Regionalverkehr sind:
- RE 6 (Westerland (Sylt) – Hamburg-Altona): Hier kommt es zu Verspätungen und Zugausfällen. Außerdem fahren weniger Züge auf dieser Strecke.
- RE 7/RE 70 (Flensburg/Kiel Hbf – Hamburg Hbf): Auf dieser Strecke kommt es zu Verspätungen und Zugausfällen.
Bahnreisende werden gebeten, sich vor Reiseantritt auf der Website der DB, über die App oder telefonisch über ihre Zugverbindung zu informieren.
6. Januar, 7.06 Uhr: Erhebliche Störung im S-Bahnverkehr auf der Linie S5
Auch am Dienstag macht das Hamburger Winterwetter vor dem S-Bahnverkehr keinen Halt. Noch bis circa 9 Uhr fährt die S5 aktuell wegen einer witterungsbedingten Störung zwischen Elbgaustraße und Stade nur alle 20 Minuten.
Wegen eines Schadzuges kommt es zudem zu weiteren Verzögerungen zwischen Neugraben und Stade. Fahrgästen wird empfohlen, auf die Ansagen und Anzeigen am Bahnsteig zu achten.
5. Januar, 21.04 Uhr: Schneebruchgefahr: Hauptfriedhof Altona und Wildgehege Klövensteen gesperrt
Achtung gefährlich! Aufgrund des anhaltenden Winterwetters warnt das Bezirksamt Altona vor Schneebruchgefahr.
Wegen des starken Schneefalls in den vergangenen Tagen müssen viele Bäume eine schwere Last tragen. Gerade Nadelbäume würden deswegen zu Astabbrüchen neigen.
Es müsse damit gerechnet werden, dass die verschneiten Baumkronen und Äste abbrechen und herabfallen. Ebenso können bereits abgebrochene Äste noch in den Bäumen hängen, so das Bezirksamt.
Wegen der Schneebruchgefahr bleibt der Hauptfriedhof Altona bis auf Weiteres geschlossen.
Im Wildgehege Klövensteen und im angrenzenden Waldgebiet seien bereits viele Äste aufgrund des Schnees abgebrochen. Diese hängen in den Baumkronen fest und stellen eine Gefahr für Besucher dar, so das Bezirksamt Altona.
Aus Sicherheitsgründen bleiben deswegen ebenso das Wildgehege Klövensteen und der angrenzende Spielplatz geschlossen.
Das Bezirksamt Altona bittet generell darum, in allen Parks und Grünanlagen sowie im Wald besonders vorsichtig zu sein.
5. Januar, 17.18 Uhr: Mehrere Flüge am Hamburg Airport gestrichen
Frost und Schnee sorgten ebenfalls am Hamburger Flughafen für Verzögerungen und Ausfälle.
Aufgrund des winterlichen Wetters in Europa wurden am Hamburger Flughafen mehrere Flüge gestrichen. Bis zum Montagnachmittag listete die Website des Hamburg Airport sieben entfallene Abflüge und fünf entfallene Ankünfte auf.
Betroffene Flüge waren Verbindungen zwischen Hamburg Airport und Flughäfen in Amsterdam, Mailand und Paris.
Jedoch wurde die überwiegende Mehrheit der Flüge ab und nach Hamburg nicht gestrichen. Laut Angaben des Hamburger Flughafens waren am Montag rund 130 Starts und auch 130 Landungen geplant.
Zum Teil mussten Flugzeuge mehrfach enteist und von dicken Schichten Packeis befreit werden. Gelegentlich könne es dadurch zu Verspätungen kommen, so eine Sprecherin des Flughafens gegenüber der dpa.
Laut dem Hamburg Airport verfügt der Flughafen über 30 Spezialfahrzeuge zum Schneeräumen und zehn zum Enteisen der Flugzeuge.
Ab einer Schneehöhe von 0,2 Zentimeter müssen die Start- und Landebahnen geräumt werden. Der Winterdienst räume die Flächen bei schlechten Wetterbedingungen acht- bis zehnmal täglich.
5. Januar, 15.57 Uhr: Winterdienst in Schleswig-Holstein streikt
Auch das noch! Am Dienstag müssen sich Verkehrsteilnehmer in Schleswig-Holstein auf glatte und nicht geräumte Straßen einstellen. Hintergrund ist ein Streikaufruf in den 22 Straßenmeistereien des Landes.
Derzeit wird noch über den Abschluss einer Notdienstvereinbarung verhandelt. Sie soll gewährleisten, dass alle Meistereien besetzt sind und der Winterdienst koordiniert werden kann. „Es ist aber nicht davon auszugehen, dass ein regulärer Winterdienst dargestellt werden kann“, warnte der Landesbetrieb.
Geplant ist, dass sich Straßenmeistereien bezirksübergreifend aushelfen, zudem sollen Fremdfirmen die Ausfälle kompensieren. Dies wird allerdings nicht flächendeckend gelingen, so der Landesbetrieb.
5. Januar, 15.33 Uhr: Immer noch Störungen im S-Bahnverkehr: Die S7 fährt wieder regulär
Das Winterwetter sorgt weiterhin für Probleme im S-Bahnverkehr. Es kommt zu Ausfällen und Änderungen in den Linienverläufen, so lautet es auf der Website.
Die erste S-Bahnlinie, die S7 soll wieder nach regulärem Plan fahren.
Störungen und Ausfälle gibt es weiterhin bei folgenden S-Bahnverbindungen:
- Die S1 fährt zwischen Blankenese und Othmarschen alle 10 Minuten.
- Die S3 fährt aktuell eine Umleitung:
Aus der Richtung Innenstadt nach Elbgaustraße / Pinneberg kommend, wird die S-Bahn über Dammtor, Sternschanze und Holstenstraße umgeleitet. Wichtig zu beachten: Der Halt in Altona entfällt.
Fahrgäste, die vom Hauptbahnhof in Richtung Landungsbrücken und Altona wollen, werden gebeten die S1 in Richtung Othmarschen / Blankenese / Wedel zu nutzen. - Die S5 fährt momentan alle 20 Minuten zwischen Stade und Elbaugaustraße.
5. Januar, 11.20 Uhr: 38 Unfälle auf der A1
Auf der A1 ist es von Freitag bis Sonntagmittag zu insgesamt 38 Unfällen gekommen. Wie die Polizei mitteilte, war vor allem winterliche Glätte der Hauptgrund.
Laut einem Sprecher kam es in zwei Fällen zu einem unerlaubten Entfernen vom Unfallort durch die Verursacher. Bei drei Zusammenstoßen wurde jeweils eine Person leicht verletzt.
In einem Fall stellten die Beamten fest, dass einer der Fahrer keinen Führerschein hatte. Zudem befanden sich in dem Auto sieben Personen, dabei waren lediglich fünf zugelassen.
Während der zahlreichen Unfälle musste die A1 hin und wieder komplett oder teilweise gesperrt werden. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und Staus.
Die Polizei schätzt den Gesamtschaden in diesem Zeitraum auf einen sechsstelligen Bereich.
5. Januar, 11 Uhr: Irre Rettungsaktion sorgt für Begeisterung im Netz
Ein Geländewagen, der ganz allein einen Gelenkbus aus dem Schnee zieht? Kaum zu glauben, dachte sich auch Hochbahn-Sprecher Andreas Ernst, der ebenfalls darüber gestolpert war.
Doch das Video, das bei Instagram gerade viral geht, ist tatsächlich echt. TAG24 hat mit dem Fahrer des Land Rover Defender gesprochen, der am Samstagabend zum Helden wurde.
Auf dem Heimweg nach Hamburg-Eppendorf habe Victor-Paolo Brenninkmeyer (29) den Bus in misslicher Lage entdeckt. Das Fahrzeug steckte im Kreisverkehr der Heilwigstraße fest, kam weder vor noch zurück. Und das seit einer geraumen Stunde, ohne Aussicht auf zeitnahe Unterstützung.
Brenninkmeyer kommt selbst aus der Offroad-Reisebranche und wusste, was er tat. Der 29-Jährige nahm den Bus kurzerhand an den Haken und schleppte das Fahrzeug auf sicheres Terrain. Nach zwanzig Minuten war die Aktion vorbei. "Der Busfahrer war erst nervös, hat dann aber einen Riesen Freudensprung gemacht", erzählt der Offroad-Experte.
Er hofft, dass sein Video ein kleiner Denkanstoß für die Gesellschaft wird. "Man sollte mehr miteinander machen und nicht immer nur Gegeneinander. Viele kommentieren, dass sie mit ihrem Kind feststeckten und alle einfach weitergegangen sind. Einfach mal nach links und rechts gucken und als Team zusammenarbeiten. Das wäre einfach schön", so Brenninkmeyer.
Geländewagen schleppt Gelenkbus aus misslicher Lage
5. Januar, 9.55 Uhr: Störungen bei der S-Bahn
Der Wintereinbruch bringt auch weiterhin den S-Bahnverkehr in Hamburg durcheinander. Wie auf der Internetseite zu sehen ist, gibt es Änderungen in den Linienverläufen sowie Ausfälle.
Die S1 fährt derzeit zwischen Wedel und Airport sowie zwischen Othmarschen und Poppenbüttel alle 10 Minuten. Allerdings werden die Züge in Ohlsdorf nicht geteilt, sondern fahren abwechselnd zum Flughafen oder nach Poppenbüttel.
Die S2 fällt aktuell hingegen aus. Die S3 wird aus Richtung Innenstadt nach Elbgaustraße / Pinneberg über Dammtor, Sternschanze und Holstenstraße umgeleitet. Der Halt am Bahnhof Altona entfällt.
Die S5 fährt weiterhin nur zwischen Neugraben und Stade. Reisenden sollen als Alternative zwischen Neugraben und Elbgaustraße die S3 nutzen.
Die S7 verkehrt zwischen Altona und Bergedorf alle zehn Minuten, zwischen Bergedorf und Aumühle alle 20 Minuten.
5. Januar, 8.40 Uhr: Feuerwehr mit besonderer Aktion
Die Freiwillige Feuerwehr hat in Finkenwerder am Sonntagnachmittag für leuchtende Kinderaugen gesorgt. Die Deiche am Aue-Hauptdeich waren stark eingeschneit und wurden von den Menschen als Schlittenpiste genutzt.
Aufgrund der frühen Dunkelheit entschied sich die Feuerwehr, spontan eine Übung durchzuführen. Dafür wurden zahlreiche Scheinwerfer Deich aufgestellt. So konnten die Besucher auch noch nach Sonnenuntergang sicher weiter rodeln.
Die Aktion kam bei den Menschen gut an. Knapp 100 Personen sausten mit ihren Schlitten noch den Deich herunter.
5. Januar, 8.20 Uhr: Winterdienst wieder im Einsatz
Der Winterdienst ist wie schon in den vergangenen Nächten wieder im Dauereinsatz. Seit Mitternacht räumen und streuen mehr als 700 Einsatzkräfte und rund 360 Fahrzeuge die wichtigen Verkehrsadern und Strecken mit Buslinienverkehr, Verbindungsstrecken zwischen diesen Straßen, ein ausgewähltes Radwegenetz, Busbuchten, anliegerfreie Gehwegstrecken, Bushaltestellen und Fußgängerüberwege.
Aufgrund der Temperaturen und der vorhandenen nassen Schneedecke wird vor überfrierender Glätte gewarnt. Trotz des Einsatzes des Winterdienstes kann es weiterhin glatt sein.
Update 19.45 Uhr: Über 650 Einsätze für Feuerwehr und Rettungsdienst in Hamburg
Das Winterwetter hat am Wochenende in Hamburg für hunderte Einsätze bei der Feuerwehr und dem Rettungsdienst gesorgt.
In über 550 Einsätzen war die Feuerwehr Hamburg aufgrund des plötzlichen Wintereinbruchs unterwegs, dabei leisteten sie meistens technische Hilfe.
Am häufigsten waren laut Angaben der Feuerwehr Anrufe eingegangen, die meldeten, dass Äste oder Baumteile durch die Schneelast gefährlich tief hingen oder bereits herabgestürzt waren.
Zusätzlich half die Hamburger Feuerwehr bei Glätteunfällen: Busse des Nahverkehrs standen quer auf der Straße oder rutschten von der Fahrbahn. Auch mehrere Lastwagen kamen wegen der Glätte die Köhlbrandbrücke nicht hinauf und versperrten so die Brücke für den restlichen Verkehr. Ebenso rutschten Streufahrzeuge von den Straßen ab.
Dazu kamen über 100 Einsätze für den Rettungsdienst, die mit den winterlichen Bedingungen zu tun hatten.
Update 18.25 Uhr: Schnee und Eis sorgt für Verspätungen und Ausfälle im Bahnverkehr in Hamburg und Schleswig-Holstein
Die Deutsche Bahn teilt auf ihrer Website mit, dass es wegen des Winterwetters zu Ausfällen, Teilausfällen und Verspätungen im Fern- und Regionalverkehr kommen kann.
Betroffen sind folgende Fernverkehrszüge:- Einzelne ICE-Züge der Verbindung: Hamburg - Berlin
- Einzelne ICE-Züge der Verbindung: Köln-Hannover-Berlin
- ICE-Züge der Verbindung Oldenburg (Oldb) - Bremen - Hannover - Kassel-Wilhemshöhe - Frankfurt (M) - Karlsruhe
Im Regionalverkehr soll es voraussichtlich bis zum 7. Januar zu Verspätungen und (Teil-)Ausfällen kommen, so die DB. Als Grund gibt die Deutsche Bahn neben Eis und Schnee, zudem vereiste Fahrzeuge an, weswegen sie mit eingeschränkter Kapazität fahren würden.
Betroffene Linien im Regionalverkehr sind:
- RE 6 (Westerland (Sylt) - Hamburg-Altona): Hier kommt es zu großen Verspätungen und Zugausfällen.
- RB 81 (Bad Oldesloe – Hamburg Hbf): Aktuell kommt es zu Verspätungen und Zugausfällen in beiden Richtungen. Außerdem fahren weniger Züge auf der Strecke.
- RE 7/RE 70 (Flensburg/Kiel Hbf – Hamburg Hbf): Auf dieser Strecke kommt es aktuell zu großen Verspätungen und Zugausfällen. Zusätzlich sorgen weniger Züge zwischen Hamburg Hbf und Kiel Hbf für Beeinträchtigungen. Reisende, die von Flensburg nach Hamburg wollen, müssen in Neumünster umsteigen. Von Hamburg nach Flensburg sollen Bahnreisende den Zug nach Kiel nutzen und ebenfalls in Neumünster umsteigen, um nach Flensburg zu kommen.
- RE 8 (Lübeck Hbf – Hamburg Hbf): Auch auf dieser Strecke kommt es zu Verspätungen und Zugausfällen in beiden Richtungen. Die Anzahl der Züge ist auch auf dieser Strecke verringert.
- RE 80 (Lübeck Hbf – Ahrensburg – Hamburg Hbf): Hier kommt es zu großen Verspätungen und Zugausfällen.
Bahnreisende werden gebeten, sich vor Reiseantritt auf der Website der DB, über die App oder telefonisch über ihre Zugverbindung zu informieren.
Update 15.50 Uhr: Krankenwagen bleibt bei Rettung von Verletztem selbst im Schnee stecken
Ein Mann verletzte sich beim Schlittenfahren in der Fischbeker Heide. Die Rettungsaktion gestaltete sich jedoch schwieriger als gedacht.
Wie ein Sprecher des Lagedienstes der Feuerwehr Hamburg auf Anfragen von TAG24 bestätigte, war ein Mann gestürzt und verletzte sich dabei.
Aufgrund der Gegebenheiten vor Ort kam neben einem Krankenwagen zusätzlich ein Löschfahrzeug mit einer Tragehilfe zum Einsatz, um den Verletzten in den Rettungswagen zu befördern.
Beim Verlassen des Unfallorts trat jedoch ein Problem auf. Der Rettungswagen kam den vereisten Anstieg nicht wieder hoch, woraufhin ein mittelgroßer Rüstwagen gerufen wurde, so der Feuerwehrsprecher.
Dieser kam vor Ort letztendlich doch nicht zum Einsatz. Laut Angaben des Reporters vor Ort halfen Passanten dabei, den Rettungswagen wieder auf die Straße zu bringen.
Der Verletzte wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Rettungskräfte waren laut Angaben der Feuerwehr ungefähr eine Stunde im Einsatz.
Update 11.48 Uhr: Deutscher Wetterdienst warnt vor reichlich Neuschnee
Über Hamburg und Schleswig-Holstein hängt weiterhin ein umfangreiches Tief, das noch mehr Schnee bringt. Am Sonntag soll noch ein Zentimeter dazu kommen, gebietsweise fünf Zentimeter, so der Deutsche Wetterdienst (DWD).
In der Nacht zu Montag soll es an der Nordsee und gebietsweise zu Schneefall mit Mengen bis zehn Zentimeter, lokal sogar 15 Zentimeter innerhalb weniger Stunden kommen. Diese Menge stuft der DWD als Unwetter ein.
Auch am Montag soll es weiter schneien. Zum Wochenstart werden Neuschneemengen von fünf Zentimetern, lokal bis zu zehn Zentimeter erwartet.
Update, 11 Uhr: Knapp 100 Unfälle in Bremen
In Bremen hat der Wintereinbruch ebenfalls zugeschlagen. Seit Einsetzen des Schneefalls am Freitagabend zählte die Polizei laut Mitteilung knapp 100 Verkehrsunfälle.
Dabei sei es hauptsächlich zu Blechschäden gekommen, größere Unfälle blieben aus.
Update, 10.13 Uhr: 90 Glätteunfälle in Schleswig-Holstein
Auch im hohen Norden kam es aufgrund der Glätte in der Nacht zu Sonntag zu zahlreichen Unfällen.
Gegenüber der Deutschen Presseagentur gaben die Polizeileitstellen an, dass landesweit 90 Glätteunfälle gemeldet wurden. Glücklicherweise habe es in den meisten Fällen lediglich Blechschäden gegeben. Verletzt wurde kaum jemand.
Auf der A1 zwischen den Anschlussstellen Bad Oldesloe und Bargteheide kam zudem ein Lastwagen ins Rutschen, blieb stehen und blockierte den mittleren und den rechten Fahrstreifen. Die A1 musste in diesem Bereich von 2 Uhr bis 4 Uhr im Rahmen der Bergungsarbeiten gesperrt werden.
Auf der A7 in Richtung Norden kam es zu einem Unfall mit drei beteiligten Fahrzeugen. Ein Autofahrer war nach ersten Erkenntnissen der Polizei auf Höhe Schuby zu schnell unterwegs, rutschte aufgrund von Glätte in die Leitplanke und räumte anschließend zwei weitere Wagen ab. Dabei wurde ein Mensch leicht verletzt.
Update, 9.08 Uhr: Winterdienst seit dem frühen Morgen im Einsatz
Der Winterdienst ist seit 4 Uhr mit 728 Einsatzkräften und rund 360 Fahrzeugen im Volleinsatz, teilte die Stadtreinigung Hamburg mit.
"Notwendig ist der umfangreiche Einsatz aufgrund von überfrierender Nässe, einer vorhandenen nassen Schneedecke sowie des in den Morgenstunden noch zu erwartenden neuen Niederschlags", teilte die Stadtreinigung mit.
Trotz des umfangreichen Einsatzes herrsche weiterhin Glättegefahr.
Update 9.07 Uhr: Zahlreiche Linien des HVV fallen aus
Auch der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) weist auf TAG24-Nachfrage daraufhin, dass zahlreiche Linien eingestellt sind und es zu Umleitungen und Haltestellenverlegungen kommt.
Die Linien 6191, 188, 488, 135, 6104, 6102 und 6101 fallen komplett aus.
Das Unternehmen bitten darum, Abfahrtszeiten im Vorfeld zu prüfen.
Update, 9.05 Uhr: VHH muss Betrieb einstellen
Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH musste den Betrieb am Samstagabend komplett einstellen.
Immerhin konnte der reguläre Betrieb im Gesamtnetz Am Sonntag gegen 4 Uhr wieder aufgenommen werden. "Ausfälle sowie Umleitungen aufgrund von Straßenglätte sind aber weiterhin möglich", so eine Sprecherin gegenüber TAG24.
Update 9.04 Uhr: Züge der Nordbahn stehen still
Die Nordbahn hat die Linien RB60 (Itzehoe - Hamburg Altona), RB61 (Itzehoe - Hamburg Hauptbahnhof) und RB71 (Wirst - Hamburg Hauptbahnhof) komplett eingestellt.
Update, 9.02 Uhr: Einfrierende Weichen stoppen Metronom-Züge
Die Züge des Regionalbahnunternehmens Metronom konnten in der Nacht zu Sonntag nicht mehr fahren.
"Angesichts der aktuellen Witterung stoßen die Systeme an den Schienenstrecken an ihre technischen Grenzen: Es kommt auf allen Strecken zu Zugausfällen und hohen Verspätungen", heißt es auf der Website.
Als Grund nennt das Unternehmen insbesondere einfrierende Weichen, die von Mitarbeitern der Deutschen Bahn per Hand vom Schnee befreit werden müssen.
Titelfoto: Roberto Pfeil/dpa