Schneechaos im Norden: Wetterdienst warnt - Achtung, Lebensgefahr!

Hamburg - Der Wintereinbruch sorgt für Chaos in Hamburg und dem Umland! Schnee und Glätte haben zahlreiche Unfälle und Straßensperrungen verursacht.

Die Züge des Metronom konnten am Wochenende aufgrund von eingefrorenen Weichen nicht mehr fahren.
Die Züge des Metronom konnten am Wochenende aufgrund von eingefrorenen Weichen nicht mehr fahren.  © metronom Eisenbahngesellschaft mbH | © Florian Danker

Wer zu Hause bleiben kann, der sollte das auch machen. Denn nicht nur zahlreiche Autofahrer geraten bei den Witterungsverhältnissen ins Schlingern.

Auch der öffentliche Personennahverkehr geht in die Knie.

TAG24 berichtet im Liveticker über die Lage.

8. Januar, 13.18 Uhr: S-Bahn-Verkehr kommt an seine Grenzen

Der öffentliche Nahverkehr kommt bei den aktuellen Wetterbedingungen an seine Grenzen. Die S-Bahn Hamburg hat dazu aufgerufen, auf alle unnötigen Fahrten zu verzichten. "Aktuell kommt es auf allen Linien zu Verspätungen, Ausfällen und S-Bahnen, die schon vor ihrem eigentlichen Ziel wenden müssen", heißt es auf der Homepage. Selbst ein Ersatzverkehr sei unmöglich.

Nach aktuellem Stand sieht es bei den Linien wie folgt aus:

  • Die S1 fährt im 20-Minuten-Takt zwischen Wedel und Poppenbüttel. Zwischen Flughafen und Ohlsdorf ist ein Pendelverkehr eingerichtet.
  • Die S2 fällt derzeit aus.
  • Die S3 nach Pinneberg nimmt die Umleitung über Dammtor, Sternschanze und Holstenstraße und hält damit nicht in Altona. Sie fährt alle zehn Minuten.
  • Die S5 fährt nur noch zwischen Neugraben und Buxtehude.
  • Für die S7 ist geplant, dass die alle 20 Minuten zwischen Altona und Aumühle verkehrt.

"Da die Lage sich aktuell von Minute zu Minute verändert, kann es zu weiteren kurzfristigen Änderungen kommen", ließ das Unternehmen weiter verlauten.

8. Januar, 13 Uhr: AIDAnova kehrt frühzeitig nach Hamburg zurück

Das Schneechaos hat auch Auswirkungen auf die Schifffahrt. So kommt das Kreuzfahrtschiff AIDAnova einen Tag eher als geplant zurück nach Hamburg.

Aufgrund der Unwetterwarnung mit Sturm und Schnee hat die Reederei eine Planänderung durchgeführt. Der Halt in Southampton am Freitag entfällt, das Schiff macht sich direkt auf den Weg nach Hamburg.

Dort wird die AIDAnova am Freitagmorgen erwartet. Gäste können den Tag als Landgang nutzen und die Nacht noch auf dem im Hafen liegenden Schiff verbringen, ehe die Reise offiziell am Samstag endet.

Die AIDAnova hat ihre Route dem Wetter angepasst und kehrt frühzeitig nach Hamburg zurück. (Archivbild)
Die AIDAnova hat ihre Route dem Wetter angepasst und kehrt frühzeitig nach Hamburg zurück. (Archivbild)  © Axel Heimken/dpa

8. Januar, 12.45 Uhr: Kult-Kieztour-Absage, Olivia Jones Bar öffnet früher

Erstmals nach 20 Jahren muss Olivia Jones (56) ihre Kult-Kieztouren am 9. Januar wetterbedingt absagen. Das teilte die Dragqueen am Donnerstagmittag mit.

"Eine sichere und pünktliche Anreise/Durchführung ist unmöglich und unseren Gästen aus allen Teilen Deutschlands nicht zumutbar. Sicherheit geht vor", teilen die Verantwortlichen der besonderen Führungen mit. Auch Olivia Jones selbst äußerte sich zum Extremwetter:

"Ich bin zwar Sturm erprobt. Aber so was habe auch ich noch nicht erlebt. Wir können unseren Gästen, aber auch unseren Kollegen und Kolleginnen die angesagte steife Eisbrise nicht zumuten."

Um die bereits angereisten Gäste nicht im "Schnee stehenzulassen" sorge man für Alternativprogramm und öffne die Olivia Jones Bar am Freitag bereits um 16.30 Uhr. Die Gäste erwarte Glühwein und Einblicke in den Kostümfundus über der Bar.

Olivia Jones (56) eröffnet ihre Bar für Schnee-Gestrandete am Freitag schon um 16.30 Uhr. Die Kult Kieztouren müssen aufgrund des Wetters abgesagt werden.
Olivia Jones (56) eröffnet ihre Bar für Schnee-Gestrandete am Freitag schon um 16.30 Uhr. Die Kult Kieztouren müssen aufgrund des Wetters abgesagt werden.  © David Hammersen/dpa

8. Januar, 11.45 Uhr: Auch in Niedersachsen fallen die Schulen aus

Nun hat auch Niedersachsen nachgezogen. Am Freitag sollen in weiten Teilen des Bundeslandes die Schulen geschlossen bleiben. Bereits mehr als die Hälfte der Landkreise und Städte teilte bereits mit, dass der Unterricht ausfallen werde.

8. Januar, 11.40 Uhr: ADAC rät zu Homeoffice

Aufgrund der teils heftigen Aussichten hat der ADAC Hansa eine deutliche Empfehlung ausgesprochen. "Zwar sind die Winterdienste den ganzen Tag im Einsatz, schwierige Verhältnisse mit teilweise glatten Straßen werden sich aber dennoch nicht verhindert lassen", teilte ein Sprecher mit. Falls möglich, solle man zuhause bleiben und von dort aus arbeiten.

"Verschneite und glatte Straßen sind so gefährlich, weil hier der Bremsweg fünfmal so lang sein kann wie auf trockener Fahrbahn", erklärte der ADAC.

Der Schnee türmt sich in Hamburg immer weiter.
Der Schnee türmt sich in Hamburg immer weiter.  © NEWS5 / Sebastian Peters

8. Januar, 11.07 Uhr: Wetterdienst gibt Unwetterwarnung für Hamburg heraus

Der Deutsche Wetterdienst hat am Donnerstagvormittag eine Unwetterwarnung für Hamburg ausgesprochen und vor starken Schneeverwehungen gewarnt.

Von Freitagmorgen 7 Uhr bis Samstagmorgen 7 Uhr besteht Lebensgefahr! Grund dafür ist neben verbreiteter Glätte auch eine stark erhöhte Schneedecke bis hin zu blockierten Verkehrswegen und eine oftmals stark eingeschränkte Sichtweite.

8. Januar, 11.05 Uhr: Köhlbrandbrücke zum Teil wieder frei, dafür A7-Auffahrt gesperrt

Nach der Vollsperrung kann die Köhlbrandbrücke zumindest einspurig in jede Richtung befahren werden, wie die Polizei via Social Media mitteilte. Sie wies aber ausdrücklich auf das Überholverbot für Lastwagen hin.

Auf der A7 ist dafür die Ausfahrt an der Anschlussstelle Volkspark gesperrt worden. "Die Ausfahrt der Anschlussstelle Volkspark in Richtung Süden ist derzeit gesperrt. Mehrere Lkw haben sich dort festgefahren", hieß es in der Mitteilung.

8. Januar, 10.43 Uhr: Verspätungen und Ausfälle am Hamburger Flughafen

Schnee und Glätte sorgen auch am Hamburger Flughafen für Sorgenfalten. Wie eine Sprecherin auf TAG24-Nachfrage mitteilte, komme es derzeit zu Verzögerungen und vereinzelt auch zu Flugstreichungen.

"Wie in den vergangenen Tagen auch ist der Winterdienst des Flughafens seit dem frühen Morgen im Einsatz, um die Start- und Landebahnen sowie weitere Flächen von Schnee zu befreien. Auch werden alle Flugzeuge vor dem Start enteist", so die Sprecherin.

Auch in den nächsten Tagen muss mit Einschränkungen im Flugverkehr gerechnet werden.

Der Winterdienst des Flughafens ist seit den frühen Morgenstunden im Einsatz.
Der Winterdienst des Flughafens ist seit den frühen Morgenstunden im Einsatz.  © Screenshot/Instagram/hamburgairport

8. Januar, 10.21 Uhr: Schulen bleiben am Freitag geschlossen

Das gab es schon lange nicht mehr! Am Freitag bleiben die Schulen in Hamburg aufgrund der angekündigten Wetterlage geschlossen, wie die Schulbehörde mitteilte.

Für Schüler der Klassenstufen 0 bis 6 muss allerdings eine Notbetreuung eingerichtet werden, zudem sollen sie im Vorfeld mit Unterrichtsmaterial ausgestattet werden.

Für höhere Klassenstufen soll ein digitales Angebot organisiert werden.

8. Januar, 10.20 Uhr: In diesen Landkreisen fällt die Schule aus

Der Winter hat den Norden fest im Griff. Das hat auch Auswirkungen auf den Schulunterricht. In folgenden Gebieten sind bereits Ausfälle bekannt:

Schulausfälle am Donnerstag, 8. Januar

  • Landkreis Aurich
  • Landkreis Cloppenburg
  • Landkreis Wittmund
  • Landkreis Leer
  • Stadt Emden
  • Stadt Wilhelmshaven
  • Landkreis Grafschaft Bentheim
  • Landkreis Emsland
  • Kreis Friesland
  • Landkreis Vechta
  • Kreis Schaumberg
  • Landkreis Ammerland
  • Freie Waldorfschule Oldenburg
  • Stadt Dannenberg (Elbe)

Schulausfälle am Freitag, 9. Januar

  • Landkreis Aurich
  • Landkreis Cloppenburg
  • Landkreis Wittmund
  • Landkreis Leer
  • Landkreis Lüchow-Dannenberg
  • Stadt Emden
  • Stadt Wilhelmshaven
  • Landkreis Grafschaft Bentheim
  • Landkreis Emsland
  • Kreis Friesland
  • Landkreis Vechta
  • Landkreis Ammerland
  • Stadt Oldenburg
  • Dannenberg (Elbe)
  • Landkreis Wesermarsch
  • Stadt Bremerhaven
  • Bremen

Zudem ist auch auf den Nordsee-Inseln Amrum und Föhr der Schulbetrieb eingestellt worden.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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