Schneechaos im Norden: Leiche vor Zelt entdeckt

Hamburg - Der Wintereinbruch bringt Chaos nach Hamburg und das Umland! Nachdem zunächst vor markanter Glätte gewarnt worden war, hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag zusätzlich eine Nebelwarnung ausgesprochen.

Schneechaos auf den Straßen in Norddeutschland. Auch der Bahnverkehr ist massiv betroffen.  © Lars Penning/dpa

Wer zu Hause bleiben kann, der sollte das auch machen, bat der Hamburger Senat die Bürger bereits am Freitag.

Denn nicht nur zahlreiche Autofahrer gerieten bei den Witterungsverhältnissen ins Schlingern. Auch der öffentliche Personennahverkehr ging in die Knie. Am Freitag gab es erstmals seit 2013 "schneefrei" an den Hamburger Schulen.

TAG24 berichtet im Liveticker über die aktuelle Lage.

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13. Januar, 13.47 Uhr: Brennendes Auto mithilfe von Schnee gelöscht

Besonderes Löschmittel vor Ort: In Walsrode im Ortsteil Honerdingen haben Menschen am Montag ein brennendes Auto auf einem Privatgrundstück mit Schnee selbst gelöscht.

Die Feuerwehr teilte mit, dass Anwohner mit Schaufeln Schnee in das Innere des Fahrzeugs kippten. Zusätzlich benutzten sie einen Feuerlöscher.

Durch die Löschaktion der Ersthelfer musste die Feuerwehr vor Ort nur noch Nachlöscharbeiten leisten. Zwei der Ersthelfer atmeten Brandrauch ein und wurden vorsorglich zur Kontrolle in ein Krankenhaus gebracht.

Die Brandursache des Feuers im Innenraum des Autos war zunächst unklar.

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Anwohner löschten das Feuer im Inneren eines Autos mit Schnee und einem Feuerlöscher.  © Michael Schlüter/Freiwillige Feuerwehr Honerdingen/dpa

13. Januar, 13.20 Uhr: Leiche auf der Kennedybrücke entdeckt

Schrecklicher Fund an der Hamburger Alster! Wie eine Polizeisprecherin auf TAG24-Nachfrage bestätigte, haben Beamte am Dienstagvormittag auf der Kennedybrücke einen toten Mann gefunden.

Der 59-Jährige, bei dem es sich wohl um einen Obdachlosen gehandelt haben soll, soll vor seinem Zelt gelegen haben. Passanten hatten ihn dort entdeckt.

Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung lagen nicht vor, so die Sprecherin.

Auf der Kennedybrücke an der Hamburger Alster wurde ein Mann am Dienstagvormittag tot aufgefunden. (Archivbild)  © Christian Charisius/dpa

13. Januar, 13.09 Uhr: Tauwetter lässt Eis auf der Ostsee schmelzen

In den vergangenen Tagen bildete sich in abgetrennten Bereichen entlang der Ostsee Eis. Laut Angaben des zuständigen Bundesamtes soll dies nun in den kommenden Tagen schrumpfen.

Überwiegend steigen die Lufttemperaturen über 0 Grad an, im Osten könne es dabei noch etwas kälter sein als im Westen, so das Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie (BSH) mit.

"Entlang der schleswig-holsteinischen Küste wird das dünne Eis meist zügig schmelzen. Weiter östlich wird das dünne Eis in den kommenden Tagen ebenfalls verschwinden." Dickeres Eis in Bodengewässern würde sich noch etwas länger halten.

Von Travemünde bis Flensburg könne in geschützten Gebieten Neueis sowie in Häfen teils offenes Gewässer auftreten. Im westlichen Teil sei die Schlei mit dünnem Eis bedeckt, doch zur Mündung hin nehme die Eisbedeckung kontinuierlich ab.

Auf einigen Teilen der Ostsee hat sich in den vergangenen Tagen Eis gebildet.  © Stefan Sauer/dpa

13. Januar, 11.16 Uhr: Bushido-Konzert in der Barclays Arena ohne zusätzliche Parkplätze

Die Besucher des Konzerts von Bushido am Dienstagabend sollten mehr Zeit für ihre Anreise einplanen.

Wegen der aktuellen Wetterverhältnisse und da gleichzeitig eine Veranstaltung im Volksparkstadion stattfindet, würden heute Abend keine zusätzlichen Parkplätze für die Besucher des Bushido-Konzertes zur Verfügung stehen, teilte die Barclays Arena mit.

Vorab gebuchte Parkplätze behalten jedoch ihre Gültigkeit. Gültige Parkausweise sollen vorab am Hellgrundweg kontrolliert werden.

Die Barclays Arena empfiehlt Besuchern mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen und den Shuttle-Bus ab Stellingen zu nutzen.

Die Parkplätze am Stadion und der Arena werden geräumt. Trotzdem wird Besuchern empfohlen mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.  © Christian Charisius/dpa

13. Januar, 10.57 Uhr: Elbtunnel von Schnee und Eis befreit - A7 ist wieder frei

Am Elbtunnel hatten Eis und Schnee für Einschränkungen gesorgt. Nun ist der Elbtunnel wieder freigegeben.

Die Röhren in Richtung Norden seien wieder befahrbar, sagte ein Sprecher der Autobahn GmbH des Bundes. Der Einsatz der Feuerwehr sei beendet.

Die Feuerwehr war gerufen worden, weil in der Nacht Eis- und Schneeklumpen von den Lamellen über dem südlichen Tunnelportal auf die Fahrbahn gefallen waren.

Mithilfe von Spezialfahrzeugen wurden weitere Eis- und Schneeklumpen von der Feuerwehr entfernt.

Die A7 war in der Zwischenzeit in Richtung Norden gesperrt worden. Auto- und Lastwagenfahrer mussten teilweise mehr als eine Stunde mehr Fahrtzeit einplanen.

Die Feuerwehrleute lösten die restlichen Eis- und Schneeplatten, um das Herunterfallen auf die A7 zu vermeiden.  © NEWS5/Sebastian Peters

13. Januar, 10.37 Uhr: Wieder Normalbetrieb am Hamburg Airport - Trotzdem kann es zu Verzögerungen und Flugstreichungen kommen

Passagiere können aufatmen: Trotz anhaltendem Eisregen und Tauwetter läuft am Hamburger Flughafen wieder Normalbetrieb.

"Der Winterdienst am Hamburg Airport hat die Lage sehr gut im Griff", sagte ein Sprecher. Aufgrund der Wetterbedingungen an anderen Flughäfen könne es trotzdem zu Verzögerungen und Streichungen kommen.

Deswegen werden Passagiere gebeten, ihren Flugstatus im Auge zu behalten und sich bei Umbuchungen oder Streichungen direkt an die Fluggesellschaft zu wenden.

Am Wochenende hatte das Sturmtief "Elli" für einige Verspätungen und Ausfälle am Hamburg Airport gesorgt.

Am Wochenende verursachte das Sturmtief "Elli" einige Verspätungen und Ausfälle am Hamburger Flughafen.  © Christian Charisius/dpa

13. Januar, 9.55 Uhr: Tierpark Hagenbeck - Einige Tiere freuen sich über den Schnee

Der Tierpark Hagenbeck hat ebenso mit dem Winterwetter zu kämpfen. Seit Freitag ist der Zoo wegen Glätte geschlossen.

Wann er wieder öffnen kann, wird aktuell nach Wetterlage entschieden, sagte eine Tierparksprecherin.

Tiere wie Elefanten oder Zebras müssen im Innengehege oder Stall bleiben, wenn ihre Gehege durch Schnee und Eis zu glatt werden, erklärte Tobias Taraba, Cheftierpfleger bei Hagenbeck.

Andere Tiere würden sich über den Schnee freuen. Besonders Tiger und Robben würden so ein Wetter mögen. Ebenso seien Aras bei Schnee gerne draußen, genauso wie Flamingos und Bisons.

Für die Volieren sei der schwere Schnee allerdings nicht gut. Um die großen Vogelkäfige vom Schnee zu befreien, würden die Tierpfleger lange benötigen. Werde die Arbeit nicht erledigt, könnten die Voliere einbrechen.

"Unser Gärtnerteam ist schon sehr früh im und um den Tierpark herum unterwegs, um Wege zu räumen und zu streuen, teilweise schon ab 4.00 Uhr morgens", sagte Nils Heitmann, Gärtnermeister bei Hagenbeck.

Das Team spreche sich täglich ab und prüfe die Wetterlage, um die Startzeit für den nächsten Morgen festzulegen. Bis um 9 Uhr müsse der Tierpark sicher begehbar sein, wenn das nicht gewährleistet ist, könne er nicht öffnen.

Die Flamingos im Tierpark Hagenbeck freuen sich über den Schnee.  © Carlotta Erler/Tierpark Hagenbeck/dpa

13. Januar, 8.32 Uhr: Achtung Eis! Elbtunnel aktuell nur einspurig befahrbar

Auch am Elbtunnel sorgt das Winterwetter für Einschränkungen: Aktuell beseitigt die Feuerwehr dort Eisplanken, die sich auf den Lamellen über dem südlichen Tunnelport gebildet haben sollen.

Das Eis droht auf die Straße herunterzufallen, teilte die Niederlassung Nord der Autobahn GmbH des Bundes mit. Momentan sei deswegen nur ein Fahrstreifen der A7 in Richtung Norden frei.

Aktuell könne die Dauer der Einschränkung noch nicht abgesehen werden.

Es müssen Eisplatten vom Elbtunnel entfernt werden. Dies sorgt für Stau auf der A7.  © NEWS5/Sebastian Peters

13. Januar, 8.17 Uhr: Schmelzwasser sorgt für viele Feuerwehreinsätze

Wegen des Tauwetters und dem Regen war die Hamburger Feuerwehr in der Nacht bei zahlreichen Einsätzen unterwegs.

Die Feuerwehrkräfte seien seit etwa 21.30 Uhr vermehrt gerufen worden, weil Schmelzwasser in Wohngebäude eindringe, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Hamburg.

Auch durch die zunehmende Schneelast auf den Dächern, denn durch den Regen werde der Schnee nasser und schwerer, wurde die Feuerwehr häufig gerufen. Solche Einsätze werde die Feuerwehrkräfte auch tagsüber noch beschäftigen, sagte der Sprecher.

In Sülldorf mussten die Kameraden zahlreiche Gullys frei legen, nachdem ein Auto durch Aquaplaning ins Schleudern geraten und gegen einen Laternenmast geprallt war.

In Hamburg-Sülldorf setzte das Tauwetter eine Straße unter Wasser. Ein Auto geriet ins Schleudern und krachte gegen einen Laternenmast.  © Lenthe-Medien

13. Januar, 7.44 Uhr: Vorsichtig rutschig! Deutscher Wetterdienst warnt vor Glätte und Nebel

Auch am Dienstag hat das Winterwetter den Norden weiterhin im Griff. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor glatten Straßen und schlechten Sichtbedingungen.

In Hamburg bestehe laut dem DWD weiterhin Glättegefahr. Durch den gefrierenden Regen kann es gebietsweise sehr glatt werden. Verkehrsteilnehmer werden gebeten ihr Verhalten im Straßenverkehr anzupassen.

Zusätzlich spricht der DWD eine Warnung vor Nebel aus. Gebietsweise trete Nebel mit Sichtweisen unter 150 Metern auf. Tagsüber soll der Nebel in Hamburg sogar noch stärker werden.

Achtung rutschig! In Hamburg ist laut dem DWD gefrierende Glätte und Nebel angesagt.  © Daniel Bockwoldt/dpa

13. Januar, 7.21 Uhr: Wegen Glätteunfällen: A1 war in der Nacht in beide Richtungen gesperrt

Vorsicht glatt! Seit Montagabend sei es laut Angaben der Polizei wegen der Wetterbedingungen im Süden von Schleswig-Holstein zu zwanzig Verkehrsunfällen gekommen, wobei sich drei Personen leicht verletzt haben.

Dagegen soll es in anderen Teilen von Schleswig-Holstein in der Nacht ruhig geblieben sein. Gerade auf der A1 kam es laut einer Sprecherin der Polizei zu mehreren Unfällen.

Auf der Autobahn habe es vermehrt Auffahrunfälle gegeben, unter anderem war auch ein Reisebus und ein LKW daran beteiligt. Deswegen war die A1 kurzzeitig in beide Richtungen gesperrt.

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