Schneechaos im Norden: Wetterdienst macht Hoffnung, aber Warnung für Nordseeküste

Hamburg - Der Wintereinbruch sorgt für Chaos in Hamburg und dem Umland! Schnee und Glätte haben zahlreiche Unfälle und Straßensperrungen verursacht sowie den Bahnverkehr zum Erliegen gebracht.

Schneechaos auf den Straßen in Norddeutschland. Auch der Bahnverkehr ist massiv betroffen.
Schneechaos auf den Straßen in Norddeutschland. Auch der Bahnverkehr ist massiv betroffen.  © Lars Penning/dpa

Wer zu Hause bleiben kann, der sollte das auch machen. Denn nicht nur zahlreiche Autofahrer geraten bei den Witterungsverhältnissen ins Schlingern. Auch der öffentliche Personennahverkehr geht in die Knie.

TAG24 berichtet im Liveticker über die Lage.

9. Januar, 21.48 Uhr: Wetterdienst rechnet nicht mehr mit viel Schneefall

Chaos auf der A1: Ein aufgrund der Witterung verunglückter Lkw hat am Freitagabend südlich von Hamburg für eine kurzzeitige Sperrung der Autobahn gesorgt.

Wie ein Reporter mit Verweis auf Polizeiangaben berichtete, habe der Fahrer die Kontrolle über seinen Lastwagen verloren, der daraufhin mit mehreren Leitplanken kollidiert und entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen gekommen sei.

Die A1 sei zwischen den Anschlussstellen Rade und Hollenstedt kurzzeitig gesperrt worden. Verletzt habe sich der Fahrer nicht.

Auf der A1 ist am Freitagabend ein Lkw aufgrund der Witterung verunglückt. Die Autobahn musste kurzzeitig gesperrt werden.
Auf der A1 ist am Freitagabend ein Lkw aufgrund der Witterung verunglückt. Die Autobahn musste kurzzeitig gesperrt werden.  © JOTO

9. Januar, 21.27 Uhr: Wetterdienst rechnet nicht mehr mit viel Schneefall

Gute Nachrichten vom Deutschen Wetterdienst: Der DWD rechnet nicht mehr mit viel Schneefall im Norden, wie Christian Paulmann, Meteorologe vom Dienst, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte.

Zwar könne es im Laufe des Samstags noch einzelne Schneeschauer geben, bezüglich der Schneemengen sei aber "nicht Großartiges mehr zu erwarten". Vor allem im Nordosten stünden allerdings Tage mit strengem Frost bevor.

Nach dem starken Schneefall am Freitag rechnet der Deutsche Wetterdienst für den Samstag nur noch mit einzelnen Schneeschauern.
Nach dem starken Schneefall am Freitag rechnet der Deutsche Wetterdienst für den Samstag nur noch mit einzelnen Schneeschauern.  © Christian Charisius/dpa

9. Januar, 20.52 Uhr: Busverkehr in und um Hannover komplett eingestellt

In der Stadt und Region Hannover ist der Busverkehr seit circa 19 Uhr komplett eingestellt. Das teilte das zuständige Verkehrsunternehmen ÜSTRA mit.

Zuvor hätten sich mehrere Busse festgefahren oder seien ins Rutschen geraten. Die Sicherheit der Fahrgäste könne dementsprechend nicht mehr gewährleistet werden.

9. Januar, 20.14 Uhr: Metronom-Züge sollen am Samstag wieder fahren

Für Freitag ist der Betrieb eingestellt, aber ab Samstagmorgen sollen die Metronom-Züge wieder fahren. Das teilte das Regionalbahnunternehmen am Abend mit.

Mit dem ersten Tageslicht sollen demnach auf allen Strecken Erkundungsfahrten durchgeführt werden - bei einem positiven Ergebnis werde der Betrieb ab circa 10 Uhr wieder aufgenommen.

Allerdings dürfte es sich dabei noch um einen eingeschränkten Betrieb handeln. Fahrgäste sollten sich vor Antritt der Fahrt in der elektronischen Fahrplanauskunft, auf der website oder per WhatsApp informieren.

Ab Samstagmorgen sollen die Metronom-Züge im Norden wieder fahren - wenn auch eingeschränkt.
Ab Samstagmorgen sollen die Metronom-Züge im Norden wieder fahren - wenn auch eingeschränkt.  © metronom Eisenbahngesellschaft mbH | © Florian Danker

9. Januar, 20.02 Uhr: Hamburger bei Glätte-Unfall schwer verletzt

Schlimmer Glätte-Unfall im Landkreis Stade: Am Freitag ist ein Lkw-Fahrer aus Hamburg auf der L123 mit seinem Sattelzug verunglückt und schwer verletzt worden.

Laut der Polizei wollte der 60-Jährige zwei Autos überholen, als er aufgrund der Witterung von der Fahrbahn abkam und mit seinem Lastwagen gegen einen Baum krachte. Dabei zog er sich schwere Verletzungen zu.

Der Lkw wurde völlig zerstört. Die Polizei schätzte den Gesamtschaden auf circa 30.000 Euro. Die L123 musste zeitweise voll gesperrt werden.

Ein Hamburger Lkw-Fahrer ist am Freitag bei einem Glätte-Unfall im Landkreis Stade schwer verletzt worden.
Ein Hamburger Lkw-Fahrer ist am Freitag bei einem Glätte-Unfall im Landkreis Stade schwer verletzt worden.  © Polizeiinspektion Stade

9. Januar, 19.55 Uhr: Betrieb in Bremen soll am Samstag wieder regulär laufen

In Bremen soll der Bus- und Straßenbahnbetrieb am Samstag wieder regulär aufgenommen werden. Das teilte die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) mit.

Aufgrund der anhaltenden prekären Wetterlage könne es aber weiterhin zu Einschränkungen im Bus- und Bahnverkehr kommen. Seit Freitagnachmittag seien bereits einige Buslinien wieder unterwegs, der Großteil sei jedoch nicht im Einsatz.

9. Januar, 19.43 Uhr: Sturmwarnung für die deutsche Nordseeküste

Für die deutsche Nordseeküste gibt es eine amtliche Sturmwarnung, herausgegeben vom Seewetterdienst Hamburg.

So müsse unter anderem an der Ostfriesischen Küste mit Ostwind der Stärke 8 und Böen mit Windstärke 10 gerechnet werden. In der Elbmündung seien Windstärke 7 bis 8 und Böen mit Windstärke 10 zu erwarten.

Ebenfalls betroffen seien das Seegebiet Helgoland (8/Böen von 10), die nordfriesische Küste (7 bis 8, Böen von 10) sowie die Elbe von Cuxhaven bis Hamburg (6 bis 7, Böen von 9)

Es gibt eine amtliche Sturmwarnung für die deutsche Nordseeküste. (Archivfoto)
Es gibt eine amtliche Sturmwarnung für die deutsche Nordseeküste. (Archivfoto)  © Bodo Marks/dpa

9. Januar, 18.37 Uhr: Stadtbahnverkehr in Hannover deutlich eingeschränkt

Auch in Hannover ist die Wetterlage weiterhin angespannt: Seit 17 Uhr fahren die Stadtbahnen nur noch im Tunnel und auf angrenzenden oberirdischen Abschnitten, wie das Verkehrsunternehmen ÜSTRA mitteilte.

Die Bahnen fahren demnach nur noch auf folgenden Abschnitten:

  • A-Strecke: Lortzingstraße – Stadionbrücke
  • B-Strecke: Dragonerstraße – Peiner Straße
  • C-Strecke: Königsworther Platz – Freundallee
  • D-Strecke: Hauptbahnhof – Glocksee

Die Busse seien im Stadtgebiet überwiegend noch unterwegs, allerdings nicht im Regelbetrieb. Im Umland sei der Stadtbahn- und Schnellbusverkehr weitgehend eingestellt.

Der Stadtbahnverkehr in Hannover ist aufgrund der Wetterlage seit Freitagnachmittag deutlich eingeschränkt. (Archivfoto)
Der Stadtbahnverkehr in Hannover ist aufgrund der Wetterlage seit Freitagnachmittag deutlich eingeschränkt. (Archivfoto)  © Julian Stratenschulte/dpa

9. Januar, 17.10 Uhr: Deutsche Bahn will Fernverkehr am Samstag wieder aufnehmen

Update von der Deutschen Bahn: Am Samstagmorgen soll der wegen des Schneechaos eingestellte Fernverkehr in Norddeutschland wieder schrittweise aufgenommen werden.

Trotzdem sei noch mit Einschränkungen und Zugausfällen zu rechnen, teilte das Unternehmen mit.

Die Deutsche Bahn will am Samstagmorgen den Fernverkehr in Norddeutschland wieder aufnehmen.
Die Deutsche Bahn will am Samstagmorgen den Fernverkehr in Norddeutschland wieder aufnehmen.  © Marcus Brandt/dpa

9. Januar, 16.38 Uhr: Deutscher Wetterdienst gibt leichte Entwarnung

Licht am Ende des Tunnels: Der Deutsche Wetterdienst hat seine Warnung vor starken Schneeverwehungen in Hamburg am Freitagnachmittag aufgehoben.

Immer noch aktiv sind allerdings die Warnungen vor Schneefall und Sturmböen.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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