Hitzeblog für den Norden: Feuerwehr verzeichnet Rekordzahlen, Gewitter überflutet Straßen

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Hamburg - Die Temperaturen in Deutschland klettern am Wochenende extrem in die Höhe. Auch Norddeutschland schwitzt. In unserem Blog halten wir Euch über aktuelle Entwicklungen zur Hitze im Norden auf dem Laufenden.

Am Wochenende herrschen im Norden Temperaturen von weit über 30 Grad.(Symbolfoto)
Am Wochenende herrschen im Norden Temperaturen von weit über 30 Grad.(Symbolfoto)  © Markus Scholz/dpa

Am Samstag herrschten in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern bereits am Vormittag Temperaturen über 30 Grad.

Doch mit den steigenden Temperaturen nimmt auch die Wahrscheinlichkeit für Unwetter zu. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sprach bereits eine Unwetterwarnung für Samstagabend in Hamburg aus.

Und auch am Sonntag könne es zu Schauern und Gewittern kommen, die Temperaturen werden jedoch ähnlich wie am Vortag erwartet.

Jetzt wird's heiß: Amtliche Warnung vor Hitze in Hamburg
Hamburg Wetter Jetzt wird's heiß: Amtliche Warnung vor Hitze in Hamburg

Welche Auswirkungen das Extrem-Wetter auf Veranstaltungen und Alltag im Norden hat, erfahrt Ihr in unserem TAG24-Blog.

27. Juni, 19.32 Uhr: Unwetter sorgt für überschwemmte Straßen und umgekippte Bäume

In einigen Regionen im Norden drohen nach der Hitze nun heftige Unwetter. Winsen (Luhe) im Landkreis Harburg hat es bereits am späten Samstagnachmittag erwischt. Ein heftiges Gewitter zog über die niedersächsische Kreisstadt und sorgte damit für teilweise überflutete Straßen.

Auch mehrere Keller sollen wegen des starken Regens unter Wasser gesetzt worden sein. Während des Gewitters stürzten zudem auch vereinzelt Bäume um. Für eine spürbare Abkühlung soll das Gewitter allerdings nicht gereicht haben. Die Luft blieb schwül, berichtete ein Reporter vor Ort.

Ein Gewitter fegte am Samstag über Winsen (Luhe) und überschwemmte Straßen.
Ein Gewitter fegte am Samstag über Winsen (Luhe) und überschwemmte Straßen.  © JOTO

27. Juni, 18.21 Uhr: Hamburgs Feuerwehr bekommt mehr Rettungswagen

Wegen der starken Auslastung unter anderem wegen hitzebedingter Einsätze stockt die Feuerwehr in Hamburg die Zahl ihrer Rettungswagen auf. Auch auf Rettungswagen von Hilfsorganisationen wie etwa des DRK oder des Arbeiter-Samariter-Bundes werde zurückgegriffen. Intern wurden zudem Ressourcen aus dem Bereich Brandschutz abgezogen und hierfür Freiwillige Feuerwehren eingebunden.

Die Feuerwehr verzeichnete bis zum späten Nachmittag schon mehr als 1000 Einsätze. Normalerweise habe man rund 1000 binnen 24 Stunden.

27. Juni, 15.55 Uhr: Bremen knackt Poolnudel-Rekord

Nicht nur der Wetterdienst meldet Rekorde. Auch Bremen verzeichnet seit Samstagmittag einen neuen Rekord: Im Horner Bad ist der eingetragene Rekord aus dem Guinness-Buch für die meisten gleichzeitig auf Poolnudeln treibenden Menschen geknackt worden!

Insgesamt 434 Teilnehmer ließen sich gleichzeitig mit ihren bunten Schwimmhilfen durch das Wasser treiben und überboten damit die bisherige Bestmarke aus den USA deutlich. Zu der Aktion unter dem Motto "Mission Poolnudel" wurde im Radio aufgerufen. Damit möglichst viele Bremer dabei sein konnten, war der Eintritt in das Freibad von 10 Uhr bis 13 Uhr sogar kostenlos. 

Im Horner Bad in Bremen ist am Samstag der eingetragene Rekord für die meisten gleichzeitig auf Poolnudeln treibenden Menschen geknackt worden.
Im Horner Bad in Bremen ist am Samstag der eingetragene Rekord für die meisten gleichzeitig auf Poolnudeln treibenden Menschen geknackt worden.  © Kai Moorschlatt/dpa

27. Juni, 15.50 Uhr: Trotz Hitze keine überfüllten Freibäder in Hamburg

Hamburg schwitzt. Doch trotz der Extrem-Temperaturen hält sich der Andrang auf Hamburgs Freibäder offenbar in Grenzen. Wie der Sprecher von Bäderland mitteilte, ist am heutigen Samstag zwar deutlich mehr los als noch in den vergangenen Tagen - von Rekordzahlen könne man jedoch nicht sprechen.

Zwar müssen Gäste bei einigen Bädern am Einlass gelegentlich etwas anstehen. Einen Einlassstopp habe es allerdings weder heute noch in der vergangenen Woche gegeben. 

27. Juni, 14.42 Uhr: Ostseestrände voll, Rettungsschwimmer gibt Tipps

Die hohen Temperaturen ziehen am Samstag viele Badegäste an die Ostsee. Der Strand sei "brechend voll", sagte gegen Mittag etwa Lukas Reuter von der DLRG-Ortsgruppe Haffkrug-Scharbeutz zu dpa. Statt Badenotfällen berichtete Reuter bislang eher von medizinischen Notfällen in Form von Kreislaufproblemen wegen der Hitze.

Der Rettungsschwimmer empfahl deshalb, langsam ins Wasser zu gehen und sich dabei schrittweise abzukühlen, um den Kreislauf nicht zu überfordern. Viel trinken sei ebenfalls wichtig. Außerdem appellierte er angesichts voller Strände an Eltern, dass sie auf ihre Kinder achten "und das Handy mal weglegen vielleicht". Ein paar Kinder habe man schon suchen müssen, aber auch wiedergefunden.

Zahlreiche Badegäste befinden sich am Samstag am Ostsee-Strand des Seebades auf der Insel Rügen.
Zahlreiche Badegäste befinden sich am Samstag am Ostsee-Strand des Seebades auf der Insel Rügen.  © Stefan Sauer/dpa

27. Juni, 10.47 Uhr: Erst Hitze - dann Gewitter, Starkregen und Hagel

Neben der Hitzewelle kommt auch ein Unwetter auf die Hansestadt zu. Der DWD warnt vor schwerem Gewitter im Zeitraum von: Samstag, 21 Uhr, bis Sonntag, 8 Uhr.

Diese starken Gewitter sollen ab Samstagabend über den Nordwesten von Deutschland ziehen. Dabei müssen die Norddeutschen mit Sturmböen bis zu 100 km/h rechnen. Vereinzelt kann es sogar auch Orkanböen bis 120 km/h geben.

Doch damit nicht genug: In Hamburg wird mit heftigem Starkregen um die 30 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit gerechnet. Punktuell können in wenigen Stunden auch um die 50 Liter pro Quadratmeter herunterkommen. Zusätzlich wird Hagel mit Korngrößen um die 4 Zentimeter vorhergesagt.

Neben der extremen Hitze müssen sich die Norddeutschen auch auf schwere Gewitter einstellen. (Symbolfoto)
Neben der extremen Hitze müssen sich die Norddeutschen auch auf schwere Gewitter einstellen. (Symbolfoto)  © Patrick Pleul/dpa

27. Juni, 10.09 Uhr: Amtliche Hitzewarnung gilt bis Sonntag

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Hamburg eine amtliche Warnung für extreme Hitze herausgegeben. Die Warnung gilt für den Zeitraum von Samstag, 11 Uhr bis Sonntag, 19 Uhr.

Sowohl am Samstag als auch am Sonntag soll es zu einer extremen Wärmebelastung in der Hansestadt kommen. Gerade im dichtbebauten Stadtgebiet ist in der Nacht mit einer zusätzlichen Belastung durch geringere Abkühlung zu rechnen.

Am Wochenende sollten sich die Hamburger am besten in kühlen Räumen oder im Schatten aufhalten. (Symbolbild)
Am Wochenende sollten sich die Hamburger am besten in kühlen Räumen oder im Schatten aufhalten. (Symbolbild)  © Marcus Brandt/dpa

27. Juni, 8.47 Uhr: DWD warnt vor extremer Wärme und Gewitter

Auch am Samstag ist mit keiner Abkühlung im Norden zu rechnen: Bis zu 38 Grad warm soll es im Raum Hamburg werden.

Neben den hohen Temperaturen macht der Deutsche Wetterdienst (DWD) auch auf eine erhöhte Gewittergefahr aufmerksam.

Ab Samstagnachmittag bestehe eine Unwettergefahr: Unter anderem durch heftigen Starkregen in kurzer Zeit (um die 30 Liter pro Quadratmeter). Außerdem soll es schwere Sturmböen, um die 100 km/h geben und es könne zu Hagelschauern kommen.

26. Juni, 21.37 Uhr: Fest von Hamburger Tierschutzverein findet trotz Hitze statt

Zahlreiche Absagen hat es aufgrund der Hitzewelle in den letzten Tagen bereits gegeben. Doch beim Hamburger Tierschutzverein sieht das Ganze anders aus. "Unser Tierschutzfest am 28. Juni 2026 wird trotz der höheren Temperaturen stattfinden", teilten die Veranstalter auf Instagram mit.

Was Teilnehmer erwartet? Eiscreme, Schatten, Erfrischungsgetränke und Hunde-Wasser-Parcours. Dennoch empfiehlt der Verein Hundebesitzern vorab zu prüfen, ob die Vierbeiner Zuhause oder bei Freunden kühler untergebracht wären.

26. Juni, 21.21 Uhr: Niedersachsens Gesundheitsminister spricht Warnung aus

Auch Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi (60, SPD) warnt vor den Gefahren des warmen Wetters. Er bitte alle Menschen, auf sich zu achten und zusätzliche Risiken wie Alkoholkonsum oder Sporteinheiten in der Mittagssonne zu vermeiden.

Zudem rief der Minister dazu auf, auch auf Obdachlose und andere Mitmenschen bei den Extrem-Temperaturen zu achten.

Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi (60, SPD) warnt vor der Hitze. (Archivfoto)
Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi (60, SPD) warnt vor der Hitze. (Archivfoto)  © Julian Stratenschulte/dpa

26. Juni, 19.25 Uhr: Fahrspur auf A7 wegen Hitzeschaden bis Montag gesperrt

Wegen der Hitzewelle hat die Autobahn GmbH Nord ihre Kontrollen auf den Autobahnen in Norddeutschland bereits verstärkt. Dass diese Maßnahme sinnvoll ist, zeigt sich nun auf der A7: Wegen eines Hitzeschadens in der Fahrbahn wurde ein Fahrstreifen im Süden Hamburgs gesperrt.

Der Hauptfahrstreifen in Richtung Norden kann in Höhe der Anschlussstelle Hamburg-Marmstorf auf 2,5 Kilometern daher nicht befahren werden. Auf der betroffenen Fahrbahn habe sich stellenweise die Asphaltdeckschicht abgelöst.

Die Sperrung werde voraussichtlich noch bis Montagnachmittag um 15.30 Uhr andauern. Die Ausfahrt Marmstorf sei ebenfalls gesperrt worden, die Auffahrt sei verkürzt, stehe aber weiter zur Verfügung. 

Hitzebedingte Straßenschäden auf der A7 Höhe Marmstorf in Fahrtrichtung Norden sind deutlich sichtbar.
Hitzebedingte Straßenschäden auf der A7 Höhe Marmstorf in Fahrtrichtung Norden sind deutlich sichtbar.  © Handout / Berlin/Autobahn GmbH/dpa

26. Juni, 17.35 Uhr: Tag der Wissenschaft in Bremen abgesagt

Eigentlich sollte am Wochenende Forschung in der Bremer City erlebbar werden. Doch die Sommerhitze macht dem Event nun einen Strich durch die Rechnung. Der Tag der Wissenschaft in Bremen wurde abgesagt.

"Trotz der umfangreichen Vorbereitungen tragen wir Verantwortung für die Sicherheit aller Besucherinnen und Besucher sowie der Ausstellenden. Deshalb haben wir uns entschieden, den Tag der Wissenschaft abzusagen", so Wissenschaftssenatorin Henrike Müller (Grüne) in einer Mitteilung.

Titelfoto: Fotomontage: Sebastian Kahnert/dpa, Markus Scholz/dpa

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