Hamburg - Die Temperaturen in Deutschland sollen am Wochenende extrem in die Höhe klettern. Auch Norddeutschland schwitzt. In unserem Blog halten wir Euch über aktuelle Entwicklungen zur Hitze im Norden auf dem Laufenden.
Wie eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mitteilte, wird der Höhepunkt in Hamburg und Umgebung am Samstag erreicht.
Es wird mit Temperaturen zwischen 33 und 38 Grad in Hamburg und Schleswig-Holstein sowie zwischen 36 und 39 Grad in Mecklenburg-Vorpommern gerechnet.
Doch mit den steigenden Temperaturen nimmt auch die Wahrscheinlichkeit für Unwetter zu. So kann es auch am Sonntag zu Schauern und Gewittern kommen, die Temperaturen sind jedoch ähnlich wie am Vortag.
Welche Auswirkungen das Extrem-Wetter auf Veranstaltungen und Alltag im Norden hat, erfahrt Ihr in unserem TAG24-Blog.
26. Juni, 11.44 Uhr: Autobahn GmbH intensiviert Streckenkontrollen
Wie die Autobahn GmbH Nord am Freitag mitteilte, werden die Streckenkontrollen aufgrund der Hitze intensiviert. Straßen und Brücken seien aufgrund der hohen Temperaturen besonderen Belastungen ausgesetzt.
Um Schäden frühzeitig zu erkennen und die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, sollen die Autobahnen im Zuständigkeitsbereich zweimal täglich überprüft werden - auch am Wochenende.
So sollen mögliche Verdrückungen, Aufwölbungen oder Ausbrüche der Fahrbahn, Rissbildungen und sonstige Veränderungen der Fahrbahndecke frühzeitig entdeckt und schnell behoben werden können.
26. Juni, 10.12 Uhr: DWD warnt vor "extremer Wärmebelastung"
Der DWD Hat am Freitag eine amtliche Warnung vor extremer Hitze für Hamburg herausgegeben. Die Warnung gilt für den Zeitraum Freitag, 11 Uhr bis Samstag, 19 Uhr.
Am Freitag wird demnach eine starke Wärmebelastung erwartet, am Samstag gar eine extreme Wärmebelastung. Vor allem im dicht bebauten Stadtgebiet ist aufgrund einer geringen nächtlichen Abkühlung mit einer zusätzlichen Belastung zu rechen.
26. Juni, 9.25 Uhr: Feuerwehr appelliert an die Bevölkerung
Angesichts der angesagten Temperaturen ruft die Hamburger Feuerwehr die Bevölkerung zu besonderer Vorsicht auf. Gleichzeitig warnen die Einsatzkräfte vor der Gefahr von Waldbränden.
Die Kameraden appellieren, auf offenes Feuer und Grillen in der Nähe trockener Vegetation zu verhindern und Zigaretten niemals achtlos wegzuwerfen. Zudem sollen Fahrzeuge nicht auf trockenen Wiesen oder Waldwegen abgestellt werden, weil heiße Fahrzeugteile einen Brand auslösen können.
Darüber hinaus gibt die Feuerwehr folgende Tipps bei hohen Temperaturen:
- ausreichend Wasser und andere alkoholfreie Getränke trinken - auch ohne Durstgefühl
- körperliche Anstrengungen vermeiden
- möglichst in schattigen oder klimatisierten Bereichen aufhalten
- leichte, helle Kleidung tragen und an ausreichend Sonnenschutz in Form von Kopfbedeckung und Sonnencreme denken
- Fenster tagsüber geschlossen halten und Räume verdunkeln
- niemals Kinder, hilfsbedürftige Personen oder Tiere in geparkten Fahrzeugen zurücklassen
- auf Warnsignale des Körpers hören. Bei Schwindel, Übelkeit, Erschöpfung, Kopfschmerzen oder Verwirrtheit an einen kühlen Ort begeben oder Hilfe suchen
- vor dem Baden langsam abkühlen und langsam ins Wasser gehen. Das Wasser bei Unwohlsein sofort verlassen
Darüber hinaus erinnert die Feuerwehr daran, dass in Hamburg verschiedene Möglichkeiten bestehen, um an heißen Tagen Abkühlung zu finden - unter anderem schattige Grünlagen, Trinkwasserbrunnen oder Refill-Stationen.
Die Angebote sind auf der digitalen Karte "kühle Orte" zu finden.
26. Juni, 6.57 Uhr: Fischmarkt öffnet wie gewohnt seine Pforten
Morgenstund hat Gold im Mund: Während viele Veranstaltungen am Wochenende aufgrund der Hitze bereits abgesagt wurden, öffnet der traditionelle Fischmarkt am Sonntag wie gewohnt von 5 Uhr bis 9.30 Uhr. Das erklärte ein Bezirksamt-Sprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Es werde damit gerechnet, dass fast alle der 140 Händler wie gewohnt da sein werden und frischen Fisch, Gemüse oder Pflanzen verkaufen werden.
Bis zu 50.000 Menschen besuchen jeden Sonntag den Fischmarkt an der Elbe.
25. Juni, 19.30 Uhr: Hamburg Harley-Days-Parade am Sonntag findet nicht statt
Biker aufgepasst: "Aufgrund der aktuellen Hitzewarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit prognostizierten Temperaturen von bis zu 38 °C wird die Harley-Parade in diesem Jahr nicht stattfinden", teilten die Veranstalter am Donnerstagnachmittag auf Instagram mit.
Der Grund: "Unter diesen Bedingungen kann die Parade aus Gründen des Gesundheitsschutzes nicht durchgeführt werden.
Auch die geführten Touren sind betroffen und finden in diesem Jahr nicht statt", heißt es weiter. Nach aktuellem Stand finden die Hamburg Harley Days abgesehen von der Parade am Sonntag und den Touren jedoch weiterhin wie geplant statt.
Das Biker-Event findet vom 26. bis 28. Juni 2026 auf dem Gelände am Großmarkt Hamburg statt.
25. Juni, 16.51 Uhr: Achtung, Waldbrandgefahr in Schleswig-Holstein
Neben Waldbrandgefahr in Hamburg warnen Experten nun auch vor Trockenheit in Schleswig-Holstein. Aktuell besteht dort bereits die zweithöchste Warnstufe für die Gefahr von Bränden auf Wiesen und in Wäldern, wie der Landesfeuerwehrverband mitteilte.
"Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen sorgen dafür, dass sich Brände auf Feldern, Wiesen oder in Wäldern sehr schnell ausbreiten können. Oft reichen schon kleine Unachtsamkeiten aus, um einen Brand auszulösen", appelliert Landesbrandmeister Jörg Nero nach Angaben von dpa.
Offenes Feuer in Waldnähe oder Zigaretten in der Natur sollten daher unbedingt vermieden werden.
25. Juni, 15.35 Uhr: Bäderland verändert Öffnungszeiten
Bei den Extrem-Temperaturen hilft vor allem eines: Abkühlung. Und genau die finden Wasserratten unter anderem im Freibad. Wegen der Hitze passt Bäderland an einigen Standorten die Öffnungszeiten an. Das Hamburger "Sommerfreibad Marienhöhe" hat Samstag und Sonntag von 11 bis 20 Uhr geöffnet - und damit eine Stunde länger als sonst.
Gleiches gilt für das "Sommerfreibad Osdorfer Born". Auch hier können Badefans am Samstag und Sonntag noch bis 20 Uhr und damit eine Stunde länger planschen.
25. Juni, 15.09 Uhr: Stadtpark Open Air in Hamburg passt Regeln an
Seit dem 16. Mai bietet des Stadtpark Open Air in Hamburg auch in diesem Jahr wieder einen bunten Mix an Konzerten. Doch auch vor dem Kult-Event macht die Hitzewelle keinen Halt. Für das bevorstehende Konzertwochenende wurden deshalb vorübergehend die Getränkeregeln angepasst.
Gäste der Konzerte von Angus and Julia Stone sowie der beiden ausverkauften Veranstaltungen "Der Norden singt" dürfen PET-Flaschen, Tetra Paks und eigene Trinkflaschen mit Deckel bis zu einem Fassungsvermögen von 0,5 Litern mit auf das Gelände bringen.
Die mitgebrachten Gefäße können dann immer wieder kostenlos aufgefüllt werden.