Heute vor 203 Jahren, am 10. Februar 1823 zog der erste "Zoch" ("Karnevalsumzug") am Rosenmontag unter dem Motto "Der Cölsche Held Carneval" bzw. "Die Thronbesteigung des Helden Carneval" durch die Domstadt Köln - der Beginn einer neuen Ära des Kölner Karnevals.
10. Februar 1823: Erster Kölner Rosenmontagszug
Am Rosenmontag, den 10. Februar 1823, fand in Köln erstmals ein organisierter Karnevalszug statt, um das zuvor oft ungeordnete Treiben in feste Bahnen zu lenken. Zur Erstausgabe des Kölner Rosenmontagszuges zogen 15 Gruppen rund um den Kölner Neumarkt.
Der Kölner Rosenmontagszug ist somit der älteste der großen deutschen Rosenmontagszüge.
Eine zentrale Figur des neuen, zwölf Paragrafen langen Reglements zum Umzug war der "Held Karneval", der später zum Prinzen wurde. Diese Identifikationsfigur verkörperte den karnevalistischen Geist ohne unlautere Triebe. Der Kaufmann und Kölnisch-Wasser-Hersteller Emanuel Zanoli (*1796, †1837) war der erste Held des Zuges.
Mit dem Beginn der Kölner Rosenmontagszüge wurde der Karneval romantisiert und verbürgerlicht.
Die Karnevalsumzüge am Rosenmontag geben auch ein aktuelles Stimmungsbild der Bevölkerung wieder, weil sie in typischer Narrenmanier gesellschaftliche und politische Themen anprangern. Der Kölner Rosenmontagszug ist Deutschlands größter Karnevalsumzug und bildet noch immer den Höhepunkt des Kölner Karnevals. Er steht jährlich unter einem anderen Motto.
In der Karnevalssession 2026 führt der Rosenmontagszug am 16. Februar 2026 ab 10 Uhr unter dem Motto "ALAAF - mer dun et för Kölle" bzw. "ALAAF - wir tun es für Köln" durch die Stadt.