Heute vor 32 Jahren: Dieses Eigentor hatte tödliche Folgen

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Heute vor 32 Jahren, am 2. Juli 1994, wurde der kolumbianische Fußballnationalspieler Andrés Escobar erschossen, nachdem ihm nur wenige Tage zuvor bei der Fußball-WM in den USA ein Eigentor unterlaufen war. Der Fall sorgte weltweit für Schlagzeilen.

Tragische Jubiläen und weitere Ereignisse gibt es hier: heute vor ... Jahren.

Musste Andrés Escobar wegen eines Eigentors sterben? (Aufnahme von 1990)
Musste Andrés Escobar wegen eines Eigentors sterben? (Aufnahme von 1990)  © Unbekannter Autor/Gemeinfreiheit/Wikimedia Commons

Vor der Weltmeisterschaft 1994 reiste Kolumbien mit großen Erwartungen in die USA. Immerhin hatte die Mannschaft in der Qualifikation mit starken Leistungen überrascht und unter anderem Argentinien deutlich besiegt. So wurde Kolumbien international als möglicher Geheimfavorit gehandelt.

Andrés Escobar gehörte damals zu den bekanntesten Spielern des Teams. Der Abwehrspieler von Atlético Nacional (aus Medellín) war für seine ruhige und faire Spielweise bekannt, galt als wichtige Führungspersönlichkeit der Nationalmannschaft und genoss in Kolumbien großes Ansehen.

Die Euphorie wurde jedoch bereits zu Beginn der Gruppenphase durch die Niederlage im Auftaktspiel gegen Rumänien am 18. Juni gedämpft.

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Vier Tage später, am 22. Juni, traf Kolumbien auf den Gastgeber USA. In der ersten Halbzeit wollte Escobar eine Hereingabe klären, lenkte den Ball dabei jedoch unglücklich ins eigene Tor. Am Ende verlor Kolumbien auch diese Partie mit 1:2 und schied kurze Zeit später in der Vorrunde aus.

Wenige Tage nach dem Eigentor fallen Schüsse

Entgegen aller Warnungen kehrte Escobar nach Kolumbien zurück - das Leben müsse schließlich weitergehen.

Am 2. Juli 1994 besuchte der Fußballer eine Bar in seiner Heimatstadt Medellín, wo ihn einige Männer wegen des Eigentors belästigten. Kurz darauf wurde Andrés Escobar nach einem Streit erschossen.

Der verantwortliche Täter arbeitete für mächtige Drogenbosse. Daher berichteten Medien damals über mögliche Zusammenhänge zwischen dem Verbrechen, dem angespannten Klima in Kolumbien und hohen Geldsummen im Umfeld illegaler Sportwetten. Immerhin soll viel Geld auf die kolumbianischen WM-Spiele gesetzt und durch das frühe Aus verloren worden sein.

Viele Hintergründe sind allerdings bis heute nicht vollständig geklärt.

Der Mord an Andrés Escobar erschütterte ganz Kolumbien. Sein Schicksal steht bis heute für den enormen Druck im Profisport - und für eine Tragödie, die weit über den Fußball hinausging.

Zu seiner Beerdigung kamen rund 120.000 Menschen. Noch immer erinnern Fans, Stadien und eine Statue in Medellín an den Nationalspieler, der nur 27 Jahre alt wurde.

Titelfoto: Unbekannter Autor/Gemeinfreiheit/Wikimedia Commons

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