Heute vor 75 Jahren: Eine Busfahrt endete im Reschensee – nur eine Frau überlebte

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Der Reschensee ist vor allem wegen seines versunkenen Kirchturms bekannt. Doch nur wenige kennen die Tragödie, die sich heute vor 75 Jahren, am 13. August 1951, ereignete: Ein Linienbus stürzte in den See, 22 Menschen verloren ihr Leben, darunter auch mehrere Kinder. Bis heute ist ungeklärt, warum das Fahrzeug von der Straße abkam.

Was heute vor ... Jahren noch passiert ist, liest Du im TAG24 Kalenderblatt.

Denkmal für die Opfer des Busunglückes im Reschensee am 13. August 1951 sowie weitere Unglücksopfer in späteren Jahren.
Denkmal für die Opfer des Busunglückes im Reschensee am 13. August 1951 sowie weitere Unglücksopfer in späteren Jahren.  © Fotomontage: Arthur McGill/CC BY-SA 4.0/Wikimedia Commons, 123rf/mrkit99

Ein Linienbus der Südtiroler Automobildienst AG (SAD) fuhr am besagten 13. August 1951 auf der Staatsstraße am Ufer des Reschensees (Südtirol, Italien) entlang. Nur wenige hundert Meter vor dem Dorf Graun im Vinschgau kam er von der Fahrbahn ab und stürzte ins Wasser. Innerhalb kurzer Zeit versank der Bus.

Augenzeugen eilten sofort zur Unglücksstelle, doch für die meisten Fahrgäste kam jede Hilfe zu spät. Sie konnten sich nicht mehr aus dem schnell sinkenden Fahrzeug befreien.

Die Bergung des Busses und der Opfer gestaltete sich unter den damaligen Bedingungen äußerst schwierig und dauerte mehrere Tage. Nach Angaben eines beteiligten Tauchers wurde der Unglücksbus in rund zwölf Metern Tiefe entdeckt.

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Von den 23 Menschen an Bord starben 22, darunter mindestens fünf Kinder. Nur eine 23-jährige Frau überlebte den Unfall.

Warum der Bus in den Reschensee stürzte, bleibt bis heute offen

Bis heute lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, weshalb der Linienbus von der Straße abkam.

Nach den damaligen Ermittlungen konnte keine eindeutige Ursache festgestellt werden. In historischen Berichten werden verschiedene Möglichkeiten erwähnt, jedoch ohne abschließenden Beweis:

  • ein technischer Defekt am Fahrzeug,
  • ein Fahrfehler,
  • ein medizinischer Notfall des Fahrers,
  • oder andere unvorhersehbare Umstände.

Keine dieser Hypothesen konnte letztlich bestätigt werden. Deshalb spricht man bis heute von einer ungeklärten Unfallursache.

Besonders tragisch: Der Unfall ereignete sich nur rund ein Jahr nach der Flutung des alten Dorfes Graun. Der Reschensee, der für viele Bewohner bereits mit dem Verlust ihrer Heimat verbunden war, wurde damit erneut zum Ort eines schweren Schicksalsschlags.

Heute ist der Reschensee weltweit für den aus dem Wasser ragenden Kirchturm von Alt-Graun bekannt. Weniger präsent ist dagegen, dass sich dort nur kurze Zeit nach der Überflutung des alten Dorfes das Busunglück ereignete. Jedoch erinnert ein Gedenkstein an die 22 Todesopfer.

Titelfoto: Fotomontage: Arthur McGill/CC BY-SA 4.0/Wikimedia Commons, 123rf/mrkit99

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