Heute vor 28 Jahren: Ein verschütteter Bergmann wird nach neun Tagen lebend gerettet

Ein Bergmann, neun Tage unter Tage und eine Rettungsaktion, die heute vor 28 Jahren, am 26. Juli 1998, weltweit für Aufmerksamkeit sorgte: die Geschichte von Georg Hainzl und dem Grubenunglück von Lassing.

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Das Grubenunglück von Lassing 1998.  © Screenshot/YouTube/ORF Kontext

Am 17. Juli 1998 kam es im Talkbergwerk Lassing in der Steiermark (Österreich) zu einem schweren Unfall. Ein Wasser- und Schlammeinbruch verschüttete einen Bereich der Anlage und schloss den Bergmann Georg Hainzl unter Tage ein. Ein Haus, das sich über dem Stollen befand, versank im Krater.

Der damals 24-Jährige befand sich in einem abgetrennten Bereich des Bergwerks. Nach dem Unglück bestand zunächst noch Kontakt zu ihm. Rettungskräfte arbeiteten daran, seinen Aufenthaltsort zu erreichen und eine Bergung zu ermöglichen.

Die Bedingungen im Bergwerk waren jedoch schwierig: Instabile Bereiche sowie weitere Einbrüche erschwerten die Arbeiten. Dabei wurden neun weitere Bergleute sowie ein Geologe, die Hainzl eigentlich zur Rettung kamen, verschüttet. Für sie kam am Ende jedoch jede Hilfe zu spät.

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Die Suche nach Georg Hainzl wurde trotzdem fortgesetzt. Die Einsatzkräfte nutzten unter anderem Bohrungen, um den eingeschlossenen Bergmann zu lokalisieren und sich Zugang zu ihm zu verschaffen.

Am 26. Juli 1998, neun Tage nach dem Grubenunglück, konnte Georg Hainzl lebend und weitestgehend gesund geborgen werden.

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Wie konnte Georg Hainzl neun Tage unter Tage überleben?

Dass der junge Mann nach neun Tagen aus dem verschütteten Bereich des Talkbergwerks Lassing lebend geborgen werden konnte, war auf mehrere zusammenwirkende Faktoren zurückzuführen. Unter anderem befand er sich nicht vollständig unter den eingedrungenen Massen, sondern in einem begrenzten Hohlraum, der ihm Schutz und einen Bereich zum Überleben bot.

Auch die Bedingungen im Bergwerk spielten eine wichtige Rolle. Die hohe Luftfeuchtigkeit unter Tage verringerte den Flüssigkeitsverlust des Körpers, während offenbar ausreichend Atemluft vorhanden war. Dadurch konnte Hainzl die Zeit bis zur Rettung überstehen.

Während der neun Tage war er ohne reguläre Versorgung auf sich allein gestellt. Nach eigenen Angaben versuchte er, ruhig zu bleiben und seine Kräfte einzuteilen.

Schließlich ermöglichte die Kombination aus dem geschützten Aufenthaltsort, den besonderen Bedingungen im Bergwerk sowie seiner körperlichen Verfassung die Rettung am 26. Juli 1998.

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Das Ereignis wurde anschließend umfassend aufgearbeitet und führte zu Diskussionen über Sicherheitsmaßnahmen und Rettungsabläufe im Bergbau.

Das Grubenunglück von Lassing bleibt bis heute mit zwei Seiten verbunden: mit der erfolgreichen Rettung von Georg Hainzl nach neun Tagen, aber auch mit der Erinnerung an die zehn Menschen, die bei dem Unglück ihr Leben verloren.

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