Heute vor 33 Jahren: Diese Vision verbindet Menschen weltweit noch heute

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Heute vor 33 Jahren, am 30. April 1993, wurde das World Wide Web für die Öffentlichkeit freigegeben - ein entscheidender Meilenstein für die digitale Kommunikation und den weltweiten Zugang zu Informationen.

Welche Ereignisse und technischen Fortschritte sich außerdem jähren, erfährst Du unter: heute vor … Jahren.

Heute vor 33 Jahren wurde das World Wide Web für die Öffentlichkeit frei zugänglich.
Heute vor 33 Jahren wurde das World Wide Web für die Öffentlichkeit frei zugänglich.  © Wikimedia Commons/CC-BY-SA-4.0/Bartholomeus Thoth

Oft wird das WWW irrtümlicherweise mit dem Internet gleichgesetzt. Allerdings ist es nur eine mögliche Anwendung davon. Das Internet selbst gab es außerdem bereits etwa zwei Jahrzehnte vorher.

Das World Wide Web (WWW) - auf Deutsch etwa weltweites Netz - ist dagegen ein System aus elektronischen Dokumenten, die man über das Internet abrufen kann.

Diese Webseiten werden in HTML - einer maschinenlesbaren Auszeichnungssprache - geschrieben und durch Hyperlinks miteinander verknüpft.

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Entwickelt wurde das WWW im europäischen Kernforschungszentrum CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) in Genf vom britischen Informatiker Tim Berners-Lee.

Sein Ziel: Die Massen an Informationen und Daten am CERN - darunter nicht nur Text, sondern auch Bilder, Videos und Audio - übersichtlich sortieren und vernetzen.

Der Entwurf

Im März 1989 veröffentlichte Berners-Lee ein Paper über ein digitales Informationsnetz zu genau diesem Zweck. Darin beschrieb er einen universellen Hypertext, bei dem Dokumente mithilfe von Links vernetzt sind.

Ein solches plattformübergreifendes Netz an Daten war damals kaum vorstellbar - bis dahin existierten nur isolierte Online-Dienste.

Sein erster Entwurf trug noch den Namen "Mesh" (also englisch für Geflecht). Weitere Namensvorschläge waren "Mine of Information" oder "The Information Mine", die er jedoch ebenfalls verwarf - unter anderem, weil ihm die Abkürzungen MOI und TIM zu egozentrisch schienen.

Stattdessen entschied sich der Informatiker dann für World Wide Web - basierend auf World Wide Wireless, dem System zur Telekommunikation.

Von der Idee zum Erfolg

Erste Nutzer griffen zunächst mit dem ViolaWWW Browser zu, schnell gefolgt vom Mosaic Browser, dann Netscape und Internet Explorer. Der Erfolg war rasant: 1995 nutzten bereits etwa 16 Millionen Menschen das Web.

Für seine Leistung erhielt Tim Berners-Lee zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter den Ritterstand durch Königin Elisabeth II. und die Aufnahme in den "Order of Merit".

Jahrzehnte später beobachtet der Informatiker die Entwicklung seiner Erfindung aber auch mit Besorgnis: Unter anderem beunruhigen ihn Themen wie Missbrauch von Daten, Desinformationen, Hassrede und Zensur.

Titelfoto: Wikimedia Commons/CC-BY-SA-4.0/Bartholomeus Thoth

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