Heute vor 78 Jahren: Was wäre die Welt heute ohne sie?

Heute vor 78 Jahren, am 7. April 1948, wurde mit der WHO die erste Organisation gegründet, die Gesundheit als Menschenrecht sieht.

Was sich ebenfalls jährt, erfährst Du unter: heute vor … Jahren.

Was ist die WHO?

Heute vor 78 Jahren wurde die Weltgesundheitsorganisation gegründet. (Symbolbild)  © Wikimedia Commons/CC-BY-SA-2.0/United States Mission Geneva

Die World Health Organisation (WHO, deutsch Weltgesundheitsorganisation) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UN oder UNO).

Sie wurde am 7. April 1948 gegründet und hat ihren Sitz in Genf. Mit dem Austritt von Argentinien im Februar 2026 zählt sie 193 Mitgliedsstaaten. Geleitet wird sie von Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Das Konzept basiert auf der Health Organisation des Völkerbundes von 1920. 1945 wurde bei der UN-Gründungskonferenz in San Francisco erstmals konkret über eine neue, globale Organisation diskutiert. Am 22. Juli 1946 verabschiedeten 61 Staaten die neue WHO-Verfassung in New York. Knapp zwei Jahre später trat sie in Kraft.

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Ihr Ziel: die Bekämpfung von Krankheiten und der höchstmögliche Gesundheitsstandard für alle Menschen. Gesundheit bedeutet laut der WHO nicht nur die Abwesenheit von Krankheit, sondern generell auch komplettes physisches, geistiges und soziales Wohlbefinden.

Dafür koordinieren und vernetzen sich die Mitgliedsstaaten, unterstützen sich gegenseitig und tauschen sowohl fachliche als technische Expertise untereinander aus.

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Erfolge und Herausforderungen

Die WHO koordiniert internationale Hilfe, fördert Forschung und leistet Soforthilfe bei Epidemien und Pandemien.

Als einer der größten historischen Erfolge gelang 1980 die weltweite Ausrottung der Pocken. Impfprogramme retten jährlich Millionen Menschenleben. So steht auch Polio (Kinderlähmung) kurz vor der Ausrottung. Selbst im Kampf gegen HIV spielt die Organisation eine zentrale Rolle.

In allen europäischen und zentralasiatischen Mitgliedsstaaten ist die durchschnittliche Lebenserwartung seit der Gründung um 16 Jahre gestiegen.

Es gibt jedoch auch Rückschläge: Malaria bleibt weiterhin eine Herausforderung - trotz Fortschritten beim Impfstoff.

Finanziell ist die WHO heute zu fast 80 Prozent auf meist private Spenden angewiesen. Mitgliedsbeiträge machen dagegen nur einen kleinen Teil der Finanzierung aus.

Politisch geriet sie zuletzt ebenfalls unter Druck: Nach einem gescheiterten Austrittsversuch 2021 kündigte Donald Trump im Januar 2025 erneut den Austritt der USA für 2026 an. Argentinien trat 2026 offiziell aus.

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Ausblick

Neben Infektionskrankheiten sollen zunehmend auch nicht-ansteckende Erkrankungen wie Diabetes oder neurologische Leiden sowie langfristige Gesundheitsrisiken in den Fokus rücken.

Daher ist die Organisation noch heute so bedeutend wie bei ihrer Gründung. Sie bemüht sich auch weiterhin, Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung zu verbessern und für alle möglich zu machen.

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