Heute vor 83 Jahren: So tragisch endet die Verhaftung der Geschwister Scholl
Die Widerstandsgruppe "Weiße Rose" ist für immer verbunden mit den Namen Sophie (1921-1943) und Hans Scholl (1918-1943). Die Geschwister kämpften mit ihren Freunden gegen das NS-Regime und bezahlten dafür mit ihrem jungen Leben. Am 18. Februar 1943 sollte sich ihr Schicksal entscheiden.
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Wie auch Hans Scholl schrieb sich Sophie an der Münchner Universität ein, um dort zu studieren. Als sie den Freundeskreis ihres großen Bruders kennenlernte, kam auch sie mit verbotenen Schriften in Berührung und diskutierte mit den Freunden, wie man Widerstand gegen Hitler leisten könne.
Die Flugblätter der Weißen Rose
1942 werden Hans Scholl und seine Freunde an die Ostfront eingezogen. Als sie im Herbst zurückkehren ist Sophie fester Bestandteil der Widerstandsgruppe und hilft bei der Erstellung und Vervielfältigung der mahnenden Flugblätter. Über München hinaus bringt sie sogar 2000 Flugblätter nach Augsburg.
Am 18. Februar vor 83 Jahren verteilten die Geschwister Scholl am helllichten Tag an der Münchner Uni Flugblätter. Der Hausmeister der Universität erwischt die beiden und sie werden sofort von der Gestapo in Gewahrsam genommen.
Hinrichtung der Geschwister Scholl 1943
Sophie Scholl und ihr Bruder Hans Scholl kritisierten auf Flugblättern das Unrecht des NS-Regimes, den sinnlosen Krieg und die Ermordung ihrer jüdischen Mitbürger. Nach ihrer Verhaftung versucht Hans Scholl die alleinige Schuld auf sich zu nehmen, um alle anderen Widerstandskämpfer der Weißen Rose zu schützen.
Im Vernehmungsprotokoll der Gestapo lässt findet sich diese Aussage Sophie Scholls: „Ich bin nach wie vor der Meinung, das Beste getan zu haben, was ich gerade jetzt für mein Volk tun konnte. Ich bereue deshalb meine Handlungsweise nicht und will die Folgen auf mich nehmen.“
In München verkündet Hitlers Blutrichter Roland Freisler vor dem Volksgerichtshof die Bestrafung mit dem Tode wegen Hochverrats. Die Geschwister Scholl dürfen noch einmal kurz ihre Eltern sehen, bevor sie fünf Tage nach ihrer Verhaftung sterben.
Am 22. Februar wurden die 21-jährige Sophie Scholl und der 24-jährige Hans Scholl durch das Fallball hingerichtet. Auch die Mitstreiter Christoph Probst, Willi Graf, Alexander Schmorell und Kurt Huber ereilte das gleiche Schicksal.
Titelfoto: -/dpa
