Heute vor 47 Jahren: Die Geburtsstunde der Weltklimakonferenz
Heute vor 47 Jahren, am 12. Februar 1979, fand in Genf die erste Weltklimakonferenz statt. Steigende CO₂-Emissionen gaben schon vor knapp einem halben Jahrhundert großen Anlass zur Sorge.
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Ein Wendepunkt für die globale Klimapolitik
Die Idee einer Konferenz, die sich mit dem menschengemachten Klimawandel befassen sollte, stieß anfänglich nicht auf viele offene Ohren. Doch einige Wissenschaftler erkannten, dass die Erwärmung des Klimas im vollen Gange war und es dringend eines internationalen Austausches bedurfte.
Doch Ideen und Wissen allein nützen nicht viel, wenn sich daraus kein gemeinsames abgestimmtes Handeln ergibt. Internationale Experten aus mehr als 50 Nationen diskutierten über das steigende Kohlendioxid in der Atmosphäre und die Rolle, die der Mensch dabei spielt.
Wetterextreme wie Überflutungen und Dürren häuften sich. Ziel dieses Treffens war es, den Stand der Klimaforschung zusammenzutragen und die langfristigen Folgen dieser Klimaveränderung deutlich zu machen.
Infolge dieser ersten Weltklimakonferenz wurde das Weltklimaprogramm gegründet. Es wurde immer deutlicher, dass der Klimawandel ohne internationale Absprachen nicht zu bekämpfen ist und, dass diese Thema unbedingt einen festen Platz im politischen Diskurs brauchte.
Warum fand die Konferenz in Genf statt? Dort war der Sitz der UNO-Weltklimaorganisation WMO.
Ein Ergebnis der Konferenz von 1979 war die Forderung nach einem weltweit koordinierten Klimaforschungsprogramm. Die Konferenz in Genf machte deutlich, dass der Klimawandel ein globales Problem ist.
Es bedarf des politischen Drucks, damit Nationen ins Handeln kommen. Die Konferenzen kümmern sich neben gemeinsamen Absprachen zu Klimazielen auch um die Finanzierungsoptionen für ärmere Länder.
Bis heute treffen sich die 197 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen zur UN-Weltklimakonferenz. Die letzte Konferenz im Jahr 2025 fand in Belém in Brasilien statt.
Titelfoto: Alberto Saiz/AP/dpa
