Odenwald - Ein 30-jähriger Mann lag tot in seinem Auto: Nach dem Leichenfund im südhessischen Odenwald ermittelt die Polizei wegen eines Tötungsdelikts. Fünf Männer wurden als Tatverdächtige festgenommen, vier davon in Spanien.
Ein 24-jähriger Verdächtiger wurden bereits einen Tag nach dem Fund des Toten am 9. Dezember am Rand der Odenwald-Gemeinde Höchst in benachbarten Breuberg festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft, wie das Polizeipräsidium Südhessen und die Staatsanwaltschaft Darmstadt am Dienstag gemeinsam mitteilten.
Vier weitere Verdächtige im Alter von 29 bis 35 Jahren gerieten in der Folge durch die Auswertung von Spuren in den Fokus der Fahnder.
Zugleich stieß die Polizei auf Hinweise, dass "sich die vier mutmaßlichen Mittäter nach Spanien abgesetzt haben könnten", wie ein Sprecher erklärte.
"Die Staatsanwaltschaft Darmstadt erwirkte daraufhin europaweite Haftbefehle, die nun vollstreckt wurden", hieß es weiter.
Leichenfund im Odenwald: Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an
Zielfahnder lokalisierten die Gesuchten in der Stadt Girona im Nordosten Spaniens sowie in der nicht weit davon entfernten Gemeinde Vidreres und in der Küstenstadt Lloret de Mar südöstlich von Vidreres. Alle vier Männer wurden festgenommen.
Zwei der Verdächtigen seien bereits am 11. März nach Deutschland überstellt worden und säßen nun ebenfalls in U-Haft.
Zwei weitere Männer befänden sich noch in Spanien, gegen diese "werden Auslieferungsverfahren betrieben", betonte der Sprecher.
Zu den Hintergründen, dem Ablauf und dem Tatmotiv hinter dem Leichenfund im Odenwald dauern die Ermittlungen weiter an.