Brutaler Mord mit Baseballschläger: Neue Beweise belasten Profiboxerin!

Bern - Erdrückende Beweislast! 19-mal soll Boxerin Viviane Obenauf (35) mit einem Baseballschläger auf ihren Ehemann Thomas F. (†61) eingeschlagen haben. Vor Gericht stellte die Staatsanwaltschaft nun neue Beweise vor, die ein erschreckendes Bild zeichnen.

Hat Profiboxerin Viviane Obenauf (35, r.) ihren Ehemann ermordet?
Hat Profiboxerin Viviane Obenauf (35, r.) ihren Ehemann ermordet?  © EPA/GIAN EHRENZELLER +++(c) dpa

Die 35-Jährige wurde im November 2020 als Hauptverdächtige im Mordfall des schweizerischen Restaurantbesitzers verhaftet und befindet sich seitdem in Gewahrsam.

Die Staatsanwaltschaft brachte nun während einer Kautionsanhörung zahlreiche neue Beweise hervor, um die Freilassung der WBA-Titelträgerin zu verhindern, wie der Daily Star berichtete.

Demnach soll Obenauf die einzige Person gewesen sein, die einen Zweitschlüssel für die Wohnung des Mordopfers besaß, und es konnten keine Einbruchsspuren an Türen oder Fenstern entdeckt werden.

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Außerdem gab die Angeklagte an, zum Zeitpunkt der Tat in ihrem eigenen Zuhause Filme geschaut zu haben, doch ihr Mechaniker sagte aus, dass er den roten Chevrolet Camaro der ehemaligen Profisportlerin vor dem Apartment ihres Ehemannes gesehen und erkannt hätte.

Der zehnjährige Sohn der Brasilianerin offenbarte weiterhin, dass der blutige Baseballschläger, der neben der Leiche des 61-jährigen Mordopfers gefunden wurde, seiner Mutter gehört habe.

Dazu entdeckten forensische Wissenschaftler Obenaufs DNA auf dem Handy und der Trainingsjacke des Opfers. Das Mobiltelefon wurde nach der Tat zerstört, das Kleidungsstück in einem Müllcontainer entsorgt.

Ex-Profiboxerin Viviane Obenauf streitet die Vorwürfe ab

Viviane Obenauf (35, l.) soll ihren Ehemann Thomas F. (†61) mit einem Baseballschläger zu Tode geprügelt haben.
Viviane Obenauf (35, l.) soll ihren Ehemann Thomas F. (†61) mit einem Baseballschläger zu Tode geprügelt haben.  © Screenshot/Twitter/BSO

Die Ermittler wiesen auch Blutspuren des Ehemannes auf den Schuhen der Verdächtigen nach.

Obenauf stritt die Vorwürfe bislang ab und beantragte eine Freilassung auf Kaution, doch dieser Bitte kam der Richter nicht nach, da die Fluchtgefahr zu groß sei.

Die Staatsanwaltschaft argumentierte, dass die in Rio de Janeiro geborene Angeklagte sich in ihr Heimatland absetzen und dort von der Bildfläche verschwinden könnte. Zwischen der Schweiz und Brasilien existiert zudem kein Auslieferungsabkommen.

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Daher wird die Boxerin, die sich 2018 den internationalen Super-Federgewichts-Titel der World Boxing Association holte, bis zu einem eventuellen Prozessbeginn in Untersuchungshaft bleiben. Noch wurde allerdings keine Anklage erhoben.

Sollte Obenauf von der Justiz schuldig gesprochen werden, erwarten sie über zehn Jahre im Gefängnis.

Titelfoto: Bildmontage: EPA/GIAN EHRENZELLER +++(c) dpa, Screenshot/Twitter/BSO

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