Er soll einem Kind (2) die Eltern genommen haben: 22-Jähriger im Gefängnis, Motiv sorgt für Rätsel

Von Mirjam Uhrich

Bremen - Nach dem Tod eines Ehepaares in Bremen sitzt der Verdächtige in Untersuchungshaft. Der 22-Jährige wurde mit schwersten Verletzungen aufgefunden.

Nach einem längeren Aufenthalt in einer Klinik kam der 22-Jährige in die JVA Bremen.  © Focke Strangmann/dpa

Sein Gesundheitszustand ist laut Staatsanwaltschaft inzwischen so stabil, dass er aus der Klinik entlassen und ins Gefängnis verlegt werden konnte. Die Ermittler werfen dem 22-Jährigen zweifachen Totschlag vor.

Der junge Mann steht unter Verdacht, Ende Juni seine Nachbarn mit einer selbst gebastelten Stichwaffe im Stadtteil Vegesack umgebracht zu haben.

Einsatzkräfte fanden einen 40-Jährigen mit tödlichen Stich- und Schnittverletzungen auf dem Gehweg. Seine 35 Jahre alte Frau lag tot im Keller eines Mehrparteienhauses in der Nähe.

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Dort wohnte das Ehepaar; auch der Verdächtige hatte eine Wohnung in dem Haus.

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Verdächtiger wurde im Maisfeld gefunden

Ermittler entdeckten den Tatverdächtigen mit lebensgefährlichen Verletzungen in einem Maisfeld in Schwanewede.  © Kai Moorschlatt/dpa

Das Paar hatte ein zwei Jahre altes Kind. Es war zum Zeitpunkt der Tat in der Wohnung und blieb unverletzt. Die Großeltern väterlicherseits kümmern sich um das Kind.

Warum der 22-Jährige auf das Ehepaar losgegangen sein soll, bleibt ein Rätsel. Der Verdächtige verweigere weiterhin jede Aussage, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Spezialkräfte hatten den Mann wenige Tage nach der Tat mit lebensgefährlichen Verletzungen in einem Maisfeld im niedersächsischen Schwanewede gefunden und reanimiert.

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Nach Angaben der Ermittler gibt es bislang keine Hinweise auf eine psychiatrische Störung.

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