Mann flieht vor Polizei und rast mit Auto auf Beamten zu: Versuchter Mord?

Frankfurt am Main - Wegen des Verdachts des versuchten Mordes sitz ein 35-jähriger Mann in Untersuchungshaft: Um ein Haar hätte er einen Polizisten mit einem Auto überfahren!

Eine Verfolgungsjagd der Polizei führte kürzlich von der A661 bis hinein in das Frankfurter Stadtgebiet. (Symbolfoto)  © Carsten Rehder/dpa

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in Frankfurt am Main, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Frankfurt am Freitag gemeinsam mitteilten.

Demnach fuhr der deutsche Staatsangehörige mit einem Auto auf der A661. Nahe der Ausfahrt Frankfurt-Ost wollte eine Streifenwagen-Besatzung den Fahrer und den Wagen kontrollieren. Der 35-Jährige habe die Anhaltesignale aber ignoriert und sei mit enormer Geschwindigkeit geflohen, erklärte ein Sprecher.

Damit begann eine Verfolgungsjagd, die von der A661 bis hinein in das Frankfurter Stadtgebiet ging: Auf Höhe der Friedberger Landstraße verließ der 35-Jährige die Autobahn und fuhr - inzwischen von drei Polizeiautos verfolgt - in Richtung Stadtmitte.

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Bei der rasanten Flucht durch Frankfurt soll der Autofahrer mehrere rote Ampeln überfahren haben. Ebenso habe er "seine Geschwindigkeit in einer 30er-Zone auf bis zu 120 Kilometer die Stunde erhöht" und ein Polizeiauto gerammt, hieß es weiter.

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Polizist rettet sich durch Sprung in letzter Sekunde vor Auto

Es gelang der Frankfurter Polizei, den Flüchtigen und sein Auto zu stoppen, doch dann eskalierte die Situation. (Symbolfoto)  © Montage: TAG24, Boris Roessler/dpa

In der Homburger Landstraße gelang es der Polizei, den Flüchtigen zu stoppen, doch damit war die Jagd noch nicht vorbei: Der 35-Jährige habe mit seinem Auto "einen weiteren Streifenwagen frontal gerammt".

Im Anschluss sei er durch eine Lücke zwischen den Polizeiautos geflohen. Dabei soll der Mann mit hoher Geschwindigkeit auf einen Polizisten zugefahren sein. Nur durch "das sofortige Reagieren und Zurückspringen" habe sich der Beamten retten können.

Es gelang dem Fahrer, mit seinem demolierten Wagen zu entkommen, doch das rettete ihn nicht: "Der Tatverdächtige konnte wenige Zeit später an seiner Wohnanschrift in Neu-Isenburg festgenommen werden", ergänzte der Sprecher.

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Am Donnerstag sei der 35-Jährige einem Ermittlungsrichter am Frankfurter Amtsgericht vorgeführt worden. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes "in Tateinheit mit versuchter gefährlicher Körperverletzung, gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs, tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte und Fahren ohne Fahrerlaubnis".

Die Ermittlungen gegen den Mann dauern an. Hierzu sucht die Polizei Zeugen, welche die Flucht des Autofahrers beobachtet und eventuell auch Aufnahmen mit einem Smartphone gemacht haben. Die Frankfurter Kriminalpolizei ist unter der Telefonnummer 06975551199 erreichbar.

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