Mann mit mehr als 70 Messerstichen getötet: Handelte der Angeklagte aus Eifersucht?
Von Isabell Scheuplein
Frankfurt am Main - Mehr als 70 Messerstiche: Weil er den neuen Lebensgefährten (†46) seiner Ex-Partnerin getötet haben soll, ist ein Mann von der Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen Mordes angeklagt worden.
Der als extrem eifersüchtig geltende 37-Jährige soll auch versucht haben, die von ihm seit mehreren Monaten getrennt lebende Frau zu töten, daher wird ihm auch versuchter Mord zur Last gelegt, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilt.
Dem bulgarischen Angeschuldigten sei erst wenige Tage zuvor eine elektronische Fußfessel abgenommen worden. Eine gerichtliche Anordnung, nach der er sich seiner 31 Jahre alten Ehefrau und der früheren Wohnung wegen vorangegangener Vorfälle häuslicher Gewalt nicht hätte nähern dürfen, galt den Angaben zufolge aber weiter.
Dagegen habe der Mann verstoßen, als er am Tag der Tat, dem 2. Juli 2025, seiner Frau mit einem Messer bewaffnet an der früheren gemeinsamen Wohnung auflauerte, teilt die Staatsanwaltschaft mit.
An der Tür stehend habe er gehört, wie seine Frau und ihr Freund miteinander schliefen. Als beide die Wohnung verlassen wollten, attackierte er das Paar.
Angeklagter soll Ehefrau auch vergewaltigt und seinen Sohn verletzt haben
Die Frau sei schwer verletzt worden. Für ihren 46 Jahre alten Freund sei jedoch jede Hilfe zu spät gekommen, erklärt die Staatsanwaltschaft. Die beiden Kinder der Frau und des Angeschuldigten seien nicht zu Hause gewesen.
Dem Angeklagten wird vorgeworfen, heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen gehandelt zu haben. Er sitzt in Untersuchungshaft.
Ihm werden auch weitere Vorfälle häuslicher Gewalt während der Ehe und der Trennungsphase vorgeworfen.
Er soll seine Frau vergewaltigt und seinen fünfjährigen Sohn verletzt haben.
Titelfoto: 5VISION.NEWS

