Weiterer Zeuge belastet Angeklagte im Mordfall Fabian (†8) schwer: "Habe den Jungen da liegen sehen"

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Von Helmut Reuter

Rostock - Die wegen Mordes an dem achtjährigen Fabian angeklagte Frau ist auch nach der Schilderung eines zweiten Zeugen schon einen Tag vor dem offiziellen Fund der Kinderleiche am Fundort gewesen.

Thomas Löcker (l-r), Anwalt, die Angeklagte und Andreas Ohm, Anwalt, im Saal des Landgerichts während der Fortsetzung des Mordprozesses im Fall Fabian.
Thomas Löcker (l-r), Anwalt, die Angeklagte und Andreas Ohm, Anwalt, im Saal des Landgerichts während der Fortsetzung des Mordprozesses im Fall Fabian.  © Bernd Wüstneck/dpa

Sie habe ihn am 13. Oktober 2025 abends angerufen und ihn gebeten, mit ihr zum Tümpel bei Klein Upahl zu fahren. Sie seien dann dorthin gefahren. "Dann habe ich den Jungen da halt liegen sehen", sagte der Zeuge am zwölften Verhandlungstag vor dem Landgericht Rostock.

Zu dem Zeitpunkt war es dunkel. Sie habe ihm dann gesagt, er solle den Leichnam anleuchten. Dann habe sie gemeint, das sei Fabian.

Bereits vorige Woche hatte ein Zeuge vor der Schwurgerichtskammer ausgesagt, dass er zuvor ebenfalls am 13. Oktober mit der Angeklagten an dem Tümpel war. Die Angeklagte selbst informierte die Polizei erst am 14. Oktober und sagte, sie habe den Leichnam des Kindes zufällig beim Spaziergehen mit dem Hund entdeckt.

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Laut Staatsanwaltschaft starb der Junge am 10. Oktober. Die Anklage wirft der 30-jährigen Deutschen vor, ihn mit sechs Messerstichen getötet und dann angezündet zu haben.

Fabian starb im Oktober 2025 einen gewaltsamen Tod. Seine Mutter hat darum gebeten, Bilder von ihm nicht zu pixeln.
Fabian starb im Oktober 2025 einen gewaltsamen Tod. Seine Mutter hat darum gebeten, Bilder von ihm nicht zu pixeln.  © Polizeipräsidium Rostock

Die Angeklagte, die seit 7. November 2025 in Untersuchungshaft sitzt, schweigt bislang zu den Vorwürfen. Für sie gilt die Unschuldsvermutung.

Titelfoto: Fotomontage: Bernd Wüstneck/dpa, Polizeipräsidium Rostock

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