DNA-Tests zum Tod von Marlis S. (†): Das ist die erste Bilanz
Tangermünde - Die Polizei nahm über das Wochenende tausende DNA-Proben. Diese sollen bei der Aufklärung vom mysteriösen Mord an Marlis S. (†61) aus Tangermünde helfen.
Vom 27. bis 29. März hatte die Polizei im Grete-Minde-Saal in Tangermünde (Sachsen-Anhalt) DNA-Teststationen aufgebaut.
Von rund 1800 geladenen Männern nahmen stattliche 82 Prozent tatsächlich an den Untersuchungen teil.
"Die DNA-Reihenuntersuchung fand hohen Zuspruch und Akzeptanz in der Bevölkerung", teilte die Polizeiinspektion Stendal in einer ersten Bilanz mit. "Die PI Stendal dankt ausdrücklich allen beteiligten Bürgern für Ihre Mitarbeit und somit auch für die Unterstützung dieses Tötungsdelikt aufzuklären."
Die Proben werden nun an das Institut für Rechtsmedizin in Halle gesendet und anonymisiert überprüft.
In etwa vier bis sechs Wochen sollen die Ergebnisse vorliegen.
DNA-Tests zum Mord in Tangermünde: Ist ein Match dabei?
Männer, die zur DNA-Probe aufgefordert wurden, am vergangenen Wochenende aber verhindert waren, können trotzdem über die Nummer 03931- 682 421 einen gesonderten Termin mit der Polizei vereinbaren.
Sobald alle Proben untersucht wurden, ist klar, ob vielleicht eine der Proben mit der Fremd-DNA übereinstimmt, die am Tatort entdeckt wurde.
Am 9. Juni 2024 wurde die damals 61-jährige Marlis Sappelt tot in ihrer Wohnung in Tangermünde aufgefunden.
Viele Details zum Mord der Frau sind bislang nicht bekannt, lediglich, dass eine fremde DNA eines Mannes am Tatort entdeckt wurde.
Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

