Flucht endet in Paris: Straftäter aus Emmendinger Psychiatrie gefasst

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Von Magdalena Henkel

Emmendingen/Paris - Einer der vor rund drei Wochen aus der Psychiatrie in Emmendingen entflohenen Straftäter ist in Frankreich festgenommen worden.

Drei Wochen auf der Flucht: Der 26 Jahre alte Straftäter ist nun in Haft. (Symbolfoto)
Drei Wochen auf der Flucht: Der 26 Jahre alte Straftäter ist nun in Haft. (Symbolfoto)  © Leonie Asendorpf/dpa

Der 26-Jährige wurde am Samstagabend im Großraum Paris aufgegriffen, wie die Polizei mitteilte. Wegen des Europäischen Haftbefehls, der aufgrund seiner Flucht erlassen wurde, befinde er sich derzeit in Frankreich in Haft.

Zu den weiteren Umständen der Festnahme können der Polizei zufolge noch keine weiteren Angaben gemacht werden.

Der Mann war vergangenes Jahr wegen versuchten Totschlags verurteilt worden. Er habe im November 2024 in einer Flüchtlingsunterkunft mit einem Messer auf einen Bewohner eingestochen und vor seiner Festnahme einen Polizeibeamten verletzt.

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Anfang Mai war der 26-Jährige von einem Freigang im Park des Zentrums für Psychiatrie (ZfP) in Emmendingen nicht zurückgekehrt.

Weiterer Mann auf der Flucht

Die Männer flüchteten aus der psychiatrischen Klinik in Emmendingen.
Die Männer flüchteten aus der psychiatrischen Klinik in Emmendingen.  © Kamera24

Weiterhin auf der Flucht ist ein weiterer Patient und Straftäter, der ebenfalls im ZfP untergebracht war. Der 34-Jährige mit marokkanischer Staatsangehörigkeit war wegen gefährlicher Körperverletzung zur Unterbringung in der Klinik verurteilt worden. Nach Einschätzung der Ermittler wollte er sich mit der Flucht einer anstehenden Abschiebung entziehen.

Das ZfP geht davon aus, dass der 26-Jährige und der 34-Jährige gemeinsam beschlossen hatten zu fliehen und sich ins Ausland abzusetzen. Beide sind demnach französischsprachig und kommen aus Nordafrika.

Sie waren laut ZfP zudem auf derselben Station untergebracht. Es war der Klinik zufolge bei beiden nicht der erste Ausgang, auf eine potenzielle Flucht habe nichts hingedeutet.

Titelfoto: Leonie Asendorpf/dpa

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