Frau sucht Hund und löst Selbstschussanlage aus: Schrotkugeln verletzen sie schwer

Gommern/Dannigkow - In Dannigkow, einem Ortsteil von Gommern (Landkreis Jerichower Land), sorgte am Samstag ein Großaufgebot der Polizei für Aufsehen.

Die Polizei rückte am Samstag mit mehreren Sondereinheiten an. (Symbolfoto)  © Daniel Bockwoldt/dpa

Grund dafür war das Auslösen einer Selbstschussanlage, wie das Polizeirevier Jerichower Land gegenüber TAG24 bestätigte.

Zuvor hatte eine Frau (54) auf der Suche nach ihrem Hund ein Privatgrundstück betreten. Sie soll laut ersten Erkenntnissen die Anlage ausgelöst haben und wurde von Schrotkugeln getroffen. Laut Bild-Information erlitt die Frau hierbei schwere Verletzungen im Gesicht- und Brustbereich.

Zunächst gingen die Beamten davon aus, dass direkt auf die 54-Jährige geschossen wurde und sich der mutmaßliche Täter womöglich auf dem Grundstück verschanzt habe.

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Erst nach der Festnahme des Bewohners und der Durchsuchung des Hauses wurde die selbstgebaute Selbstschussanlage von den Einsatzkräften entdeckt, hieß es weiter.

Bei der Durchsuchung kamen weitere Schusswaffen und gefährliche Gegenstände wie Harpunen, Schrotflinten und große Mengen Munition zum Vorschein, die anschließend sichergestellt wurden. Ob der Grundstückseigentümer die Selbstschussanlage errichtet hatte und aus welchen Gründen sie dort verbaut war, wird derzeit von der Kripo ermittelt.

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Weil die zuständige Staatsanwaltschaft Stendal kein vorsätzlich versuchtes Tötungsdelikt sieht, wurde auch kein Haftbefehl gegen den Grundstückseigentümer beantragt. Der 43-Jährige sei jedoch bereits wegen Rauschgiftdelikten, gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffenverbot polizeibekannt.

Die verletzte Frau wird im Krankenhaus behandelt und befinde sich außer Lebensgefahr.

Erstmeldung vom 4. Mai, 13.27 Uhr. Zuletzt aktualisiert: 15.12 Uhr.

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