Rätsel um vermissten Geschäftsmann in Berlin: Wieder Polizeitaucher im Einsatz

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Von Andreas Rabenstein, Johannes Kohlstedt

Berlin - Nimmt der rätselhafte Vermisstenfall jetzt Fahrt auf? Seit einem Jahr fehlt von einem vermissten chilenischen Geschäftsmann schon jede Spur. Jetzt kommt wieder Bewegung rein. Erneut hat die Polizei einen Teich in der Innenstadt abgesucht.

Der Deutsch-Chilene wird seit einem Jahr vermisst.
Der Deutsch-Chilene wird seit einem Jahr vermisst.  © Polizei Berlin

Schon am Mittwoch waren Taucher der Polizei in dem Teich im Tiergarten im Einsatz, sie fanden aber zunächst nichts. Die Suche unter Wasser wurde daher nun fortgesetzt, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Konkrete neue Hinweise zu dem vermissten Mann gebe es nicht, aber die Vermisstenstelle der Polizei gehe der Sache weiterhin intensiv nach, hieß es.

Der 33-jährige Aleph Christian von Fellenberg Palma war am 20. April 2025 in Berlin verschwunden. Nach Angaben der Polizei war der junge Mann, der seine Kindheit in Deutschland verbrachte, seit dem 15. April 2025 auf Geschäftsreise in Berlin.

Junge (7) verschwunden, dann schauen die Nachbarn in den Hühnerstall
Vermisste Personen Junge (7) verschwunden, dann schauen die Nachbarn in den Hühnerstall

Was bekannt ist: Am Ostersonntag 2025 besuchte der damals 33-Jährige mit einem Freund das Soho House nahe dem Alexanderplatz in Mitte. Gegen 18.30 Uhr verließ er das Szene-Restaurant wieder, kehrte in sein Hotel (Hilton) zurück, um ins Gym zu gehen.

Lange blieb er nicht. Gegen 22 Uhr machte sich der Deutsch-Chilene erneut auf den Weg, ließ zwei Handys, seinen deutschen und seinen chilenischen Reisepass, 2000 Euro in bar und eine goldene Rolex im Hotelzimmer liegen. Kreditkarten und Portemonnaie fehlten allerdings. Das Ziel: unbekannt.

Überall in der Stadt hingen Suchplakate.
Überall in der Stadt hingen Suchplakate.  © Denis Zielke/TAG24

Spürhund der Polizei fand Smartwatch im Tiergarten

Die Polizei hatte die Bevölkerung um Mithilfe gebeten und einige Dutzend Hinweise erhalten. Doch weder die von einem Spürhund im Tiergarten gefundene Smartwatch, noch vermeintliche Begegnungen brachten den Durchbruch.

Auch die Mutter des Mannes, eine Historikerin aus Chile, startete eine eigene und wochenlange Suchaktion in Berlin. Sie hängte Plakate auf und wandte sich auf anderen Wegen an die Öffentlichkeit - aber vergeblich.

Titelfoto: TAG24/Denis Zielke, --/Polizei Berlin/dpa

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