Coronavirus in NRW: Weiteres Testzentrum am Flughafen Düsseldorf

Köln – In NRW konnten einige Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus Covid-19 zuletzt wieder gelockert werden. Wir geben einen Überblick auf die aktuellen Entwicklungen in der Corona-Krise in NRW.

Am Flughafen Düsseldorf gibt es nun ein zweites Corona-Testzentrum, das privat betrieben wird und auch für Nicht-Reisende erreichbar ist.
Am Flughafen Düsseldorf gibt es nun ein zweites Corona-Testzentrum, das privat betrieben wird und auch für Nicht-Reisende erreichbar ist.  © Rolf Vennenbernd/dpa

In NRW ist die Maskenpflicht an Schulen im Unterricht seit dem 31. August ausgesetzt.

Am Donnerstag (27. August) verkündete NRW-Ministerpräsident Armin Laschet zudem weitere Maßnahmen des Landes wie die lokale Corona-Bremse.

Es gibt vorerst keine neuen Beschränkungen bei Familienfeiern.

Alle aktuellen Infos im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Alle Ticker-Meldungen bis zum 23. Mai findest Du hier, alle Corona-Meldungen bis zum 9. Juli 2020 hier.

Update, 23. September, 18.47 Uhr: Remscheid verschärft Corona-Auflagen

Angesichts stark steigender Neuinfektionswerte hat die Stadt Remscheid die Corona-Auflagen massiv verschärft. An allen weiterführenden Schulen wird die Maskenpflicht auch im Unterricht wieder eingeführt, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. 

Im öffentlichen Raum dürfen sich maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei häuslichen Gemeinschaften treffen. Die Kontaktbeschränkungen gelten auch für Restaurants, Geschäfte, Kultur- und Freizeiteinrichtungen.

Private Feiern mit geselligem Charakter wie runde Geburtstage, Hochzeiten oder Jubiläen müssten ab einer Teilnehmerzahl von 25 Personen vorab den Behörden gemeldet werden. Ab 50 Gästen bis zu einer Obergrenze von 150 Personen muss die Stadt Feiern genehmigen. 

Die neuen Maßnahmen gelten zunächst für 14 Tage.

Update, 23. September, 16.55 Uhr: Kostenlose Corona-Tests für Lehrer und Kita-Mitarbeiter laufen aus

Die kostenlosen Corona-Tests für Lehrer und Kita-Beschäftigte laufen mit Beginn der Herbstferien am 9. Oktober aus. 

Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch sagte, seien durch die "insgesamt niedrigen Infektionszahlen bei diesen Personengruppen in den vergangenen Wochen" anlasslose Tests nicht "zielführend". 

Verstärkt verfolgt wird laut Ministerium künftig der "Ansatz anlassbezogener Testungen, um Infektionsketten gezielt zu unterbrechen sowie der Einsatz von Schnelltests – sobald diese zur Verfügung stehen –, um zeitnah Gewissheit über das Infektionsgeschehen und diesbezüglich zu treffende Maßnahmen zu erhalten."

Update, 23. September, 16.50 Uhr: Johnson & Johnson startet entscheidende Testphase von Corona-Impfstoff

Im Rennen um einen Corona-Impfstoff hat nun auch der US-Hersteller Johnson & Johnson die letzte und entscheidende Phase der klinischen Tests gestartet (Symboldbild).
Im Rennen um einen Corona-Impfstoff hat nun auch der US-Hersteller Johnson & Johnson die letzte und entscheidende Phase der klinischen Tests gestartet (Symboldbild).  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Im Rennen um einen Corona-Impfstoff hat nun auch der US-Hersteller Johnson & Johnson die letzte und entscheidende Phase der klinischen Tests gestartet. 

In einer sogenannten Phase III-Studie mit bis zu 60.000 Freiwilligen auf drei Kontinenten sollen Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten namens JNJ-78436735 überprüft werden, wie die deutsche Unternehmens-Tochter Janssen-Cilag am Mittwoch in Neuss mitteilte.

Die Besonderheit des Mittels ist, dass nur eine Dosis ausreichend Schutz bieten soll. Die Ergebnisse der bisherigen klinischen Tests seien positiv verlaufen, hieß es. Das Unternehmen hofft, dass Anfang 2021 die ersten Dosen des Impfstoffs "für den Notfallgebrauch" zur Verfügung stehen.

Inzwischen haben mehrere Hersteller die vor der Zulassung nötigen Massentests mit Zehntausenden Probanden gestartet. Darunter sind der britische Hersteller AstraZeneca und das deutsche Unternehmen Biontech. Beide hoffen auf einen erfolgreichen Abschluss der Studien und eine Zulassung noch in diesem Jahr. 

Die meisten Hersteller gehen davon aus, dass für einen Schutz gegen das Coronavirus zweimal geimpft werden muss. Bislang ist für keinen Impfstoff-Kandidaten nachgewiesen worden, dass er wirklich vor einer Corona-Infektion schützt.

Update, 23. September, 16.03 Uhr: Inzidenz in Köln bei 33,3

Die Kölner Inzidenzzahl liegt laut Angaben der Stadt am Mittwochnachmittag bei 33,3. So gibt es derzeit insgesamt 4.596 bestätige Corona-Fälle – 51 mehr als am Vortag.

Update, 23. September, 15.17 Uhr: Gladbach will 10.804 Zuschauer ins Stadion lassen

Das Heimspiel von Borussia Mönchengladbach gegen Union Berlin soll vor 10.804 Zuschauern stattfinden.
Das Heimspiel von Borussia Mönchengladbach gegen Union Berlin soll vor 10.804 Zuschauern stattfinden.  © Bernd Thissen/dpa

Borussia Mönchengladbach plant für das Heimspiel gegen Union Berlin mit einer Kulisse von 10.804 Zuschauern.

"Es ist ein emotionales Plus, dass wir wieder 10.804 Zuschauer im Stadion begrüßen dürfen. Es ist ein erster sehr wichtiger Schritt", sagte Borussia-Geschäftsführer Stephan Schippers am Mittwoch.

Die Entscheidung wurde in enger Abstimmung mit der Stadt Mönchengladbach, dem Gesundheits- sowie dem Ordnungsamt getroffen. Aber es gelten für Fans verschiedene Einschränkungen und Maßnahmen.

Neben personalisierten Tickets, keinen Stehplätzen und Mindestabständen müsse am Samstag (15.30 Uhr/Sky) auch auf dem gesamten Stadiongelände eine Mund-Nasen-Schutzmaske getragen werden. Das gelte ebenfalls im Stadion auf den Sitzplätzen.

Derzeit seien rund 9200 Tickets verkauft. Aber bei allen Vorkehrungsmaßnahmen weist der Club darauf hin, dass "es kurzfristig noch zum Ausschluss von Zuschauern kommen kann."

Update, 23. September, 15.03 Uhr: Mehrere Infizierte bei Fleischverarbeiter in Steinfurt

Mindestens 26 Beschäftigte eines mittleren Betriebs der Fleischverarbeitung im Kreis Steinfurt sind nach Angaben der Verwaltung positiv auf das Coronavirus getestet worden.

"Das Ausmaß ist uns noch nicht bekannt, unsere Ermittler arbeiten mit Hochdruck", sagte eine Sprecherin des Kreises auf dpa-Anfrage. Es gehe auch darum, Infektionsketten rasch zu unterbrechen.

Der Schwerpunkt des Geschehens liege im Emsdetten. Der Krisenstab stelle derzeit alle Informationen zusammen und werde noch am Nachmittag informieren.

Update, 23. September, 15 Uhr: Forscher entwickeln regionale Corona-Vorhersage

Wissenschaftler der Universität Osnabrück und des Forschungszentrums Jülich haben eine regionale Corona-Vorhersage entwickelt. Das Modell liefere tagesaktuelle Schätzungen für Neuinfektionen sowie eine Fünf-Tages-Prognose für jeden deutschen Landkreis, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Mittwoch.

Dazu würden Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) mit einem wahrscheinlichkeitsgewichteten Modell auf Höchstleistungsrechnern statistisch analysiert.

Das im Internet abrufbare Modell berechne nicht nur einen einzelnen wahrscheinlichen Verlauf, sondern berücksichtige viele mögliche Verläufe, erläuterte Prof. Gordon Pipa, Leiter der Arbeitsgruppe Neuroinformatik an der Uni Osnabrück.

"Dies ermöglicht die Berechnung sogenannter Vorhersagehorizonte als Maß für die Streuung der Wahrscheinlichkeiten." So sei eine Einschätzung der Situation einschließlich statistischer Unsicherheiten möglich.

Zudem werde das Infektionsgeschehen in den Nachbarregionen in die Prognose mit einberechnet.

Update, 23. September, 13.55 Uhr: Corona-Werte in Hamm steigen weiter - Rekord bundesweit

In der Stadt Hamm mit den bundesweit höchsten Corona-Neuinfektionszahlen klettert der Wert weiter. 

Am Mittwoch wurden 94,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen verzeichnet, wie ein Stadt-Sprecher sagte. Am Dienstag hatte die 182.000-Einwohner-Stadt bei dieser zentralen sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz noch 87,1 genannt. 

Laut Robert Koch-Institut lag Hamm am Mittwoch deutschlandweit mit einem gestiegenen Wert von 80,4 an der Spitze. Die Differenz kommt durch unterschiedliche Meldewege und -zeiten zustande.

Update, 23. September, 13.41 Uhr: Weiteres Corona-Testzentrum am Düsseldorfer Airport eröffnet

Blick auf das neue Covid-19 Testzentrum am Flughafen Düsseldorf.
Blick auf das neue Covid-19 Testzentrum am Flughafen Düsseldorf.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Am Düsseldorfer Flughafen hat ein zweites Corona-Testzentrum eröffnet, das privat betrieben wird und auch für Nicht-Reisende erreichbar ist. 

Die erste Test-Station war behördlich angeordnet worden und wird von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein betrieben. Es liegt im Sicherheitsbereich in der Ankunftsebene. Der private Anbieter Centogene hat sein Covid-19-Testzentrum im öffentlich zugänglichen Terminal aufgeschlagen.

Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, kostet ein Test 59 Euro. Für Einreisende aus Risikogebieten ist er weiter kostenfrei. 95 Prozent der Ergebnisse stünden innerhalb von 24 Stunden zur Verfügung. Termine werden nicht vergeben. Getestet werden laut Internetseite des Zentrums nur Menschen ohne Symptome.

Centogene betreibt nach eigenen Angaben bereits Zentren an den Flughäfen Frankfurt und Hamburg, wo seit Juni mehrere Hunderttausend Tests durchgeführt worden seien.

Update, 23. September, 11.30 Uhr: Schalke wartet noch mit Ticketvergabe

Der FC Schalke 04 hofft im Heimspiel gegen Werder Bremen auf die Unterstützung der Fans.
Der FC Schalke 04 hofft im Heimspiel gegen Werder Bremen auf die Unterstützung der Fans.  © Matthias Balk/dpa

Ob Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 am Samstag wie geplant sein Heimspiel vor rund 11 000 Zuschauern gegen Werder Bremen austragen kann, ist nach wie vor unklar. 

Der sportlich und wirtschaftlich angeschlagene Revierclub will zunächst bis Donnerstag das Infektionsgeschehen in Gelsenkirchen abwarten und erst dann mit einer möglichen Ticketvergabe starten. 

Das teilte der Club am Mittwoch mit. Zudem beendeten die Königsblauen die Anfragemöglichkeit für Tickets für das Spiel am Samstag (18.30 Uhr).

Die Teil-Zulassung von Zuschauern steht auf der Kippe, da sich derzeit 39,1 Menschen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage infiziert haben und damit ein wichtiger Grenzwert überschritten wurde. Dieser liegt bei 35.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

Mehr zum Thema Köln:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0