Ein Jahr lang Baustelle: Hier kommt Ihr ab Montag nicht mehr durch
Leipzig - Ab Montag beginnt die Leipziger Gruppe mit umfangreichen Baumaßnahmen an der Stötteritzer Straße. Im Zuge dessen komme es über ein Jahr lang zu Umleitungen und Sperrungen.
Bis Mai 2027 plant die Leipziger Gruppe in Zusammenarbeit mit der Stadt Leipzig die Stötteritzer Straße und Papiermühlstraße zwischen der Riebeck- und Arnoldstraße wieder auf Vordermann zu bringen. Damit will die Leipziger Gruppe den Weg beziehungsweise die Fahrbahn für einen zukunftsfähigen und nachhaltigen Straßenbahnbetrieb ebnen.
Dementsprechend sollen nicht nur die Fahrleitung, der Bahnstrom und die Gleise saniert werden, sondern auch mithilfe des geweiteten Gleismittenabstands die Weichen für die neuen, größeren Straßenbahnen gestellt werden.
Passend dazu wolle man auch einige Haltestellen barrierefrei gestalten. So soll der Halt am S-Bahnhof Stötteritz verlegt und die Breslauer Straße umgebaut werden. Zudem sei eine neue Haltestelle an der Kregelstraße in Planung.
Hier soll mehr als nur die Fahrbahn erneuert werden: Was die Leipziger Gruppe in Stötteritz vorhat
Abgesehen von den Maßnahmen am Straßenbahnverkehr wolle man sich auch der Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität an der Stötteritzer Straße widmen.
Das bedeute unter anderem, dass sich die Stötteritzer von den schmalen, holprigen Geh- und Radwegen verabschieden dürfen, da auch diese entsprechend ausgebaut würden.
Neue Grünfläche und ganze 37 Bäume sowie erneuerte Ampelanlagen und Beleuchtungen sollen die Straße zusätzlich aufwerten.
Neben den herkömmlichen ÖPNV-Angeboten wolle man zudem Stellflächen für Taxis, Car- und Bikesharing schaffen sowie E-Ladestationen installieren.
Des Weiteren will die Leipziger Gruppe im Zuge der Baumaßnahmen auch die Trink-, Abwasser- und Stromleitungen sanieren.
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Über ein Jahr lang Verkehrseinschränkungen
Um sich am Ende über die Neuerungen freuen zu dürfen, müssen die Anwohner jedoch erstmal stark sein - und das eine ganze Weile lang. Denn das immense Vorhaben geht selbstverständlich mit mindestens genauso enormen Sperrungen einher.
Bis April 2027 soll die Baustelle für den Straßenbahnverkehr vollständig gesperrt bleiben.
Ab Montag verkehre die Linie 4 aus diesem Grund ab der Riebeckstraße weiter über die Prager Straße zur Endstation Naunhofer Straße. Alle anderen Haltestellen könnten über ein Jahr lang nicht bedient werden. Stattdessen wolle man die Buslinie 74 als SEV während der Bauzeit verstärken. Einen SEV für die Linie 4 werde es nicht geben.
Und auch Autofahrer müssen sich auf eine großräumige Umleitung entlang der Prager- und Holzhäuser Straße gefasst machen. Die Kreuzungen an der Schönbachstraße und Unterer Eichstädtstraße sind im Wechsel für Anlieger frei.
Aktuelle Infos zu Sperrungen, Umleitungen und Baumaßnahmen findet Ihr auf L.de.
Titelfoto: Bildmontage: privat
