Leipzig - Die Eisenbahnbrücken Pittlerstraße und Linkelstraße in Leipzig-Wahren sind mehr als 100 Jahre alt und haben ihre technische Nutzungsdauer überschritten. Es ist Zeit für den Abriss und anschließenden Neubau. Das hat Auswirkungen für den Bahnverkehr und den ÖPNV in Leipzig.
Die vorbereitenden Arbeiten laufen schon. Ab 2. Juli geht es dann richtig los und die Bahnstrecke zwischen Leipzig-Slevogtstraße und Schkeuditz muss gesperrt werden.
Wer zwischen Leipzig und Schkeuditz pendelt und regelmäßig die Bahn nutzt, muss sich auf umfangreiche Änderungen einstellen.
DB Regio und die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) haben am Mittwoch ihr Konzept für den Schienenersatzverkehr vorgestellt, denn die S-Bahn-Linien S3 und S30 entfallen in dem Baubereich komplett.
Während der Bauzeit vom 2. Juli bis zum 10. Oktober fahren im regelmäßigen Takt Busse zwischen Leipzig und Schkeuditz. Außerdem gibt es Busse, die vom Flughafen Leipzig/Halle in das Gewerbegebiet rund um Schkeuditz fahren und es wird zusätzlich die S-Bahn-Linie S35 zwischen Halle (Saale) Hauptbahnhof – Flughafen Leipzig/Halle – und Leipzig Hauptbahnhof eingeführt.
Die S-Bahn war aktuell eine Alternative für Pendler, da die Leipziger Verkehrsbetriebe schon seit März Bauarbeiten in Schkeuditz durchführen und seit Ende April in der Georg-Schumann-Straße und Lindenthaler Straße bauen. Deswegen müssen noch weitere Angebote eingeführt werden.
Schienenersatzverkehr wird in den Sommerferien verlängert
"Allen Fahrgästen bieten wir mit dem Schienenersatzverkehr für die Linie 11 tagsüber einen attraktiven 7-Minuten-Takt mit barrierefreiem Umstieg in die Straßenbahn am S-Bahnhof Gohlis", kündigte Sven Schöne, Leiter Betriebsplanung LVB, an.
In den Sommerferien wird man das Angebot mit den Bussen bis zum Chausseehaus verlängern.
Die Bauarbeiten an den Brücken sind notwendig. Bis zum 10. Juli werden die alten Brücken zurückgebaut, indem Gleise entfernt, Stahlüberbauten ausgehoben und massive Bauwerksteile freigelegt und abgerissen werden. Danach entstehen dann die neuen Brückenbauwerke.
Durch den Einsatz von schweren Geräten können Anwohnerinnen und Anwohner vom Lärm beeinträchtigt werden.
Alle Arbeiten werden voraussichtlich 2027 abgeschlossen sein.