23-Jähriger landet nach Mittagsschlaf im Knast - auch Verlobte schon hinter Gittern
Leipzig - Für einen 23-Jährigen endete ein Mittagsschläfchen am Leipziger Hauptbahnhof am Donnerstag hinter Gittern. Gemeinsam mit seiner Verlobten war der Mann in den vergangenen Monaten als gewalttätiger Intensivtäter in den Fokus der Ermittler geraten. Dem Treiben seiner Geliebten hatte die Polizei bereits vergangene Woche ein Ende gesetzt, nachdem sie einen 46-Jährigen übel zugerichtet hatte.
"Der polizeibekannte Pole wurde gegen 14 Uhr durch die Beamten geweckt", teilte Polizeisprecherin Luisa Liebold mit.
Da der bereits zuvor immer wieder wegen gefährlicher Körperverletzung aufgefallen sei, hatte das Amtsgericht in den Tagen zuvor auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl gegen ihn erlassen.
Noch am Donnerstag ließ ein Haftrichter den Polen daraufhin aus dem Gewahrsam der Bundespolizei in die JVA Leipzig überstellen.
Kurioserweise hatte die Verlobte des 23-Jährigen wenige Tage zuvor ein ähnliches Schicksal erlitten. Die 21-Jährige hatte am 25. März einem Mann (46) zunächst mit dem Fuß ins Gesicht getreten und dann eine zerbrochene Glasflasche nach ihm geworfen.
Noch vor Ort erfolgte ihre Festnahme. Nach der Entscheidung eines Haftrichters wurde die Frau am Mittwoch vergangener Woche in die JVA Chemnitz eingeliefert.
Paar attackierte sich auch immer wieder gegenseitig
Laut Polizeisprecherin Liebold sei das Paar in den vergangenen Monaten immer wieder wegen einer Vielzahl von Gewaltdelikten in und um den Hauptbahnhof aufgefallen. Zum Teil seien sie dabei auch aufeinander losgegangen.
Schließlich reichte es den Ordnungshütern und sie leiteten ein beschleunigtes Verfahren ein, das letztendlich in der Festnahme des Paares endete.
Beide warten nun hinter Gittern auf ihr Gerichtsverfahren.
"Die Verhaftung der beiden Raufbolde zeigt einmal mehr, dass die Zusammenarbeit der genannten Akteure in Leipzig effektiv funktioniert", so die Sprecherin der Bundespolizei.
"Sie macht auch den öffentlichen Raum um den Hauptbahnhof Leipzig wieder ein Stückchen sicherer."
Titelfoto: Bildmontag/Heiko Rebsch/dpa/Jan Woitas

