Autoverkehr ade! Auf dieser Leipziger Straße wird ab Montag nur noch Fahrrad gefahren
Leipzig - Ab kommendem Montag soll die Nonnenstraße im Leipziger Stadtteil Plagwitz in eine Fahrradstraße umgewandelt werden.
Wie die Stadt Leipzig am heutigen Montag bekannt gab, wolle man die Nonnenstraße zwischen der Erich-Zeigner-Allee und der Karl-Heine-Straße samt Beschilderungen und Fahrbahnmarkierungen in eine Fahrradstraße umgestalten.
Ziel sei es, den Radverkehr über eine Strecke von knapp einem Kilometer somit noch sicherer und attraktiver zu machen.
"Verkehrszählungen hatten ergeben, dass das Fahrrad in der Nonnenstraße das meistgenutzte Verkehrsmittel ist. Sie ist zugleich eine Hauptroute im Leipziger Radnetz", begründeten das Dezernat für Stadtentwicklung und Bau sowie das Mobilitäts- und Tiefbauamt die Entscheidung. Des Weiteren würden Studien zeigen, dass auf derartigen Fahrradstraßen weniger Unfälle passieren.
Die Umgestaltung koste insgesamt 64.000 Euro, wovon 54.000 Euro vom Freistaat Sachsen gestemmt würden.
Ausnahmen für Autofahrer? So soll die zukünftige Verkehrslage aussehen
Um die Sicherheit gewährleisten zu können und sogenannten Dooring-Unfällen vorzubeugen, plant die Stadt, Sicherheitsstreifen anzubringen, an deren linker Seite sich die Radfahrer orientieren können. Zudem dürfen Radfahrer jederzeit nebeneinander fahren.
Auch für Autofahrer soll es die ein oder andere Ausnahme geben. Per Zusatzbeschilderung wolle man die Straße für Autos freigeben, sodass alle Grundstücke weiterhin erreichbar bleiben. Abgesehen davon sollen zusätzlich Lieferzonen für den Wirtschaftsverkehr markiert und die bereits existierenden Kurzzeitparkplätze erhalten werden.
Für alle Autofahrer soll eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h gelten, sofern die Radfahrer dadurch nicht gefährdet werden.
Bezüglich der Vorfahrtsregelungen werde die Fahrradstraße gegenüber der Weißenfelser Straße, der Ernst-Mey-Straße sowie der Erdmannstraße mithilfe einer roten Markierung bevorzugt. Die Industriestraße bleibe als Hauptstraße weiterhin vorfahrtsberechtigt.
Titelfoto: Jonas Walzberg/dpa

