Feuerteufel zündete Leipziger Osterfeuer an: Was wird jetzt aus der Party?
Von Anke Brod
Leipzig - Das Entsetzen im Ort war groß: Im Leipziger Stadtteil Liebertwolkwitz brannte am frühen Samstagmorgen das eigenhändig durch die Freiwillige Feuerwehr aufgestapelte Brennholz für das traditionelle Osterfeuer am Abend vorzeitig ab. Das dann folgende Engagement zur Rettung des beliebten Wolkser Events hat es in sich!
Firmen, Bürger und auch andere Feuerwehren aus dem Leipziger Stadtgebiet boten den Betroffenen am Samstagmorgen nämlich rasch und spontan Brennholzersatz an. "Es war eine wahnsinnige Flut", freute sich der Liebertwolkwitzer Wehrleiter Marco Seifert (39) im TAG24-Gespräch. Es sei sogar mehr Material als vorher.
Man verwende jetzt das von den Firmen gelieferte Holz, das sei unbehandelt. Die gesamte Hilfsaktion verlief mehr als effizient: Bereits um 10 Uhr stand demnach der Plan zum weiteren Vorgehen und Ausschwärmen. Dazu gehörten Nachlöscharbeiten vor Ort. "Im Namen der Freiwilligen Feuerwehr geht hiermit ein riesiges Dankeschön an alle Helfer", fügte Seifert, überwältigt von der spontanen Aktion, hinzu.
Auch Ortsvorsteher Roland Geistert (76, unabhängiger Vertreter der Wählervereinigung Liebertwolkwitz, LUV) war von der großen Hilfsbereitschaft angetan. Bereits um 9 Uhr hatte sich am Samstagmorgen ein Bürger bei ihm gemeldet, ob er Brennholz beisteuern solle, berichtete er TAG24.
Ansonsten sei er ebenso betrübt über das nächtliche Brandereignis wie seine Anwohner. "Ich kann es immer noch nicht fassen", äußerte sich an der Kuhweide etwa ein junger Mann gegenüber TAG24.
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Osterfeuer in Leipzig-Liebertwolkwitz: Jetzt muss nur noch das Wetter mitmachen
In sozialen Netzwerken kochten die Emotionen ebenfalls hoch.
Hier gab es Bekundungen wie: "Ich finde es sehr schade und bedauerlich, und es macht mich wütend, dass es Menschen gibt, die die Mühen der Vereine und Institutionen unseres Ortes, gemeinsame Events zu schaffen, mit solchen Aktionen kaputt machen."
Nun bleibt zu hoffen, dass das für 18 Uhr geplante Osterfeuer nicht noch dem Regen zum Opfer fällt.
"Wir bleiben da optimistisch", verkündete Wehrleiter Marco Seifert überzeugt.
Titelfoto: Bildmontage: Anke Brod

