Mehr als 30.000 Fußball-Fans feiern in Leipzig: So verlief der Abend nach dem Finalspiel

Leipzig - Zum ersten Mal richtete Leipzig das Finale der Conference League aus. Mehr als 30.000 Fußballfans, primär aus England und Spanien, reisten in die Messestadt. Nachdem es am Dienstagabend zu schockierenden Szenen gekommen war, als mehr als 300 Hooligans aufeinander losgingen, beruhigte sich die Situation insgesamt.

Viele Fans zog es nach dem Spiel in die Leipziger Innenstadt. Vor allem in den Lokalen rund um den Markt und im Barfußgässchen wurde es voll.  © Christian Grube

Wie die Polizeidirektion Leipzig in ihrem Fazit am Donnerstagvormittag mitteilte, gab es am Mittwoch keine weiteren, größeren Zwischenfälle.

Während der Fanmärsche zum Stadion und während des Spiels wurde sowohl von Anhängern des englischen Teams Crystal Palace als auch von Fans der spanischen Mannschaft Rayo Vallecano Pyrotechnik abgebrannt.

Die Polizei ermittelt in allen Fällen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung.

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Im gesamten Stadtgebiet kam es zu Verkehrseinschränkungen, auch bei den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Durch das Siegtor von Jean-Philippe Mateta (28) in der 50. Minute, sicherte sich Crystal Palace den Titel als Conference League Sieger 2026. Danach strömten zahlreiche Fans beider Mannschaften laut Angaben der Polizei wieder in die Innenstadt.

Es kam zu einzelnen verbalen und teilweise körperlichen Auseinandersetzungen, die allerdings schnell gelöst werden konnten. Mehrere Einwohner beschwerten sich über den Lärm.

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Vereinzelt wurde bei den Fanmärschen und im Stadion Pyrotechnik angezündet.  © EHL Media

Mehr als 1200 Polizeikräfte im Einsatz

Zahlreiche Einsatzkräfte waren bis in die Nacht unterwegs, am Mittwoch kam es aber zu keinen größeren Zwischenfällen.  © Christian Grube

Der Einsatz der Polizei lief offiziell bereits seit dem 25. Mai. In dem Zeitraum wurden insgesamt 30 Strafverfahren eingeleitet, überwiegend wegen Körperverletzungen und Beleidigungen. Die meisten Täter wurden gestellt.

Im Fall der Hooligan-Auseinandersetzung am Dienstagabend gab es Platzverweise und die Polizei zeigte den Konflikt als Landfriedensbruch an.

Aus Leipzig waren mehr als 1200 Kräfte der Polizei im Einsatz. Sie wurden unterstützt durch Beamte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Thüringen, Brandenburg und Bayern, sowie durch Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizeien und der Polizeireviere.

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Zusätzlich waren die Reiterstaffel, die Hundestaffel, die Wasserwerferstaffel und ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

Auch Polizeikräfte aus England und Spanien waren mit nach Leipzig gereist. Sie hatten unter anderem am Dienstagabend vermittelt, als einige Fans ein Lokal in der Innenstadt nach Ladenschluss nicht verlassen wollten.

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