Nachdem ihr sechs Tiere weggenommen wurden: Will die "Tiger Queen" jetzt Sachsen verlassen?

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Dölzig - Die Ereignisse rund um "Tiger Queen" Carmen Zander (52) haben sich in den vergangenen Wochen überschlagen. Jetzt will sie wohl umziehen und benötigt dafür finanzielle Unterstützung.

Die Tiger von Carmen Zander (52) leben in einem Gewerbegebiet in der Nähe von Leipzig. (Archivbild)
Die Tiger von Carmen Zander (52) leben in einem Gewerbegebiet in der Nähe von Leipzig. (Archivbild)  © Michael Strohmeyer

Der Spendenaufruf tauchte Anfang der Woche auf der Plattform GoFundMe auf und wurde von Zander auf ihrer Webseite geteilt. Initiator ist der Verein Pro Tiger e.V.

Darin heißt es: "Ihr werdet ja alle übers Internet von den entsetzlichen Ereignissen auf dem Tigerplatz in Dölzig erfahren haben. Es bedeutet für uns aktuell, dass wir diesen Platz räumen und uns ein neues, sicheres und endgültiges Zuhause für die Tiger schnellstmöglich suchen müssen."

Die Aktion sei "dringlich" und "kostenintensiv".

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TAG24 hat bei Zander angefragt, ob es stimmt, dass sie aus Dölzig wegziehen und wo sie hin möchte. Die Anfrage blieb noch unbeantwortet.

"Tiger Queen" Carmen Zander und Landratsamt waren sich immer wieder uneinig

Die Tiger wurden Anfang Juni mit Spezialfahrzeugen nach Spanien gebracht.
Die Tiger wurden Anfang Juni mit Spezialfahrzeugen nach Spanien gebracht.  © Michael Strohmeyer

Am 1. Juli beschlagnahmte das Landratsamt Nordsachsen sechs ihrer acht Tiger, weil Zander die Vorgaben zur Vergrößerung des Areals der Tiere nicht umgesetzt hatte. Der Platz reicht laut den Behörden nur für zwei der Großkatzen aus.

Die "Tiger Queen" widerspricht diesen Ansichten und bezeichnete die Aktion als "tierschutzwidrig".

Die Tiere wurden zu einer Auffangstation nach Spanien gebracht. Laut den verantwortlichen Tierschützern würden die Behörden derzeit auch prüfen, ob die übrigen zwei Tiere auch noch von der Organisation übernommen werden können.

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Mitte Mai brach der Tiger Sandokan aus seinem Gehege im Schkeuditzer Stadtteil Dölzig aus und verletzte einen 72-jährigen Helfer schwer. Dieser verstarb vor wenigen Tagen. Das Tier wurde von der Polizei erschossen.

Schon davor stand Zander für ihre Haltungsbedingungen immer wieder in der Kritik.

Titelfoto: Bildmontage: Michael Strohmeyer

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