Leipzig - Der verheerende Wohnungsbrand in der Elsterstraße in Leipzig vor einer Woche bewegte viele Menschen in der Stadt und sorgte für eine große Anteilnahme. Fünf Wohnungen brannten komplett aus, 13 Personen verloren ihr Zuhause, darunter auch einige Kinder.
Vor ein paar Tagen wurden mehrere Spendenaufrufe für die betroffenen Familien gestartet. Mehrere Tausend Euro wurden bisher gespendet.
Unter anderem wird Geld für die Familie gesammelt, auf deren Balkon das Feuer ausbrach. Alexandra Bremert, die den Aufruf auf Gofundme.com gestartet hat, schrieb, dass die Familie seelisch am Tiefpunkt sei.
"Es trifft diese Familie um Mama Chrissi, ihre zwei Söhne und ihren Partner leider hart, weil sie keine Hausratversicherung haben, die nicht nur das gesamte Hab und Gut ersetzt hätte, sondern auch für die Aufräumkosten aufgekommen wäre", hieß es in dem Aufruf.
Sie möchte 5500 Euro sammeln. Ein Großteil der Summe wurde schon erreicht.
Christiane Apelt startete einen Spendenaufruf für ihre Schwester Jacqueline und ihren 18-jährigen Sohn. Sie sollen zu Hause gewesen sein, als das Feuer sie überraschte. "Beide standen auf der Straße und sahen zu, wie ihre gesamte Existenz, jede Erinnerung, jedes vertraute Möbelstück und all ihre Sicherheit in schwarzem Rauch aufgingen", schrieb Christiane.
Auch eine junge Familie soll vom Brand betroffen sein
Der 18-Jährige steckt laut seiner Tante gerade mitten im Abitur. Sein Laptop, seine Bücher und seine Lego-Sammlung sollen dem Brand zum Opfer gefallen sein.
Christiane Apelt war für ein persönliches Statement nicht zu erreichen. Sie möchte 15.000 Euro sammeln und steht kurz davor, ihr Spendenziel zu erreichen.
Für Isabell Meißner, die ebenfalls in dem Haus gewohnt haben soll, wurde ein weiterer Aufruf gestartet. Gerald Meißner organisierte die Spendensammlung für die junge Familie, die ebenfalls keine Hausratsversicherung gehabt haben soll. Auch er war nicht zu erreichen.
Die Eltern und ihr dreijähriges Kind schafften es seinen Angaben nach unversehrt nach draußen, aber aus ihrer Wohnung konnte nichts gerettet werden. "Besonders schwer ist die Situation für ihr kleines Kind, das sein Zuhause und viele vertraute Dinge verloren hat", schrieb Gerald Meißner.
Er möchte 14.000 Euro sammeln. Das Geld soll genutzt werden, um neue Kleidung für Eltern und Kind, neue Möbel, Haushaltsgeräte und Alltagsgegenstände zu besorgen. Außerdem soll es bei den Kosten für Dokumente und einen Neustart in einer neuen Wohnung helfen. Mehr als 10.000 Euro sind bisher zusammengekommen.
Rund 100 Einsatzkräfte kämpften vor knapp einer Woche gegen die Flammen. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern weiterhin an. Man geht davon aus, dass der Brand von einem Balkon im Erdgeschoss ausging. Ein technischer Defekt wird laut einem Polizeisprecher ausgeschlossen.