Verspätungen und Ausfälle bei Leipziger Straßenbahnen: Das sind die häufigsten Gründe
Leipzig - Gerade in Zeiten steigender Spritpreise nutzen immer mehr Menschen den ÖPNV, etwa für den täglichen Weg zur Arbeit. Umso ärgerlicher ist es da, wenn mal eine Straßenbahn ausfällt oder sich deutlich verspätet. Doch warum und wie oft passiert das überhaupt in der Messestadt?
Die BSW-Fraktion im Leipziger Stadtrat ging der Sache auf den Grund und stellte eine schriftliche Anfrage.
"Im Jahr 2025 gab es 6343 Störungen, welche zu 3700 Fahrplanausfällen bei den LVB führten", antwortete die Stadtverwaltung unter Berufung auf Zahlen der Verkehrsbetriebe.
In der Gesamtbilanz hätten diese Fälle sich damit jedoch lediglich auf 0,6 Prozent der insgesamt angebotenen Fahrten ausgewirkt.
Bezogen auf Straßenbahnen seien die vier häufigsten Ursachen für Fahrtausfälle in den vergangenen fünf Jahren (2020 bis 2025) zuallererst auf Fahrzeugschäden zurückzuführen (33 Prozent).
An zweiter Stelle folgten Behinderungen oder Streckenblockierungen (30 Prozent), etwa durch Rettungseinsätze, Demonstrationen oder Falschparker, gefolgt von Unfällen (20 Prozent) und fehlendem Personal (5 Prozent).
Kosten für Reparatur und SEV werden Unfallverursacher in Rechnung gestellt
Immer wieder krachen in Leipzig Straßenbahnen und Autos zusammen, wie etwa kürzlich im Stadtteil Paunsdorf. Im Oktober vergangenen Jahres wurde der Fahrer eines Skodas in Grünau bei einem solchen Vorfall schwer verletzt und musste aus seinem Auto befreit werden.
Laut den Verkehrsbetrieben waren in den vergangenen Jahren bei 76 Prozent der Unfälle Kraftfahrzeuge beteiligt. An zweiter Stelle folgten Vorkommnisse mit Fußgängern (9 Prozent) und auf dem dritten Platz Unfälle zwischen Trams und Fahrradfahrern (5 Prozent).
Zahlen bezüglich der finanziellen Kosten für einen durchschnittlichen Ausfall erheben die Verkehrsbetriebe nicht.
"Bei fremdverschuldeten Unfällen werden die entstehenden Aufwendungen für Reparatur, Ersatzverkehr, etc. regelmäßig dem Verursacher in Rechnung gestellt", heißt es in der Antwort der Stadtverwaltung.
Titelfoto: News5/Grube

