Warum Sachsen-Minister Panter unbedingt ins Leipziger Rathaus will

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Leipzig/Dresden - Für Wirtschaftsminister Dirk Panter (52, SPD) ist es so etwas wie ein Traum, im nächsten Jahr in Leipzig Oberbürgermeister zu werden. Gegenüber TAG24 sagt er, welche Vision er für die Messestadt hat. Und dann ist ja auch noch die Frage seiner Nachfolge als Minister.

Dirk Panter (52, SPD) will Leipziger Oberbürgermeister werden. Auf seine Amtsführung als Wirtschaftsminister habe seine Bewerbung keinerlei Einfluss, so das Ministerium.
Dirk Panter (52, SPD) will Leipziger Oberbürgermeister werden. Auf seine Amtsführung als Wirtschaftsminister habe seine Bewerbung keinerlei Einfluss, so das Ministerium.  © Thomas Türpe

Panter ist alles andere als entspannt, als er erklärt, warum er seinen Hut bei der OB-Wahl in den Ring geworfen hat. Positiv enerviert, vielleicht. Wahrscheinlich würde er am liebsten sofort loslegen. Er habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, sagt er dann, und dennoch sei sie klar gewesen.

Noch ist er nicht offiziell nominiert, aber das ist nur eine Formalität. "Ich bin seit 31 Jahren mit Leib und Seele Leipziger und ich bin wirklich gerne Minister." Ein tolles, ein hohes Amt. "Trotzdem wäre es etwas ganz Besonderes für mich, in einer Stadt wie Leipzig Oberbürgermeister sein zu dürfen."

Leipzig ist seit 1990 sozialdemokratisch regiert. Heute beschert der nicht abbrechen wollende Zuzug der Messestadt Spitznamen wie "Hypezig" und macht aus ihr die am schnellsten wachsende Großstadt Deutschlands. Aber die Schulden sind hoch.

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Hat Panter schon einen Plan? "Eine Stadt braucht Gewerbesteuereinnahmen. Wir müssen Zukunftstechnologien nach Leipzig holen, dürfen aber die ganz klassischen Wirtschaftsbereiche nicht vernachlässigen."

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Berlin war "arm, aber sexy". Und Leipzig? Die Messestadt ist die am schnellsten wachsende Großstadt Deutschlands - und hoch verschuldet.  © DPA
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Wer folgt auf Burkhard Jung?

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Amtsinhaber Burkhard Jung (68, SPD) tritt 2027 nicht wieder an und wird seinen Rathaussessel räumen.  © imago images/Metodi Popow

Ob sein Standing am Ende reicht, um so profilierte Bewerber wie Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (49, Linke), die ihren Job immerhin seit zehn Jahren macht, oder den Ex-Konsum-Chef und Olympia-Manager von 2012, Dirk Thärichen (57, parteilos), zu schlagen, bleibt abzuwarten.

"Nach der erfolgreichen Amtszeit von Burkhard Jung ist Dirk Panter genau der Richtige, um Leipzigs Erfolgsgeschichte neue Seiten hinzuzufügen", findet jedenfalls SPD-Landes-Chef Henning Homann (46).

Er ist auch derjenige, der im Falle des Falles als Nachfolger Panters im Amt des Wirtschaftsministers infrage kommt. Wirtschaftspolitischer Sprecher seiner Fraktion ist er bereits. Im Ministerium hält man sich in dieser Frage zurück und verweist auf die SPD. Dort wird auf den Fluren bisher nur gemunkelt, dass noch nichts entschieden sei.

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Viel Auswahl an profilierten Politikern hat die sächsische SPD aber nicht. Bedeutet das etwa eine neue Chance für Panters Vorgänger im Amt? Martin Dulig (52) war am Dienstag jedenfalls nicht zu erreichen ...

Titelfoto: Bildmontage/Thomas Türpe/dpa

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