Nach Tiger-Angriff in Nordsachsen: So geht es dem verletzten Helfer

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Dölzig - Mehr als zwei Wochen nach dem Tigerangriff in Dölzig (Landkreis Nordsachen) laufen die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft weiterhin auf Hochtouren. Die wichtigsten Fragen sind dabei immer noch: Wie konnte sich der Tiger aus seinem Gehege befreien und wieso griff er einen 72-jährigen Helfer an?

Der 72-Jährige war ein freiwilliger Helfer, der regelmäßig Carmen Zander unterstützte.
Der 72-Jährige war ein freiwilliger Helfer, der regelmäßig Carmen Zander unterstützte.  © Michael Strohmeyer

Sowohl die Leipziger Polizei als auch die Staatsanwaltschaft bestätigten auf TAG24-Anfrage, dass die Ermittlungen noch laufen, weswegen keine näheren Angaben zu Einzelheiten gemacht werden können.

Am Dienstagvormittag gab es allerdings ein Update zu dem Verletzten. Laut Staatsanwältin Vanessa Fink ist der 72-Jährige "noch immer im Krankenhaus und weiterhin nicht vernehmungsfähig".

Es wird weiterhin gegen Raubtier-Dompteurin Carmen Zander (52) wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt.

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Zander zeigte sich nach dem Ausbruch in einem Interview mit dem Fernsehsender RTL schockiert darüber, dass die Polizei ihren Tiger "Sandokan" erschossen hatte. Sie ist der Meinung, dass sie ihn hätte einfangen und somit retten können.

Polizei ist sich sicher: "Von dem Tiger ging eine Gefahr aus"

Carmen Zander (52) bezeichnete den Tiger Sandokan oft als ihren "Kuschelbär". (Archivfoto)
Carmen Zander (52) bezeichnete den Tiger Sandokan oft als ihren "Kuschelbär". (Archivfoto)  © Michael Strohmeyer

Ein Sprecher der Polizeidirektion Leipzig erklärte auf TAG24-Anfrage das Vorgehen der Einsatzkräfte: "In der Gartenanlage befanden sich aufgrund des guten Wetters und da es ein Sonntag war viele Personen, sodass eine Gefahr für diese bestand, wenn der Tiger in die Gärten gelangt wäre."

Er führte weiterhin aus, dass es sich um einen zeitkritischen Einsatz handelte, weswegen die Beamten vor Ort schnell reagieren mussten und das Tier aus kurzer Distanz erschossen. Das erfolgte aufgrund der Gefahrenlage ohne Betäubung.

Ein Tierarzt wurde ebenfalls informiert und herbeigerufen, allerdings war er noch nicht vor Ort, als die Schüsse abgegeben wurden.

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Am 17. Mai war ein Tiger aus einem privaten Gehege in Dölzig ausgebrochen. Eine Person wurde schwer verletzt. Die Besitzerin des Tiers, Carmen Zander, hält auf ihrem Gelände noch weitere Raubkatzen und steht schon länger dafür in der Kritik.

Titelfoto: Bildmontage: Michael Strohmeyer

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