Große Trauer im Leipziger Zoo: Koala-Dame Mandie ist tot
Leipzig - Traurige Nachrichten aus dem Leipziger Zoo: Koala-Dame Mandie musste im Alter von neun Jahren eingeschläfert werden.
Das teilte der Zoo sowohl auf seiner Webseite als auch in den Sozialen Medien mit. Demnach habe man sich am Donnerstag für den Schritt der Einschläferung entschieden, um Mandie weiteres Leid und Schmerzen zu ersparen.
In den Tagen zuvor ging es dem Koala-Weibchen zunehmend schlechter, es habe keine Nahrung mehr aufgenommen, deutlich an Gewicht verloren und zuletzt am Donnerstag nur noch teilnahmslos am Boden gelegen.
Laut Prof. Jörg Junhold (61) seien Blutproben entnommen und ausgewertet worden. Sie hätten ergeben, dass eine massive Stoffwechselstörung bei der Beutelbärin vorlag.
"Leider zeigten die medizinischen Intensivmaßnahmen keinerlei Wirkung mehr, so dass uns nur noch die schwere Entscheidung blieb, sie von ihrem Leiden zu erlösen", so der Zoo-Direktor.
Mandie hatte für ersten Koala-Nachwuchs im Leipziger Zoo gesorgt
Mandies Tod wurde nur eine Woche nach der feierlichen Taufe der kleinen Inala (8 Monate) bekanntgegeben. Sie und ihre Eltern Erlinga (4) und Yuma (5) sind jetzt die einzigen Bewohner des Koala-Hauses.
Noch im Spätsommer war Mandie auf Reisen im Dresdner Zoo, um sich dort mit einem Männchen zu paaren. Allerdings schlugen jegliche Versuche fehl, weshalb sie im Herbst zurück nach Leipzig kam.
Unvergessen ist dennoch, dass sie für den ersten Koala-Nachwuchs überhaupt im Leipziger Zoo überhaupt gesorgt hatte. Er kam im Sommer 2020 zur Welt und lockte Tausende Besucher ins Koala-Haus. Drei Jahre später wurde er schließlich nach Belgien abgegeben.
Die pathologische Untersuchung solle nun Aufschluss über die genaue Krankheitsursache von Mandie geben, so Prof. Jörg Junhold. "Wir sind alle zutiefst betroffen. Mandie war uns allen sehr ans Herz gewachsen."
Titelfoto: Zoo Leipzig

