Leipzigs "Zoo der Zukunft" wird teurer und später fertig!

Leipzig - Der Weg zum "Zoo der Zukunft" bleibt in Leipzig weiter steinig.

Leipzigs Ratsversammlung hat einer Kostensteigerung um 15 Millionen Euro für den "Zoo der Zukunft" zugestimmt.
Leipzigs Ratsversammlung hat einer Kostensteigerung um 15 Millionen Euro für den "Zoo der Zukunft" zugestimmt.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Bei ihrer Zusammenkunft am Mittwoch hat die Ratsversammlung einer Kostensteigerung von 15 Millionen Euro für das Großprojekt zugestimmt. Damit wachsen die Gesamtkosten von zunächst 53 Millionen Euro auf nun 68 Millionen Euro an.

Auch die Fertigstellung verzögert sich: War im vergangenen Jahr noch davon ausgegangen worden, dass der Bau 2025/26 vollendet sei, wird mittlerweile mit einem Abschluss im Jahr 2027 gerechnet.

Von den zusätzlichen 15 Millionen übernimmt Leipzig laut Beschluss vom Mittwoch vier Millionen Euro. Weitere zwei Millionen seien bereits vom Freundes- und Förderverein des Zoo zugesichert worden.

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Grund für die Kostensteigerung sowie den neuen Fertigstellungstermin sind laut Stadtverwaltung Verzögerungen bei den Großprojekten "Feuerland" und "Asiatische Inselwelten" sowie bei der Sanierung des Terrariums.

In Bezug auf das "Feuerland" ist es nicht der erste Rückschlag.

Probleme mit Grundwasser offenbar Grund für Verzögerungen

Zoodirektor Jörg Junghold (53, Mitte) verfolgte die Entscheidung im Stadtrat als Gast mit.
Zoodirektor Jörg Junghold (53, Mitte) verfolgte die Entscheidung im Stadtrat als Gast mit.  © Eric Mittmann

Eigentlich sollte mit dem Bau bereits 2020 begonnen werden, dem machte jedoch die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung. Der Bauplatz, auf dem "Feuerland" entsteht, galt als Verdachtsfall für Weltkriegs-Munition. Weil die Stadt kein Risiko eingehen wollte, während der Pandemie seine Bürger evakuieren zu müssen, wurde der Spatenstich schließlich auf 2021 verschoben.

Nun die nächste Verzögerung. Einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" zufolge gab es zuletzt Schwierigkeiten mit dem Grundwasserspiegel. Dies habe "umfangreiche Umplanungen" erfordert. Im Stadtratsbeschluss war von "technischen Herausforderungen der Baugrube" die Rede.

Die Ratsversammlung stimmte dem veränderten Bauplan einstimmig zu. Bei der Abstimmung war auch Zoodirektor Jörg Junhold (58) zugegen, verfolgte als Gast im Plenarsaal die Entscheidung.

Titelfoto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

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