Trauriger Abschied im Leipziger Zoo: Älteste Giraffenkuh Ashanti eingeschläfert!

Leipzig - 20 Jahre lang lebte sie im Leipziger Zoo, nun mussten sich ihre Pfleger von ihr verabschieden: Am Mittwochmorgen wurde Ashanti, die älteste Giraffenkuh des Leipziger Tiergartens, eingeschläfert.

Der Leipziger Zoo musste sich am Mittwochmorgen von Giraffenkuh Ashanti (†22) verabschieden.
Der Leipziger Zoo musste sich am Mittwochmorgen von Giraffenkuh Ashanti (†22) verabschieden.  © Montage: Zoo Leipzig

Die 22-Jährige war im Jahr 2003 vom Zoo Ostrava in Tschechien in die Messestadt umgezogen. Zusammen mit Giraffenbulle Max, dem Publikumsliebling der Leipziger Giraffen, brachte sie fünf Jungtiere zur Welt.

Im Januar 2020 verstarb Max jedoch im Alter von 24 Jahren. Ashanti musste allein ihren Alltag beschreiten.

In den vergangenen Jahren zeigten sich bei der Giraffenkuh immer mehr Alterserscheinungen. Weil ihr Gebiss abgebaut hatte, mussten die Pfleger ihr Futter in kleine Stücke zermahlen, damit sie es aufnehmen konnte.

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Weil sie zudem sehr langsam aß, musste sie währenddessen von der Herde getrennt werden, damit die anderen Giraffen ihr nicht das Futter wegschnappen.

"War nicht mehr vertretbar, unser Eingreifen hinauszuschieben": Deshalb wurde Ashanti eingeschläfert

Die Giraffenherde verlor mit der alten Dame ihr ältestes Mitglied.
Die Giraffenherde verlor mit der alten Dame ihr ältestes Mitglied.  © Zoo Leipzig

In den vergangenen Monaten hatte der Allgemeinzustand der alten Dame zunehmend für Besorgnis im Leipziger Zoo gesorgt. So hatten die Tierpfleger und Tierarzt Dr. Andreas Bernhard bereits Ende September in einer Folge von "Elefant, Tiger & Co." bemerkt, dass Ashanti an Gewicht verloren hatte. Für gewöhnlich hatte sie dieses über den Sommer aufgebaut, als Vorbereitung für den Winter.

Ashantis Gebiss hatte zu diesem Zeitpunkt bereits fast vollständig abgebaut, bestand nur noch aus Zahnfleisch und Kiefer. Eine rein flüssige Ernährung, so hieß es, sei jedoch nicht möglich, da ihr die wichtigen Mikroorganismen aus dem Pansen-Futter fehlen würden.

Die Folge war ein massiver Muskelabbau als Resultat der verminderten Nahrungsaufnahme.

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"In unserer Verantwortung liegt es, durch intensives Monitoring das Leiden bei alten Tieren auf ein absolutes Minimum zu beschränken, alle pflegerischen und medizinischen Möglichkeiten auszuschöpfen und wenn es geboten ist, im richtigen Moment die Entscheidung im Sinne des Tieres zu treffen", erklärte Tierarzt Dr. Bernhard in einer Mitteilung am Mittwoch.

"Aufgrund ihres schlechten körperlichen Zustandes war es nicht mehr vertretbar, unser Eingreifen weiter hinauszuschieben."

Titelfoto: Montage: Zoo Leipzig

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