Sie haben ihn! Entflohener Mörder in Frankreich festgenommen

Regensburg - Der aus dem Regensburger Amtsgericht entflohene Häftling Rachid Chouakri (40) ist nach vier Tagen gefasst worden.

Vier Tage lang wurde nach dem geflohenen Mörder Rachid Chouakri (40) gefahndet, nun konnte er gefasst werden.
Vier Tage lang wurde nach dem geflohenen Mörder Rachid Chouakri (40) gefahndet, nun konnte er gefasst werden.  © Bildmontage: Uwe Lein/dpa, -/Polizeipräsidium Oberpfalz/dpa

Wie am Montag bekannt wurde, haben Fahnder den verurteilten Mörder in der Nähe der deutschen Grenze in Frankreich erwischt.

Zuvor seien über 150 Hinweise auf den aus einem Fenster entflohenen Täter eingegangen.

Seit 2021 verbüßt Chouakri eine lebenslange Haftstrafe in der Justizvollzugsanstalt Straubing und gilt als gewalttätig und gefährlich.

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Am vergangenen Donnerstag stand er wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte vor Gericht.

In einer Verhandlungspause habe er sich - was nicht unüblich ist - mit seinem Verteidiger in ein Anwaltszimmer zurückgezogen. Hierzu wurden dem Mann die Fesseln abgenommen.

Ein Beamter sicherte nach bisherigen Erkenntnissen von außen den Bereich ab, ein weiterer sollte vor dem Gebäude dieses Besprechungszimmers im Blick behalten.

Offenbar nutzte Chouakri die Zeit, in der der Sicherheitsbeamte auf dem Weg nach draußen war, um aus dem Fenster im Erdgeschoss zu springen und in Richtung des gegenüber liegenden Dörnbergparks zu laufen.

Vier Tage lang wurde nach dem Verbrecher gesucht. Nicht nur in Deutschland, auch europaweit wurden die Behörden über den flüchtigen Häftling informiert.

Am Montag ging er nun den Fahndern ins Netz und befindet sich wieder hinter Schloss und Riegel.

Während eines Überfalls hatte er eine Seniorin erwürgt

Rachid Chouakri hatte 2011 bei einem Überfall auf einen Nürnberger Lottoladen eine 76 Jahre alte Dame erwürgt und wurde 2021 für dieses Verbrechen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Der Algerier gilt als gewalttätig - die Polizei warnte bei den mehrfachen Zeugenaufrufen während der vier Tage stets ausdrücklich davor, den Mann direkt anzusprechen.

Europaweit waren die Polizeibehörden alarmiert und unter anderem wurde mit Polizeihubschraubern und Diensthunden nach dem Häftling gesucht.

Titelfoto: Bildmontage: Uwe Lein/dpa, -/Polizeipräsidium Oberpfalz/dpa

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