Münchner Sicherheitskonferenz: US-Senator lobt Merz: "Gott segne ihn"

München - Die Münchner Sicherheitskonferenz sorgt von Freitag bis Sonntag für Wirbel in der bayerischen Landeshauptstadt.

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz werden zahlreiche Staats- und Regierungschefs erwartet.
Auf der Münchner Sicherheitskonferenz werden zahlreiche Staats- und Regierungschefs erwartet.  © Peter Kneffel/dpa

Am weltweit wichtigsten Expertentreffen zur Sicherheitspolitik nehmen mehr als 60 Staats- und Regierungschefs und rund 100 Außen- und Verteidigungsminister teil. Insgesamt sind etwa 120 Länder in München vertreten und damit etwa zwei Drittel aller Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen.

Die Krise in den Beziehungen zwischen Europa und den USA ist eines der Hauptthemen der Konferenz sein, die am Freitag von Bundeskanzler Friedrich Merz (70) eröffnet wurde.

Neben US-Außenminister Marco Rubio (54) sind auch einige der schärfsten Gegner von US-Präsident Donald Trump (79) zu Gast. Zu den prominentesten europäischen Vertretern zählen der französische Präsident Emmanuel Macron (48), der britische Premierminister Keir Starmer (63) und der polnische Ministerpräsident Donald Tusk (68). Konferenzleiter Wolfgang Ischinger (79) hat in diesem Jahr auch wieder Vertreter der AfD eingeladen.

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Am Rande der Konferenz laufen Hunderttausende Demonstranten auf. Mehr dazu lest ihr hier im TAG24-Ticker.

15. Februar, 11.30 Uhr: US-Senator Graham lobt Merz als Trump-Versteher

Der republikanische US-Senator und Trump-Vertraute Lindsey Graham (70) hat Bundeskanzler Friedrich Merz für seine Haltung im Iran-Konflikt gelobt.

"Merz hat gesagt, Iran wird fallen. Gott segne ihn", sagte Graham am Rande der Konferenz. Graham äußerte sich insgesamt sehr positiv zu seinen Gesprächen mit Merz und dem britischen Premierminister Keir Starmer. "Ich war von beiden beeindruckt. Sie scheinen Trump ziemlich gut durchschaut zu haben." Der Senator zählt zu den erfahrensten Außenpolitikern der USA und hat einen sehr guten Draht zum US-Präsidenten.

Der US-Senator Lindsey Graham (70) trat bereits am Samstag bei der Demonstration für den Iran auf der Theresienwiese auf.
Der US-Senator Lindsey Graham (70) trat bereits am Samstag bei der Demonstration für den Iran auf der Theresienwiese auf.  © Felix Hörhager/dpa

15. Februar, 7.44 Uhr: "Tatort"-Dreharbeiten vor Herausforderung, Schauspieler fast abgeführt

Die Sicherheitskonferenz wurde auch zur Kulisse für den neuen "Tatort". Bei den Dreharbeiten für den TV-Krimi stand die Crew mehrfach vor Herausforderungen.

Brenzlig wurde es, als sich die Schauspieler Ferdinand Hofer und Carlo Ljubek in einer Sicherheitskontrolle nicht entsprechend ausweisen konnten.

14. Februar, 21.31 Uhr: Selenskyj erhält Auszeichnung für Widerstand der Ukrainer

Wolodymyr Selenskyj (48) ist mit dem Ewald-von-Kleist-Preis 2026 geehrt worden – stellvertretend für den Mut und die Widerstandskraft der Ukrainer. Die Laudatio am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz hielt Donald Tusk.

Tusk betonte, das ukrainische Volk verdiene höchsten Respekt. Die Ukraine zahle für ihren Widerstand einen hohen Preis – im Kampf gegen einen Feind, der ganz Europa bedrohe.

Selenskyj bedankte sich ausdrücklich bei den europäischen Staats- und Regierungschefs für ihre Unterstützung. Sein Dank galt auch Ursula von der Leyen und Mark Rutte. Die Auszeichnung gelte ausdrücklich auch den vielen Menschen, die ihr Leben im Krieg verloren haben oder verletzt wurden.

Wolodymyr Selenskyj (48) wurde mit dem Ewald-von-Kleist-Preis 2026 geehrt.
Wolodymyr Selenskyj (48) wurde mit dem Ewald-von-Kleist-Preis 2026 geehrt.  © Sven Hoppe/dpa

14. Februar, 17.37 Uhr: Auftritt von Reza Pahlavi bei Münchner Großdemo

Bei der Großdemo auf der Münchner Theresienwiese ist der bekannte iranische Oppositionelle Reza Pahlavi (65) aufgetreten.

Vor rund 250.000 Menschen kündigte der Kronprinz an, einen politischen "Übergang" im Iran anführen zu wollen. Sein Ziel sei es, das Land in eine "demokratische Zukunft" zu führen, sagte er auf der Bühne.

Reza Pahlavi (65) trat bei der Großdemo in München auf.
Reza Pahlavi (65) trat bei der Großdemo in München auf.  © Felix Hörhager/dpa

14. Februar, 16.51 Uhr: Boris Pistorius warnt USA vor Alleingängen

Boris Pistorius (65) warnte die US-Regierung vor Alleingängen, da diese in einer Welt konkurrierender Großmächte langfristig erfolglos seien.

Der Regierung von Donald Trump warf er vor, mit ihrem Vorgehen – etwa bei Forderungen zu Grönland und in den Ukraine-Verhandlungen – der NATO zu schaden und Gegner zu stärken. Pistorius betonte, die USA profitierten vom Bündnis mit über 30 Staaten und könnten nicht allein handeln. Europa solle mehr Verantwortung für konventionelle Verteidigung und seine Nachbarschaft übernehmen, während die USA weiterhin strategischen und nuklearen Schutz gewährleisteten.

14. Februar, 16.24 Uhr: Pistorius warnt – "Die Freiheit ist unter Beschuss"

Verteidigungsminister Boris Pistorius (65) machte in seiner Rede deutlich, wie ernst die Lage ist: "Die Freiheit ist unter Beschuss." Kriege und Krisen nähmen weltweit zu, zugleich verschiebe sich der strategische Fokus der Vereinigten Staaten.

Für Europa bedeute das, mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit und die Stabilität der unmittelbaren Nachbarschaft zu übernehmen. Pistorius’ zentrale Botschaft in München: Die NATO müsse europäischer werden, wenn sie dauerhaft stark und handlungsfähig – und damit transatlantisch – bleiben wolle.

Auf der Sicherheitskonferenz fand Boris Pistorius (65) klare Worte.
Auf der Sicherheitskonferenz fand Boris Pistorius (65) klare Worte.  © Michael Bihlmayer/action press-Pool/dpa

14. Februar, 15.39 Uhr: Über 250.000 Menschen auf Iran-Demo in München

Zur Großkundgebung gegen die iranische Regierung in München sind am Samstag wesentlich mehr Menschen erschienen als im Vorfeld angenommen. Nach Angaben einer Polizeisprecherin gegenüber TAG2 beteiligen sich über 200.000 Personen an der Demo – ursprünglich war die Versammlung mit 100.000 Teilnehmenden angemeldet worden.

"Aktuell sind wir bei über 200.000 Menschen", erklärte die Sprecherin. Sowohl auf der Theresienwiese als auch auf dem angrenzenden Bavariaring bewegten sich zahlreiche Demonstrierende. Bereits um 12 Uhr konnten über 15.000 Menschen gezählt werden, Inzwischen seien es sogar über 250.000.

200.000 Menschen sollen zur Iran-Demo in München erschienen sein.
200.000 Menschen sollen zur Iran-Demo in München erschienen sein.  © Marijan Murat/dpa

14. Februar, 14.46 Uhr: Polizeikolonne in Unfall auf der A9 verwickelt

Eine Kolonne der Bereitschaftspolizei hat am Samstagmorgen auf dem Weg von Nürnberg nach München einen Unfall auf der A9 gebaut.

Sechs uniformierte Einsatzwagen waren an dem Auffahrunfall bei Paunzhausen beteiligt, mehrere Polizisten wurden leicht verletzt.

14. Februar, 14.26 Uhr: Zehntausende bei Iran-Demo in München

Laut Polizei sind zum Versammlungsbeginn etwa 15.000 Menschen auf der Theresienwiese zusammengekommen, um ihre Solidarität mit den Menschen im Iran zu zeigen.

Der Veranstalter hatte 100.000 Teilnehmer angemeldet, wie das Kreisverwaltungsreferat (KVR) mitteilte. Die Demonstranten unterstützen Reza Pahlavi, den Sohn des 1979 vertriebenen Schahs von Persien.

Teilnehmende einer Demonstration für die Menschen im Iran stehen auf der Theresienwiese bei der Bavaria-Statue.
Teilnehmende einer Demonstration für die Menschen im Iran stehen auf der Theresienwiese bei der Bavaria-Statue.  © Felix Hörhager/dpa

14. Februar, 14 Uhr: Außenminister Wadephul: Nawalny von Moskau mit Pfeilgift getötet

Der vor zwei Jahren in russischer Haft gestorbene Alexej Nawalny ist Analysen zufolge mit einem starken Nervengift getötet worden.

Außenminister Johann Wadephul (CDU) und seine Kolleginnen und Kollegen aus Großbritannien, Schweden und den Niederlanden beschuldigten Russland, den Kremlkritiker umgebracht zu haben. Die anwesende Witwe Julia Nawalnaja sagte am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz, nun habe man den Beweis, dass Kremlchef Wladimir Putin ein Mörder sei.

Titelfoto: Felix Hörhager/dpa

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