Björn Höcke beschert Flüchtlingshelfern Spendensegen

Leipzig/Dresden/Erfurt - Dass sich die Seenotretter von "Mission Lifeline" einmal über die Netz-Aktivitäten des AfD-Rechtsaußen Björn Höcke (48) freuen dürfen, hätte dort wohl auch keiner gedacht.

Björn Höcke (48) hatte einmal mehr für Aufsehen gesorgt.
Björn Höcke (48) hatte einmal mehr für Aufsehen gesorgt.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Doch dank dessen Getwittere und Facebook-Posts, muss der Thüringer Landesverband der Partei nun fast 800 Euro an ein Vereinsmitglied zahlen. Diese sollen der Flüchtlingsrettung zugutekommen. 

Am 28. Januar 2019 legte Höcke auf Twitter und Facebook los: Mit einem aus der Wikipedia heruntergeladenen Bild schoss er gegen die "Mission Lifeline". 

Tatsächlich hätte er das Bild auch verwenden dürfen, wenn er denn die Quelle genannt hätte. 

Diese wiederum ist Mitglied bei "Mission Lifeline", ließ die Thüringer AfD abmahnen und forderte Schadensersatz.

Die Partei rechtfertigte sich mit Satire, kam damit beim Leipziger Amtsgericht allerdings nicht durch. 

Dieses verurteilte den vom Verfassungsschutz beobachteten Landesverband zu 200 Euro Schadensersatz sowie 571,44 Euro Abmahnkosten plus Zinsen.

Um diesen Post, veröffentlicht auf Twitter und Facebook, geht es.
Um diesen Post, veröffentlicht auf Twitter und Facebook, geht es.  © screenshot/privat

Die Fotografin will das Geld ihrem Verein spenden. "Wir freuen uns sehr darüber", sagt Sprecher Axel Steier (44). "Es ist aber auch bezeichnend für diese Partei, wie sie mit dem Recht umgehen."

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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