Nach Bedrohung durch Reichsbürger: Karl Lauterbach sorgt sich um seine Kinder!

Berlin - Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (59, SPD) sorgt sich nach den Bedrohungen durch Reichsbürger um seine Kinder.

Karl Lauterbach (59, SPD) gerät immer wieder ins Fadenkreuz rechtsextremistischer Gruppen.
Karl Lauterbach (59, SPD) gerät immer wieder ins Fadenkreuz rechtsextremistischer Gruppen.  © Kay Nietfeld/dpa

"Ich bin zwar sehr gut geschützt. Aber es beeinflusst mein Leben, und ich bin besorgt um meine Kinder", sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post" (Online Freitag).

Im April 2022 sollen Reichsbürger Sprengstoffanschläge und die Entführung des Bundesgesundheitsministers geplant haben. Bei bundesweiten Durchsuchungen wurden seinerzeit vier Männer festgenommen.

Lauterbach sagte, er habe die Gefahr durch die "Reichsbürger" anfangs unterschätzt. "Die Reichsbürger kannte ich vor ein paar Jahren noch gar nicht. Dann dachte ich, es seien ein paar harmlose Verrückte", sagte der Minister.

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"Heute weiß ich, dass diese Leute gefährliche Terroristen sind, viele bewaffnet", ergänzte er.

25 Menschen bei Reichsbürger-Razzia festgenommen

Bei der Großrazzia Anfang Dezember 2022 wurden in elf Bundesländern 25 Menschen festgenommen, die mit der Reichsbürger-Szene in Verbindung stehen.
Bei der Großrazzia Anfang Dezember 2022 wurden in elf Bundesländern 25 Menschen festgenommen, die mit der Reichsbürger-Szene in Verbindung stehen.  © Bodo Schackow/dpa

"Reichsbürger" erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht als Staat an. Sie erklären wahrheitswidrig, das historische Deutsche Reich bestehe bis heute fort.

Die Anhänger negieren heutige demokratische und rechtsstaatliche Strukturen wie Parlament, Gesetze oder Gerichte. Steuern, Sozialabgaben oder Bußgelder wollen sie nicht zahlen.

Bei einer Großrazzia in der Szene hatte die Bundesanwaltschaft am 7. Dezember insgesamt 25 Menschen festnehmen lassen.

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Den Beschuldigten, darunter frühere Offiziere und Polizeibeamte sowie eine ehemalige AfD-Bundestagsabgeordnete, wird die Planung eines Staatsumsturzes vorgeworfen.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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