Ricarda Lang nimmt Markus Söder aufs Korn: "Nürnberger Würstchen mit der Lizenz zum Tröten"

Von Jonas-Erik Schmidt

Aachen - Ex-Grünen-Chefin Ricarda Lang (32) hat einen Auftritt im Karneval für Sticheleien gegen den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (59, CSU) genutzt.

Ricarda Lang (32) nahm bei der Festsitzung zur Verleihung des "Orden wider den tierischen Ernst" Bayern-MP Markus Söder (59, CSU) aufs Korn.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Bei der Verleihung zum Orden wider den tierischen Ernst in Aachen - einer traditionsreichen Karnevalssitzung - sprach die 32-Jährige unter anderem vom "Nürnberger Würstchen mit der Lizenz zum Tröten, Markus Söder".

"Der fränkische Fleischsommelier ist das beste Beispiel dafür, dass auch groß gewachsene Männer am Napoleon-Komplex leiden", sagte Lang, als sie bei ihrer Rede auf den CSU-Vorsitzenden zu sprechen kam.

Bei der Verleihung zum Orden wider den tierischen Ernst treten regelmäßig Politiker auf und halten Karnevalsreden. Am Ende des Abends wird eine neue sogenannte Ordensritterin oder ein neuer Ordensritter ausgezeichnet.

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In diesem Jahr geht die Ehrung an Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (47, CSU).

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Bayerns Landeschef Markus Söder (59, CSU) musste diesmal einstecken und teilte nicht aus.  © Sebastian Gollnow/dpa

Ricarda Lang verschonte Söder-Kollegin Dorothee Bär

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (47, CSU) kleidete sich in Aachen ihrem Amt entsprechend.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Bär war auch der Anlass für Langs Bemerkung über Söder. "Liebe Doro Bär, ich sehe überhaupt gar keinen Anlass, irgendwas Fieses zu deiner Person zu sagen, denn den Job erledigt ja auch schon ein anderer", erklärte Lang.

Dann erinnerte sie an eine Situation auf einem CSU-Parteitag im Dezember. Söder hatte dort gesagt: "Keine Frage, wir erwarten uns nicht viel von dir, aber viel Geld nach Bayern, liebe Doro, hä hä, das wäre schön."

Vielfach wurden die Bemerkungen als demütigend oder fies interpretiert. Bär hatte die Debatte um die Worte des CSU-Parteichefs danach allerdings als übertrieben dargestellt.

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"Ich wusste schon, während er es gesagt hat, dass er es nicht so meint", hatte sie der "Süddeutschen Zeitung" gesagt. "Er hat sich mittlerweile mehrfach dafür entschuldigt. Und jetzt ist auch mal wieder gut."

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