Er bezeichnete Robert Habeck als "Schwachkopf": Stefan Niehoff (†65) ist tot
Landkreis Haßberge - Der durch die sogenannte "Schwachkopf-Affäre" bekannt gewordene Rentner Stefan Niehoff ist am Samstag im Alter von 65 Jahren verstorben.
Er sei den Folgen eines Schlaganfalls erlegen. Das berichten übereinstimmend mehrere Medien.
Der Fall des ehemaligen Bundeswehr-Feldwebels hatte deutschlandweit für Aufsehen gesorgt und eine Debatte über die Meinungsfreiheit in den sozialen Medien losgetreten. Vor allem von rechter Seite wurde Niehoff zum Helden hochstilisiert.
Was war passiert? Niehoff hatte auf seinem "X"-Account einen Retweet mit einem Foto des damaligen Bundeswirtschaftsministers Robert Habeck (56) veröffentlicht, das in Anlehnung an ein Produkt des Haarpflege-Unternehmens Schwarzkopf mit den Worten "Schwachkopf Professional" untertitelt war.
Daraufhin stellte der Grünen-Politiker einen Strafantrag gegen Niehoff. Kurz darauf stand dann die Polizei im November 2024 vor der Wohnung des überraschten Rentners im kleinen unterfränkischen Ort Burgpreppach und durchsuchte diese.
Dieses Vorgehen wurde von vielen Kritikern als unverhältnismäßig angesehen.
Verurteilung wegen geteilten Fotos mit NS-Bezug
Beim Betrachten weiterer Beiträge Niehoffs in den sozialen Medien fanden die Beamten dann allerdings auch einen Post mit einem historischen Foto mit NS-Bezug.
Das führte letztendlich dazu, dass der Mann wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vom Amtsgericht Haßfurt im Juni 2025 zu 55 Tagessätzen verurteilt wurde. Dagegen hatten Niehoffs Verteidiger allerdings Berufung eingelegt.
Titelfoto: Bild-Montage: Pascal Höfig/NEWS5
