Geht es Buckelwal "Timmy" doch nicht schlechter? Rettungsaktion soll am Dienstag stattfinden
Niendorf/Wismar/Poel - Deutschland bangt weiter mit Buckelwal "Timmy". Nach mehreren Strandungen in den vergangenen Wochen steht jetzt das Konzept einer privaten Rettungsinitiative, ihn in die Nordsee zu bringen. Am Dienstag soll das Vorhaben umgesetzt werden. TAG24 berichtet im Liveticker.
Am 23. März war der Wal auf einer Sandbank vor Niendorf (Schleswig-Holstein) gestrandet. Mehrere Rettungsversuche scheiterten, doch der Wal konnte sich schließlich selbst befreien - um kurz darauf mehrfach vor Wismar zu stranden.
Nach einer erneuten Befreiung lag er seit dem 31. März vor der Insel Poel - alles sah danach aus, als würde der Koloss dort sterben. Am 16. April trat jedoch plötzlich eine private Rettungsinitiative auf den Plan. Sie wollte den Wal aufs offene Meer hinausziehen.
Entsprechende Maßnahmen wurden in die Wege geleitet, doch am Montag (20. April) befreite sich der Buckelwal selbst, ehe er noch am selben Tag wieder zum Liegen kam. Doch die Helfer geben nicht auf und planen für Dienstag den Rettungsversuch.
27. April, 17.46 Uhr: Gurteinsatz noch nicht mit Ministerium abgesprochen
Laut Tierärztin Kirsten Tönnies werde bei dem morgigen Rettungsversuch ein Gurt zum Einsatz kommen, der an der Brust des Wals entlanglaufen und über den das Tier sanft in die Barge gezogen werden soll.
Problem: Der Einsatz des Gurtes ist Stand Montagnachmittag noch nicht mit dem Umweltministerium abgestimmt worden. Wie Claus Tantzen, Sprecher des Ministeriums, gegenüber TAG24 bestätigte, seien bislang keine Unterlagen zu dem Gurteinsatz seitens der Rettungsinitiative eingereicht worden - trotz mehrfacher Nachfragen.
Zwar werde das Rettungskonzept mit der Barge grundsätzlich geduldet, der Ansatz mit dem Gurtsystem sei jedoch erst später erdacht worden. Tantzen zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die Initiative ihrer Pflicht noch nachkommen werde.
Auf TAG24-Nachfrage bestätigte der Sprecher zudem, dass Minister Till Backhaus morgen wieder vor Ort sein werde. Am heutigen Montag ließ sich der Politiker entschuldigen.
27. April, 16.38 Uhr: Ärztin korrigiert Einschätzung zu "Timmys" Zustand
Nachdem sie gegen 15 Uhr in einem Statement erklärt hatte, dass sich "Timmys" Zustand verschlechtere und der Buckelwal langsam abbaue, korrigierte Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies diese Einschätzung kurz darauf wieder.
Demnach sei das Tier im Vergleich zum Vormittag nun wieder aktiver und es gehe ihm "viel besser". Nichtsdestotrotz sei klar, dass die Rettungsaktion so schnell wie möglich durchgeführt werden müsse.
27. April, 15.44 Uhr: Barge im Hafen von Wismar eingetroffen
Wie der Seite "vesselfinder.com" zu entnehmen ist, ist die "Robin Hood" und damit auch die Barge für "Timmys" Rettung mittlerweile im Hafen von Wismar eingetroffen.
Dort soll die Barge für den morgigen Rettungsversuch vorbereitet werden, ehe sie nach Poel transportiert wird.
27. April, 15.09 Uhr: Rettungsaktion für Dienstagvormittag geplant
Oliver Bartelt, Einsatzleiter der DLRG, erklärte zum Zeitplan, dass der Rettungsversuch für den morgigen Dienstag geplant sei. Um 7 Uhr würden die Maßnahmen starten und im Laufe des Vormittags, je nach Mitarbeit von "Timmy", soll die Aktion über die Bühne gehen.
Bartelt betonte auch, dass die DLRG, die im Wechsel mit 15 bis 30 Einsatzkräften vor Ort sei, maximal noch bis Mittwoch vor Ort sein werde. Diese "Grenze" sei am Wochenende mit dem Landesverband vereinbart worden.
27. April, 15 Uhr: "Timmys" Zustand wird laut Tierärztin schlechter
Wie Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies in einem Statement vor Ort erklärte, verschlechtere sich der Zustand von "Timmy" langsam. Seine Atmung werde flacher und auch seine Reaktionen auf Besuch fielen minimaler aus. "Es wird allerhöchste Zeit", betonte die Medizinerin mit Blick auf den Rettungsversuch.
Ein Abbruch des Vorhabens stehe nicht zur Debatte, betonte Tönnies. Allerdings sei nun geplant, dass die Barge nicht direkt am "Schwimmbecken" vom Wal platziert werden soll, sondern "Timmy" durch die gebaggerte Rinne selbst in die Barge schwimmen soll - unterstützt durch ein Gurtsystem, das von mehreren "kräftigen Männern" bedient werde.
Ziel sei es, dieses Vorhaben so minimalinvasiv wie möglich zu tun. "So lange ich dabei bin, werde ich dafür sorgen, dass Timmy nicht überbeansprucht wird. Aber wir wollen sein Leben retten", verdeutlichte die Tierärztin.
27. April, 14.07 Uhr: Barge läuft im Wismarer Hafen ein
Etwas früher als noch am Morgen gedacht, läuft die Barge nun allmählich im Hafen von Wismar ein. Dort müssen jedoch noch einige Vorbereitungen an dem Gerät getroffen werden, bevor die Barge frühestens am Dienstag zur Rettung von "Timmy" zum Einsatz kommen soll.
27. April, 13.12 Uhr: Statement erwartet
Bislang ist die Barge noch nicht in Wismar angekommen. Das Eintreffen dürfte jedoch nicht mehr lange dauern. Am Nachmittag soll es ein weiteres Statement von Experten geben. Wann genau und wer dafür vor das Mikrofon tritt, ist bislang nicht bekannt.
Im Hafen steht derzeit ein weiterer Lkw mit Big Bags bereit. Wofür genau diese eingesetzt werden sollen, ist ebenfalls noch nicht ganz klar. Vor einigen Tagen wurden bereits zahlreiche Big Bags im Wasser platziert. Falls der Wal sich selbst freischwimmt, sollen diese verhindern, dass er sich in die falsche Richtung begibt.
27. April, 12.30 Uhr: So soll der Wal verladen werden
Die Barge wird noch am Montag in Wismar erwartet. Zum Einsatz für die Rettung von "Timmy" komme sie jedoch frühestens am Dienstag. Der technische Leiter der privaten Initiative für den Transport des Tiers, Felix Bohnsack, hatte kürzlich das Konzept für den Transport erklärt: Eine solche Barge werde sonst etwa zum Abtransport von Schiffen verwendet.
"Die Barge misst insgesamt 50 Meter in Länge, 13 Meter in Breite", so der Experte zu dpa. Sie habe eine Ladekapazität von 400 Tonnen. Durch Wassertanks in den Seiten könne man die Barge absenken und anheben. Im Innenraum biete sie in der Länge etwa 47 Meter und in der Breite etwa 11 Meter Platz. "Die Barge hat insgesamt einen Ladetiefgang von vier Metern."
Sie soll durch eine zuvor geschaffen Rinne mit der Ladeöffnung an den Wal herangeführt werden. Unter dem Tier soll demnach eine durch ein Netz gehaltene Plane geführt werden.
"Es bildet sich erst ein U um den Wal herum, so dass er quasi erstmal nach rechts und links sich nicht wirklich mehr drehen kann. Und dann ziehen wir die Front einmal hoch, damit sich so eine Art Lippe bildet." Das solle den Wal daran hindern, nach vorne wegzuschwimmen. "Timmy" soll dann rückwärts in die Barge eingeladen werden. Später solle der Buckelwal vorwärts wieder rausschwimmen können.
27. April 11.42 Uhr: Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert ist offenbar aus dem Koma erwacht
Die Föhrer Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert wurde am 20. April per Hubschrauber wegen eines medizinischen Notfalls in ein Krankenhaus gebracht. Zuvor war die Expertin Teil des Retter-Teams. Kurze Zeit später wurde bekannt, dass Bahr-van Gemmert im Koma liegt.
Doch nun gibt es offenbar einen Lichtblick: "Janine ist nicht mehr im Koma", teilte ihr Verein "Tierhuss Insel Föhr" am Montagmittag auf Facebook mit. "Ihr Zustand ist weiterhin ernst, sie steht noch ganz am Anfang eines Weges, der viel Zeit und Ruhe braucht."
Der Verein bedankt sich zudem für die mitfühlenden Nachrichten und bittet gleichzeitig darum, ihr und ihrem Umfeld weiterhin den nötigen Raum zu geben. "Danke für die anhaltende Anteilnahme und Unterstützung."
27. April, 11.20 Uhr: Retter ziehen sich wieder zurück
Nachdem die Helfer nun für einige Zeit im Wasser waren und sich offenbar einen Eindruck zum Gesundheitszustand des Tiers verschafft haben, haben sie sich nun wieder zurückgezogen. Konkrete Maßnahmen wurden für heute bislang nicht angekündigt.
Vermutlich werde gewartet, bis die Barge in Wismar eingetroffen ist, um alle weiteren Vorbereitung für die Bergung treffen zu können.
27. April, 9.40 Uhr: Die ersten Helfer sind im Wasser
Während es in den frühen Morgenstunden noch ruhig war, ist langsam Bewegung zu erkennen. Die ersten Helfer sind jetzt bei "Timmy" im Wasser. Erneut legen sie weiße Laken auf den Rücken des Tieres. Mithilfe eines Eimers befeuchten sie den Buckelwal.
Und auch das Tier zeigt nun mehr Aktivität. Immer wieder ist zu sehen, wie "Timmy" Wasser aus seinem Blasrohr pustet. Die "Robin Hood" ist weiterhin mit der Barge auf dem Weg nach Wismar. Nach Angaben von NEWS5 soll das Schiff erst gegen 18 Uhr in Wismar ankommen.
Am Sonntagabend wurde mitgeteilt, dass mit der Ankunft der Barge frühestens in der Nacht zum Montag gerechnet werde. Sollte das Gespann tatsächlich erst am Montagabend ankommen, wird sich zeigen, ob sich die geplanten Maßnahmen dadurch weiter verzögern.
Ist die Barge angekommen, müsse diese für die weiteren Rettungsmaßnahmen nämlich erst noch vorbereitet werden. Nach aktuellem Stand soll die Rettungsaktion dann am Dienstag oder Mittwoch starten.
27. April, 7.41 Uhr: Barge könnte noch heute bei "Timmy" eintreffen
Bislang waren keine Helfer beim Wal im Wasser. "Timmy" zeigt sich am Montagmorgen weiterhin ruhig. Doch eine mögliche Rettung naht.
Das Schubschiff "Hans" hat offenbar noch in der Nacht den Nord-Ostsee-Kanal verlassen, wie Marinetraffic zu entnehmen ist.
Das Schiff war dafür zuständig, die Barge für die geplante "Wal-Rettung" für einen Teilabschnitt in Richtung Buckelwal zu befördern. Nach einer Übergabe an den Schlepper "Robin Hood" dürfte das Gespann noch heute in der Nähe des Wals eintreffen.
27. April, 6.10 Uhr: Experte kritisiert Minister Backhaus
Guten Morgen, "Timmy"! Der Meeressäuger liegt weiterhin im Ostseewasser. Trotz des steigenden Wasserstands am Sonntag hat sich der Buckelwal offenbar nicht selbst freigeschwommen.
Nach Ansicht des Walforschers und Meeresbiologen Fabian Ritter sollte die Aufmerksamkeit für den Buckelwal vor Poel auch für grundsätzliche Fragen zum Schutz der Meere und Wale genutzt werden. "Es ist natürlich auch eine Gelegenheit. Wir können im Moment auch den Finger in die Wunde legen und sagen, es gibt hier ein ganz, ganz massives, großes Problem", so Ritter zu dpa.
Dass sich Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) seit Wochen so stark für das Tier einsetze, sei gut. "Aber wir reden hier über Symptombekämpfung an einem einzelnen Tier und ich würde mir wünschen, dass wir über Ursachenbekämpfung sprechen."
So verwies der Experte unter anderem auf Stellnetze in der Ostsee: "Die können heute in Schutzgebieten ohne Weiteres gestellt werden. Da gibt es kaum Einschränkungen. Und der zuständige Minister dafür ist Herr Backhaus."
26. April, 20.55 Uhr: Rund um Timmy ist wieder Ruhe eingekehrt
Nachdem sein Rücken nochmal mit Wasser benetzt wurde, liegt der Buckelwal wieder alleine in der Bucht vor der Insel Poel.
Neben ihm ragen die Henkel der Big Bags aus dem Wasser. Sie sollen verhindern, dass Timmy, falls er sich aus eigener Kraft befreit, wieder in die falsche Richtung schwimmt.
Währenddessen ist die "Hans" weiter im Nord-Ostsee-Kanal unterwegs.
26. April, 19.56 Uhr: Helfer wieder bei Timmy
Im Livestream von NEWS5 ist zu sehen, dass wieder mehrere Helfer bei Timmy sind. Hinter ihnen geht langsam die Sonne unter. Sie befeuchten seine Haut mit Ostseewasser.
26. April, 19.22 Uhr: Doch kein Statement mehr
Das für 19 Uhr angekündigte Pressestatement von Umweltminister Till Backhaus wurde kurzfristig wieder abgesagt. Die Gründe sind bislang nicht bekannt. Es soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, wann genau ließ ein Sprecher des Umweltministeriums jedoch offen.
26. April, 18.15 Uhr: Weiteres Statement angekündigt
Nach der "Free Willy"-Crew will sich um 19 Uhr nun auch nochmal Umweltminister Till Backhaus zur Lage von Timmy äußern.
26. April, 18 Uhr: "Free Willy"-Team gibt Statement ab
In einem spontanen Pressestatement betonte das "Free Willy"-Team, dass es sich bei Timmy um "einen sehr besonderen Wal" handle: "Er hat einen sehr starken Überlebenswillen", so Jeff Foster, der nach eigenen Angaben schon mit sehr vielen Walen gearbeitet habe.
Trotz der Belastung durch Süßwasser sei der Buckelwal aufmerksam, sozial und nehme seine Umgebung wahr. Die Situation sei schwierig, biete aber auch eine seltene Chance, mehr über solche Tiere zu lernen,
Meeresbiologe Pedro Baranda ergänzte, der Wal wirke zwar "sehr krank", zeige aber weiterhin Energie und Lebenswillen. Er bezeichnet den Einsatz als einmalige Situation und betont, dass alle Beteiligten ihr Bestes tun. Die Behörden arbeiteten eng mit den Experten zusammen, auch wenn viele Maßnahmen Neuland seien. Ziel sei es, dem Tier mit den verfügbaren Mitteln bestmöglich zu helfen.
26. April, 17.15 Uhr: Die "Hans" hat Brunsbüttel passiert
Seit einiger Zeit war niemand mehr bei Timmy. Der Wal bewegt sich kaum, buckelt gelegentlich. Damit dürfte die Hoffnung schwinden, dass er sich durch den steigenden Wasserstand von selbst wieder freischwimmen kann.
Währenddessen ist das Transportschiff "Hans" mit der sogenannten Barge, mit der Timmy in die Nordsee transportiert werden soll, weiter unterwegs über den Nord-Ostsee-Kanal Richtung Kiel und anschließend nach Wismar. Die Zwischenstation Brunsbüttel ist bereits passiert.
Das Konzept sieht vor, den Wal über eine mehr als 100 Meter lange, freigespülte Rinne in die mit Wasser gefüllte Barge zu leiten. Im Idealfall soll er dabei selbst hineinschwimmen, notfalls mit Unterstützung durch weiche Schlingen.
Mit einer Ankunft der Barge wird frühestens in der Nacht zu Montag gerechnet, der Weitertransport des Wals soll frühestens am Dienstag erfolgen. Wer will kann den Weg der "Hans" unter marinetraffic.com verfolgen.
26. April, 14.45 Uhr: Helfer wollen offenbar nicht gefilmt werden
Wie im Livestream von NEWS5 zu erkennen war, schob sich ausgerechnet während der Flüssigkeitsgabe die Schwimminsel mit Bagger vor die Kamera und versperrte die Sicht. Als der Kameramann daraufhin die Perspektive veränderte, folgte ein weiteres DLRG-Boot und blockierte erneut den Blick auf das Geschehen. Warum die Helfer dabei offenbar nicht gefilmt werden wollten, bleibt unklar.
Die Maßnahme ist inzwischen auf jeden Fall abgeschlossen. Jetzt wird Timmy mit noch mehr weißen Tüchern bedeckt.
26. April, 14.24 Uhr: Helfer versuchen dem Wal Flüssigkeit zuzuführen
Aktuell befinden sich mehrere Mitglieder des Helferteams direkt am Wal und arbeiten augenscheinlich mit einem langen Schlauch, mutmaßlich das angekündigte Endoskop. Mithilfe von Gießkannen wird Timmy so Süßwasser verabreicht.
Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies hatte am Morgen erklärt, dass geprüft werde, ob dem Tier auf diesem Weg erneut Flüssigkeit zugeführt werden kann. Diese Maßnahme soll dem Wal zusätzliche Energie verschaffen.
26. April, 13.33 Uhr: Barge soll frühestens Sonntagnacht an der Insel ankommen
Immer wieder kommen Helfer zum Buckelwal und benetzen ihn mit Wasser. Der für den Transport des vor Poel liegenden Buckelwals vorgesehene Lastkahn könnte nach Angaben aus dem Team für das Vorhaben Sonntagnacht oder Montagmorgen an der Insel ankommen.
Der eigentliche Transport des Tieres mit der sogenannten Barge sei jedoch erst für frühestens Dienstag geplant. Voraussetzung für den Zeitplan sei unter anderem, dass es etwa im Nord-Ostsee-Kanal, durch den die Barge hindurch müsse, keine Störung des Schiffsverkehrs gibt.
26. April, 11.56 Uhr: Tücher schützen "Timmy" vor der Sonne
Aufgrund der starken Sonneneinstrahlung und wegen des geringen Wellengangs wird der gestrandete Buckelwal heute nochmal intensiv befeuchtet. Dazu liegen auch am Sonntag wieder Tücher auf dem Rücken von "Timmy".
26. April, 10.35 Uhr: Barge ist auf dem Weg
Sollte sich "Timmy" nicht selbst freischwimmen, ist die geplante Rettungsaktion frühestens für Dienstag angesetzt. Seit heute morgen sei nach Angaben des Chef-Tauchers Fred Babbel nun auch die noch fehlende Barge auf dem Weg.
Bis diese bei dem Buckelwal eintrifft, könne es aber noch mindestens einen Tag dauern. Einige Vorbereitungen an der Barge selbst müssen zudem auch noch getroffen werden. Danach bleibt abzuwarten, wie der Wal letztendlich auf das Gerät reagiert.
26. April, 10 Uhr: Tierärztin erklärt geplante Maßnahmen für den Nachmittag
Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies erklärt, dass überlegt werde, ob der Wal mittels eines Endoskops am Nachmittag nochmal Flüssigkeitszufuhr bekommen soll. Diese Maßnahme solle dem Tier mehr Energie verleihen.
Diese Maßnahme sei auch bereits am Samstag erfolgt. Auch der erneute Versuch einer Blutabnahme stehe im Raum. "Aber nur, wenn das für Timmy so kein Problem darstelle"; so die Expertin. Seine Haut erhole sich derzeit ebenfalls gut.
26. April, 9.48 Uhr: Minister Backhaus war selbst mit dem Boot beim Wal
Umweltminister Till Backhaus (SPD) war heute früh im Wasser gewesen. Tatsächlich stattete er "Timmy" vor wenigen Minuten selbst einen Besuch auf dem Boot der DLRG ab, mit dem er zusammen mit einigen anderen Team-Mitglieder aufs Wasser fuhr.
"Ich fand es höchst interessant", so der Politiker kurz nach seinem Boots-Einsatz. So sei auch ein Experte aus Norwegen mit an Bord gewesen. "Er sagt, der Wal ist in einem relativ gutem Zustand. Er atmet gleichmäßig und hat auch eine gute Frequenz, aber hat deutlich abgenommen", gibt Backhaus den Experten wieder.
Auch die Verletzungen des Tiers haben sie sich angesehen. "Seine Energiereserve ist aber noch ganz gut", erklärt der Minister weiter. Auf die Frage hin, ob "Timmy" transportfähig sei, antworteten die Experten nach Aussage von Backhaus mit einem klaren "Ja".
"Ich glaube, dass man feststellen kann, dass der Wal nicht von heute auf morgen sterben wird". Zudem habe sich "Timmy" um 90 Grad in die richtige Richtung gedreht. "Er bereitet sich vor auf die Abfahrt", so der Minister zuversichtlich.
26. April, 9.22 Uhr: Es tut sich etwas
Während am frühen Morgen noch keine Helfer im Wasser waren, halten sich aktuell gleich mehrere Mitglieder des Retter-Teams direkt bei "Timmy auf". Derzeit sieht es so aus, als würden sie sich einen Eindruck zum Zustand des Tieres verschaffen.
Außerdem ist zu erkennen, dass der Wasserstand in den letzten Stunden deutlich angestiegen ist. Noch am Samstag reichte die Ostsee den Rettern gerade einmal bis zum Knie. Aktuell steht das Wasser manchen Helfern nun sogar bis zum Brustbereich. Sollte sich das Tier weiterhin nicht bewegen, gilt der Plan, es mit einer Barge in die Nordsee zu transportieren.
26. April, 8.24 Uhr: Wasserstand steigt offenbar an
Der Wind habe sich vor Ort offenbar etwas gedreht, weshalb das Wasser nun steigt. Gegen 12 Uhr am Sonntagmittag werde der Hochstand erwartet. Wie sich das Tier in dieser Zeit verhält und sich dadurch eventuell selbst freischwimmt, wird sich zeigen. Aktuell liegt "Timmy" weiterhin ruhig im Ostsee-Wasser.
26. April, 7.30 Uhr: Bisher noch keine Helfer im Wasser
Nach wie vor ist es ruhig am Sonntagmorgen. Helfer waren noch immer nicht bei "Timmy" im Wasser. Auch der Buckelwal selbst bewegt sich zwar hin und wieder, wirkt aber insgesamt eher ruhig. Tücher liegen auf dem Rücken des Tieres.
26. April, 6.20 Uhr: Gestrandeter Buckelwal verhält sich ruhig
Bislang ist die Lage weiterhin unverändert. Im Livestream ist zu erkennen, das "Timmy" aktuell nur wenig Aktivität zeigt. Auch Mitglieder des Retter-Teams waren bisher noch nicht beim Wal im Wasser.
Neben zuversichtlichen Mitgliedern der Rettungsinitiative, gibt es nach wie vor jedoch auch kritische Stimmen. So könne die augenscheinliche Ruhe des Buckelwals auch in die Irre führen. "Es gibt Daten, die belegen, dass manche Wale die Lautstärke und Häufigkeit ihrer Laute erhöhen, wenn sie unter Stress stehen und menschengemachtem Lärm ausgesetzt sind, während andere Wale unter ähnlichen Umständen möglicherweise ganz aufhören zu kommunizieren", hieß es von der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) zu dpa.
Zudem betonte die Organisation, dass Kontakt zu Menschen für Wildtiere immer Stress bedeute. Ein physisches Eingreifen direkt am Wal solle nach Angaben von WDC nur in Ausnahmesituationen, mit möglichst wenig Einsatzkräften und für kurze, gezielte Maßnahmen erfolgen.
26. April, 5.37 Uhr: "Timmy" hat seine Position über Nacht kaum verändert
Am frühen Sonntagmorgen liegt "Timmy" immer noch unverändert ganz in der Nähe der Ostsee-Insel Poel im Wasser. Doch das könnte sich tatsächlich schon bald ändern. Schließlich soll es am Sonntag höhere Wasserstände geben als in den Tagen zuvor.
Das bedeutet: Es bestehe die Möglichkeit, dass sich der Buckelwal von selbst freischwimmt. Vor rund einer Woche kam es bereits vor, dass das Tier bei steigendem Wasserstand plötzlich selbst losgeschwommen war. Sollte sich "Timmy" tatsächlich selbstständig befreien, wurden am Samstag sogenannte Big Bags im Wasser platziert.
Diese funktionieren als eine Art Leitplanke, die verhindern sollen, dass der Meeressäuger in noch seichteres Wasser schwimmt und gegebenenfalls erneut strandet. Auch Umweltminister Till Backhaus (SPD) kündigte noch am Samstag an, möglichst früh am Sonntagmorgen vor Ort sein zu wollen.
25. April, 21.39 Uhr: Rund um "Timmy" ist wieder Ruhe eingekehrt
Nach den Arbeiten am Tag ist mittlerweile rund um "Timmy" Ruhe eingekehrt. Der Buckelwal liegt wieder allein in der Bucht.
Spannend wird, ob er sich am frühen Morgen, wenn der Wasserstand steigt, erneut von selbst freischwimmen kann. Dann soll er von bereitstehenden Booten begleitet werden. Sandsäcke versperren ihm gleichzeitig den Weg in flaches Gewässer.
25. April, 19.38 Uhr: Technischer Leiter erklärt Details des Konzepts
Erstmals trat am Samstagabend der Technische Leiter der Rettungsinitiative, Felix Bohnsack, vor die Kameras. Er bezeichnete das nun geplante Rettungskonzept als "großen Bruder" des ursprünglichen, ersten Konzepts.
Er gab Details zur Barge preis. Diese sei 50 Meter lang, 13 Meter breit und dafür ausgelegt, bis zu 400 Tonnen transportieren zu können. Sie erfülle alle Bedingungen für den Transport des Wals bis in die Nordsee.
Angedacht sei, eine Netzplane unter dem Tier in Stellung zu bringen und "Timmy" langsam und kontrolliert rückwärts durch die Rinne in die Barge hineinzuziehen - mithilfe einer Hydraulik-Handwinde.
Zum Zeitplan sagte Bohnsack, dass die Barge morgen in Wismar eintreffen soll, dann in der Werft vorbereitet werde und möglicherweise schon am Montag zum Einsatz kommen könne. Geplant sei dann eine Tour über dreieinhalb Tage bis in die Nordsee und gegebenenfalls weiter bis in den Atlantik.
25. April, 18.18 Uhr: Statement gegen 19 Uhr erwartet
Gegen 19 Uhr/19.15 Uhr soll es vor Ort ein weiteres Statement der Beteiligten geben.
Zuvor findet nach TAG24-Informationen eine erneute Lagebesprechung der Rettungsinitiative mit Umweltminister Till Backhaus statt.
25. April, 17.35 Uhr: Wann soll die Barge in Poel ankommen?
Sie ist entscheidend für den Erfolg des Rettungsansatzes: Die Barge, eine Art nicht selbstfahrender Lastkahn, der abgesenkt werden kann, ist bisher noch nicht vor Ort eingetroffen.
Buckelwal "Timmy" soll durch die inzwischen fertig gebaggerte Rinne auf den Kahn gelotst und anschließend von einem Schlepper in die Nordsee gezogen werden.
"Für ein Wildtier ist das schon ziemlich komfortabel im Rahmen unserer Möglichkeiten", hatte Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies am Nachmittag erklärt.
Vor ihrem Einsatz soll die Barge in einer Werft in Wismar mit Sand ausgelegt werden, um den Transport für den Wal angenehmer zu machen - am Abend wollen die Verantwortlichen über den Zeitplan aufklären.
25. April, 16.26 Uhr: Big Bags werden fortlaufend im Wasser platziert
Rund um "Timmy" werden weiterhin Big Bags verteilt - sie sollen verhindern, dass der Buckelwal am morgigen Sonntag, wenn der Wasserstand steigt, in die falsche Richtung schwimmt.
Aktuell sind auch zwei Mitglieder des Rettungsteams wieder in unmittelbarer Nähe des Tieres im Wasser.
25. April, 15.54 Uhr: Weiteres Statement am Abend angekündigt
Laut Umweltminister Backhaus soll es am Abend gegen 19 Uhr eine weitere Lagebesprechung mit allen Beteiligten geben.
Anschließend sei ein weiteres Statement geplant, in dem noch einmal konkreter auf das Rettungskonzept eingegangen werden soll.
25. April, 15.27 Uhr: Buckelwal ist ein Bulle und vier bis sechs Jahre alt
Backhaus ergreift noch einmal das Wort und erklärt, dass inzwischen zweifelsfrei feststehe, dass der Buckelwal ein männlicher Bulle und keine weibliche Kuh sei.
Er soll zwischen vier und sechs Jahre alt sein.
25. April, 15.16 Uhr: Transport wird nicht vor Dienstag starten
Nach Backhaus sprach Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies. Sie lobte die Zusammenarbeit und die Schnelligkeit des Ministeriums. Explizit habe der Minister immer das Wohl von "Timmy" in den Vordergrund gestellt.
Zum Zeitplan erklärte die Veterinärin, dass der Transport vermutlich erst am Dienstag oder Mittwoch erfolgen könne. Die Barge, eine Art nicht selbstfahrender Lastkahn, der abgesenkt werden kann, sei noch nicht vor Ort und müsste dann auch erst speziell vorbereitet werden.
25. April, 15.07 Uhr: Konzept der Rettungsinitiative hat grünes Licht
Umweltminister Till Backhaus hat in einem Statement vor Ort erklärt, dass das neue Rettungskonzept der Initiative grünes Licht bekommen habe. Demnach werde die Idee mit der Barge von der Behörde geduldet.
Die beteiligten Veterinärinnen seien zu der Erkenntnis gekommen, dass das Tier "transportfähig" sei, unterstrich der Politiker. Gleichzeitig könne es genauso gut sein, dass der Wal sich morgen früh, bei dem steigenden Wasserstand wieder selbst auf den Weg mache.
25. April, 14.32 Uhr: Big Bags werden im Wasser verteilt
Noch bevor Minister Backhaus vor das Mikrofon tritt, werden aktuell die Big Bags im Wasser nach und nach um den Wal verteilt.
Sollte das Wasser in der Nacht so hoch ansteigen, dass Timmy von selbst wieder los schwimmen könnte, sollen die Sandsäcke wie eine Art Leitplanke funktionieren. Dadurch werde verhindert, dass der Buckelwal wieder Richtung Land schwimmt.
25. April 14.13 Uhr: Statement von Minister Backhaus angekündigt
Gegen 15 Uhr soll es weitere Informationen geben. Umweltminister Till Backhaus (SPD) wolle sich in einem Statement dabei vor allem zu dem neuen Konzept der priavten Rettungsinitiative äußern.
Geplant ist bei dem neuen Kpnzept der Einsatz einer sogenannten Barge, einer Art nicht selbstfahrendem Lastkahn, der abgesenkt werden kann. Darin soll der Wal transportiert werden. Bislang gab es allerdings noch kein grünes Licht des Ministeriums für den neuen Transportplan.
25. April 13.27 Uhr: Kettenbagger mit Big Bags im Einsatz
Für einen kurzen Moment war ein Mitglied des Retter-Teams ganz nah am Wal und benetzte das Tier mit Wasser.
Am Hafen von Kirchdorf wurde ein kleiner Kettenbagger auf einen Schwimmponton gebracht, mit dem die Big Bags ins Wasser gesetzt werden sollen. Die mit Sand befüllten Säcke wurden am Vormittag bereits vom Hafen auf ein Ponton in der Nähe des Wals gebracht.
25. April, 12.30 Uhr: Tierärztin Dr. Jenna Wallace mit klarer Ansage
Tierärztin Dr. Jenna Wallace ist Anfang der Woche von der Insel Poel aus beruflichen Gründen abgereist, wie sie am Samstag auf Instagram bestätigte. Seitdem kritisiert sie einige Mitglieder der Rettungsinitiative vor Ort scharf. So warnte sie bereits vor ein paar Tagen unter anderem auch davor, das neue "Free Willy"-Team bei den Maßnahmen mit einzubeziehen.
Jetzt übt die Expertin erneut Kritik am Vorgehen der neuen Team-Mitglieder. "Lasst dieses Tier in Ruhe, lasst die feuchten Handtücher und das Zinkoxid auf ihm und holt ihn raus! Nutzt den höheren Wasserstand am Sonntag!", appelliert Wallace auf Instagram.
Dazu weist sie auf die Gefahren hin, welche die Arbeit direkt am Tier mitbringen. "Dieser 'Free-Willy-Experte' wäre gestern fast von der Fluke erwischt worden", erklärt sie weiter. "Wenn jemand verletzt wird, ist die Mission vorbei. Setzt nicht alles aufs Spiel für eine Blutprobe, von der wir bereits wissen, dass sie auffällig sein wird."
Am Freitag kündigte Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies an, dass ein Blutbild von "Timmy" erstellt werden soll. Sie kritisierte zudem, dass dies noch nicht früher gemacht worden sei. Unter anderem sollen so die Organwerte überprüft und etwaige Hinweise auf schwere Entzündungen sichtbar werden.
25. April, 11.06 Uhr: Weg zum Fahrwasser offenbar fast fertig
Während die rund 40 Big Backs Stück für Stück mit Booten vom Hafen zum Schwimmponton auf dem Wasser gebracht werden, hat sich auch bei der Rinne, über die "Timmy" ins Fahrwasser gelangen soll, etwas getan.
Am Samstagmorgen war die rund 110 Meter lange Rinne nach Angaben aus dem Team fast fertig, die von der Mulde des Wals in tieferes Wasser führt. Durch diesen rund zwei Meter tiefen Kanal soll der Wal nach Idee der Initiative in tieferes Wasser schwimmen oder gegebenenfalls gezogen werden.
Geplant ist dann der Einsatz einer sogenannten Barge, einer Art nicht selbstfahrendem Lastkahn, der abgesenkt werden kann. Darin soll der Wal transportiert werden. Diese Barge sei aber noch nicht vor Ort, hieß es. Die Arbeiten würden derzeit durch starken Wind und Wellengang erschwert.
25. April, 10.16 Uhr: Big Bags haben den Buckelwal erreicht
Die Big Bags wurden nun mit einem Boot in Richtung "Timmy" gebracht. Die mit Sand befüllten Säcken haben den Ponton im Wasser erreicht. Wann genau diese aufgestellt werden sollen, ist nicht bekannt.
Aktuell liegt der Buckelwal weiterhin in seinem Wasserbecken, das von den Helfern bereits vor einigen Tagen ausgesaugt wurde.
25. April, 9.19 Uhr: Gesundheitszustand von "Timmy" aktuell unbekannt
"Timmy" zeigt wenig Aktivität und auch Mitglieder des Retter-Teams waren bislang noch nicht im Wasser.
Zum aktuellen Gesundheitszustand des Buckelwals können derzeit keine Angaben gemacht werden, teilte ein Sprecher des Umweltministeriums von Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin mit.
25. April, 8.22 Uhr: Big Bags werden verladen
Im Wasser waren bislang noch keine Helfer beim Wal.
Doch im Hafen beginnen nun die ersten Arbeiten: Die Big Bags werden verladen. Diese sollen im Wasser eingesetzt werden, um zu verhindern, dass "Timmy" in noch flacheres Gewässer schwimmt.
25. April, 7 Uhr: Neues Konzept muss weiterhin angepasst werden
Auch am Samstagmorgen liegt Timmy weiterhin an derselben Stelle wie am Tag zuvor im Wasser. Helfer waren bisher noch nicht in der Nähe des Wals zu sehen.
Die Behörden stimmten dem neuen Rettungskonzept für den Meeressäuger noch nicht zu. Es seien noch immer einige Fragen zu beantworten, sagte ein Sprecher von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Die letzten offenen Punkte sollten nun möglichst heute geklärt werden.
Der Plan für Samstag: Die mehr als 100 Meter lange Rinne vom Liegeplatz des Wals zum tiefen Fahrwasser soll fertig werden. Möglichst am Sonntag oder Montag soll das Tier schließlich aus seiner Notlage befreit werden. Im Fahrwasser soll ein mit Wasser gefüllter Lastkahn warten, der den Meeressäuger in Richtung Nordsee schippern wird.
24. April, 21.35 Uhr: Rund um "Timmy" ist Ruhe eingekehrt
Die Maßnahmen der Rettungsinitiative für den heutigen Tag sind beendet.
Rund um den Wal ist Ruhe eingekehrt, "Timmy" liegt wieder völlig allein in der Bucht.
24. April, 20.36 Uhr: Tierärztin gibt Statement ab
Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies hat am Abend im Hafen von Poel ein Statement abgegeben. Die Medizinerin erklärte, dass ein Blutbild von "Timmy" erstellt werden soll. Sie kritisierte zudem, dass dies noch nicht früher gemacht worden sei.
Unter anderem sollen so die Organwerte überprüft und etwaige Hinweise auf schwere Entzündungen sichtbar werden. Der Wal mache allerdings einen guten Eindruck, so die Ärztin. "Wir haben heute wieder alle gesagt: Er will leben." Eine versuchte Blutabnahme habe im ersten Versuch allerdings nicht funktioniert.
Tönnies äußerte sich auch zu einem geplanten Rettungskonzept: Sie sprach von einem 50 mal 30 Meter großen "Transportbehältnis" [gemeint ist die Schute, Anm. d. Red.], in das "Timmy" hineingeleitet werden solle. Das Konzept habe zwar grundsätzlich "grünes Licht", einige Details müssten aber noch geklärt werden.
24. April, 19.50 Uhr: Gibt es noch ein Statement des Retter-Teams?
Nach TAG24-Informationen soll derzeit eine Lagebesprechung des Retter-Teams stattfinden - ob es am heutigen Freitag noch ein Statement der Beteiligten gibt, ist unklar.
Buckelwal "Timmy" zeigt währenddessen Aktivität: Vor wenigen Minuten schlug er kräftig mit seiner Schwanzflosse, darüber hinaus ist immer wieder sein Brummen zu hören.
24. April, 19.02 Uhr: Buckelwal liegt wieder allein in der Bucht
Nachdem "Timmy" längere Zeit Gesellschaft hatte, haben sich die Mitglieder des Rettungsteams inzwischen wieder zurückgezogen.
Der Buckelwal liegt wieder völlig allein in der Bucht vor Poel.
24. April, 18 Uhr: Retter benetzen "Timmy" immer wieder mit Wasser
Immer noch sind einige Retter beim Wal im Wasser. Immer wieder sorgen sie dafür, dass die Oberseite des Tieres mit Flüssigkeit benetzt wird.
Im Hafen laufen derweil die Vorbereitungen für den Einsatz der Big Bags. Diese stehen für den Transport zu "Timmy" bereit - ob dies noch am heutigen Freitag erfolgt, ist allerdings unklar.
24. April, 16.44 Uhr: Buckelwal "Timmy" hat wieder Besuch
Aktuell sind wieder mehrere Mitglieder des Rettungsteams beim Wal im Wasser. "Timmy" ist derzeit mit einem größeren Tuch bedeckt, das ihn vermutlich vor der Sonne schützen und seine Haut beruhigen soll.
Die Retter sind im Bereich des Kopfes im Einsatz - was genau sie dort machen, ist aktuell noch unklar. Allerdings verwenden sie eine Gießkanne samt Schlauch.
24. April, 16.03 Uhr: Big Bags im Hafen eingetroffen
Die angekündigten Big Bags sind am Freitagnachmittag im Hafen von Poel eingetroffen. Wie Fred Babbel, technischer Leiter der Rettung, vor Ort erklärte, sollen diese zeitnah im Wasser platziert werden.
Ziel sei es, eine Art "Leitplanke" beziehungsweise "Barrikade" zu errichten. So soll verhindert werden, dass der Wal am Sonntag, wenn der Wasserstand wieder steigt, losschwimmt und sich in noch flacheres Wasser verirrt.
Zur Platzierung der mit Sand gefüllten Big Bags werde der Bagger auf dem schwimmenden Ponton verwendet.
24. April, 15.21 Uhr: Wasserstand soll am Sonntag deutlich steigen
Apropos Wasserstand: Für die Bucht wird für Sonntag ein deutlich steigender Pegel erwartet. Die Situation werde ähnlich sein wie am vergangenen Montag, als der Wal von selbst losschwamm, erklärte Umweltminister Backhaus.
Rund um das Tier ist es derzeit ruhig. Nachdem mehrere Personen am Vormittag bei ihm im Wasser waren, ist der Ozeanriese nun schon seit längerer Zeit wieder allein.
24. April, 13.43 Uhr: Minister Backhaus gibt nicht auf
Minister Backhaus betonte auf Nachfrage erneut, dass er nicht aufgeben werde. "Es gibt zwei Optionen." Er hoffe, dass eines der Konzepte duldbar ist.
Zudem macht der Wasserstand am Sonntagnachmittag Hoffnung. "Vielleicht macht sich der Wal wieder los. Aber er kann auch wieder festsitzen", so Backhaus.
24. April, 13.39 Uhr: Till Backhaus zeigt sich beeindruckt
In seinem Statement wirkt Backhaus sichtlich mitgenommen von der aktuellen Situation. "Mich beeindruckt dieses Tier und mich beeindrucken auch die ernst gemeinten Hinweise und Ideen", erklärte der Politiker.
Zudem machte er durch das Scheitern des ersten Konzeptes der Initiative klar: "Wir haben nicht mehr viel Zeit."
24. April, 13.31 Uhr: Teilkonzepte zur Rettung liegen vor
Backhaus führte weiter aus, dass seit Donnertstag zwei Teilkonzepte zur Rettung vorliegen würden. Dazu habe das Ministerium noch am Abend Fragen gestellt, die im Laufe des Freitages beantwortet worden.
Aktuell würden diese durch die Kollegen geprüft werden, so der Minister. Dabei gehe es vor allem um das Tierwohl, den Tierschutz, artgerechte Verhaltensweisen sowie den Schutz der Menschen.
Zu guter Letzt erwarte man den Walsachverstand, sowohl auf der Veterinärseite als auch auf technischer Seite. "Und natürlich auch bei der Frage, wie wird er weiter begleitet", fuhr Backhaus fort.
24. April, 13.25 Uhr: Backhaus erklärt altes Konzept als gescheitert
Minister Till Backhaus trat am Freitagmittag vor die Kamera und gab ein Statement zur aktuellen Situation ab. Dabei machte er deutlich: "Das alte Konzept ist gescheitert!" Wie der Politiker erklärte, hatte es für einen Transport mit den Pontons keine Erlaubnis gegeben.
Zudem habe "Timmy" bewiesen, dass er in der Lage sei, sich selbst zu befreien und zu schwimmen.
24. April, 13.05 Uhr: Geldgeber Gunz hält an Rettungsplan fest
Noch immer liegt "Timmy" vor der Ostsee-Insel Poel, alle bisherigen Versuche das Tier ins Meer hinaus zu begleiten, scheiterten. Der neueste Plan einer privatfinanzierten Initiative wirkt herausfordernd.
"Wir bleiben dabei und gehen den Weg bis zum Ende", machte Geldgeber und MediaMarkt-Mitgründer Walter Gunz deutlich, auch wenn er einen Tod des Wales nicht ausschließen will.
Schließlich sei die Rettung mit einem gewissen Risiko verbunden. Daher betrachte er die Kritik an dem Vorhaben als "teilweise berechtigt".
24. April, 12.33 Uhr: Lagebesprechung und Baggerarbeiten
Weiterhin ist es eher ruhig um Timmy. Auf dem Ponton wird gearbeitet. Der Meeresboden wird weiter abgetragen, um eine Rinne für den Wal zu graben.
Ansonsten scheint sich das Retterteam zum weiteren Vorgehen zu besprechen.
24. April, 11.05 Uhr: Mehrere Personen nah am Wal
Der Wal wird weiterhin lediglich begutachtet und sporadisch mit Ostseewasser bespritzt.
Vier Helfer befinden sich recht nah am Tier. Einer scheint Timmy aus Unterwasser-Perspektive zu beobachten.
24. April, 10.37 Uhr: Tücher für Timmy
Timmy wird derzeit von Helfern auf einem SUP-Board erneut mit in Zinksalbe getränkten Tüchern bedeckt und mit Salzwasser aus einer Gießkanne benetzt.
Dabei wirkt es so, als würden die Helfer dem Wal auch wieder Nahrung anbieten. Gestern soll er zwar nichts gefressen haben, nach Informationen vor Ort jedoch zumindest sein Maul geöffnet haben.
24. April, 10.15 Uhr: Weiter Warten in Poel
Immer noch heißt es warten: Ein offizielles Statement des Helferteams steht weiterhin aus. Auf der Plattform mit dem Bagger ist jedoch zu erkennen, dass Vorbereitungen getroffen werden, um den geplanten Kanal bis zur Fahrrinne weiter auszubauen. Dabei kommt auch eine Pumpe zum Einsatz.
Aktuell befindet sich Timmy in einer provisorisch geschaffenen, vergleichsweise sicheren Lage in einer künstlichen Kuhle, aus der er aufgrund des niedrigen Wasserstands nicht eigenständig entkommen kann.
Ein ursprünglich geplanter zweiter Bagger, der eigentlich schon auf dem Weg von Hamburg nach Poel war, wird hingegen doch nicht zum Einsatz kommen. Chef-Taucher Fred Babbel sprach am Donnerstag von "Problemen" und dass man es jetzt alleine schaffen müsse.
24. April, 8.30 Uhr: Erste Helfer am Wal
Die ersten Helfer sind bereits im Wasser, und auch Minister Till Bachhaus ist augenscheinlich direkt beim Wal im Einsatz. Er verschafft sich dabei offenbar einen Überblick über die Lage.
Anhand der Bilder wird deutlich, wie niedrig der Wasserstand ist – die Ostsee reicht den Helfern gerade einmal bis zu den Knien.
24. April, 6.20 Uhr: Heute soll weiter gebaggert werden
Auch am Freitagmorgen liegt Timmy weiterhin unverändert in der Bucht vor der Insel Poel.
Heute soll der Verbindungskanal zur Seewasserstraße weiter ausgebaggert werden. 40 der geplanten 110 Meter wurden am Donnerstag bereits ausgehoben.
Der Wal befindet sich derzeit in einem künstlich angelegten Wasserbecken, da er aufgrund des in den vergangenen Tagen stark gesunkenen Wasserstandes Gefahr lief, von seinem eigenen Gewicht erdrückt zu werden. Anschließend ist geplant, Timmy mithilfe eines Lastkahns in den Atlantik zu ziehen. Genaue Details zu diesem Vorhaben sind bislang noch nicht bekannt.
Das neue Konzept wurde nach Angaben von Chef-Taucher Fred Babbel Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) bereits vorgelegt. Es müssen jedoch noch einige Korrekturen vorgenommen werden. Sobald die Retter grünes Licht erhalten, soll das Konzept auch öffentlich vorgestellt werden.
23. April, 21.31 Uhr: Es wird wieder ruhig
Das Retter-Team hat sich zurückgezogen. Timmy liegt nun wieder allein im Wasser und verhält sich ruhig. Morgen dürfte es dann mit den Bagger-Arbeiten weitergehen, um den Buckelwal daraufhin aus dem Becken holen zu können.
23. April, 20.34 Uhr: Tierärztin sieht Mängel im ersten Gutachten
Nun gibt auch Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies noch ein Statement ab. Die Expertin äußert sich zu dem ersten Gutachten. "Ich würde aus tierärztlicher Sicht sagen, dass das erste Gutachten Mängel hatte", so Tönnies. Aus ihrer Sicht hätten noch weitere Messungen durchgeführt werden sollen.
Das neue Gutachten, das gerade entsteht, werde mit "vollkommener tierärztlicher Expertise geschrieben". Die Priorität sei auch hier der Schutz des Wals. "Es geht darum, ob das Tier lebt oder stirbt. Und da muss man die Verhältnismäßigkeiten der Maßnahmen abwägen. Und dafür werden wir sorgen, dass das Verhältnis passt."
23. April, 20.08 Uhr: Chef-Taucher Fred Babbel erklärt weiteres Vorgehen
Chef-Taucher Fred Babbel tritt vor die Mikrofone. "Wir wollten eigentlich das Netz unter den Wal legen", so der Experte. Doch daraus wurde nichts. Dadurch, dass die Retter nicht genau wissen, wie der Buckelwal auf das Netz reagieren würde, hat das Team nun einen anderen Zeitplan.
Erst einen Tag bevor der Wal aus dem Becken gehoben werden soll, soll das Netz unter das Tier gelegt werden, um es zu bergen. So werde vermieden, dass Timmy tagelang auf dem Netz liegen müsse. Dieses ist letztendlich dazu da, den Wal aus dem Wasserbecken, in dem er aktuell liegt, herauszuheben.
Zudem wurde am Donnerstag weiterhin mit den Baggern der kleine Verbindungskanal zur Seewasserstraße ausgesaugt. Dieser umfasst nun 40 Meter Länge, zehn Meter Breite und circa zwei Meter Tiefe. "Wir sind guter Dinge, dass wir morgen den ersten Stich ins Fahrwasser bekommen", so der Experte weiter.
Es werde erwartet, dass die Baggerarbeiten am Samstagmorgen fertiggestellt werden können. Danach sollen alle Vorbereitungen für die Bergung getroffen werden. Dennoch müsse auch immer das Wetter und der sich ändernde Wasserstand berücksichtigt werden. Sollten die Bedingungen passen, werde Sonntag oder Montag mit der Bergung von Timmy gerechnet.
Das neue Konzept wurde nach Angaben von Babbel dem Minister nun vorgelegt. Es müssen jedoch noch einige Korrekturen vorgenommen werden. Sobald die Retter grünes Licht bekommen, könne das Konzept auch öffentlich gemacht werden.
23. April, 19.22 Uhr: Statement in Kürze erwartet
Nach Angaben von NEWS5 soll der Buckelwal am Nachmittag sogar für einen kurzen Moment das Maul geöffnet haben, als ihm Futter angeboten wurde. Ein Statement von der Rettungsinitiative oder Minister Backhaus wird in Kürze erwartet.
23. April, 18.15 Uhr: Team-Stimmung und Gesundheitszustand des Wals als "gut" betitelt
Ob das neue Konzept vom Ministerium nun genehmigt wurde, ist noch nicht bekannt. Auch auf dem Wasser lassen sich am Nachmittag kaum Aktivitäten der Initiative erkennen. Möglicherweise führt der erneute Abstimmungsbedarf für das überarbeitete Konzept zu weiteren Verzögerungen. Auch Timmy zeigt mittlerweile eher wenig Aktivität.
Der Gesundheitszustand des Buckelwals sei nach Angaben von NEWS5 jedoch als "gut" von den Experten betitelt worden. So habe sich nach Aussage der Tierärzte unter anderem die Haut des Tieres deutlich verbessert. Offiziell bestätigt wurde die Info von den Experten allerdings noch nicht. Auch die Stimmung im Retter-Team, die in den letzten Tagen immer mal wieder schwankte, seit aktuell gut.
23. April, 16.48 Uhr: Buckelwal wird mit Wasser benetzt
Immer wieder sind Helfer bei Timmy im Wasser. Während immer noch die weißen Laken auf seinem Rücken liegen, befeuchten Retter die Haut des Meeressäugers mit Wassereimern.
Auch die Geldgeber fiebern mit. "Ich möchte das Tier endlich verbringen", sagte die Unternehmerin Karin Walter-Mommert, die gemeinsam mit Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz das Projekt finanziert, der Deutschen Presse-Agentur. Man arbeite "weiter mit Hochdruck" an der Rettung.
23. April, 15.58 Uhr: Neue Wal-Experten offenbar bei Timmy
Ein neues Konzept zur Bergung des gestrandeten Buckelwals in der Ostsee hat bisher keine Erlaubnis der Behörden bekommen. Noch lägen die notwendigen Unterlagen zur Bewertung des Vorhabens nicht vor, teilte eine Sprecherin von Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) mit.
So stand bereits im Raum, dass das rund zwölf Tonnen schwere Tier nach Angaben aus dem Kreis der Initiative mit einer sogenannten Barge transportiert werden soll. Dabei handelt es sich um einen etwa 15 Meter breiten, absenkbaren Lastkahn, der nicht selbstständig fährt, sondern von Schleppern gezogen wird. Ob das neue Konzept den Segen der Behörden bekommt, ist offen.
Mittlerweile ist offenbar auch das neue "Free Willy"-Team eingetroffen und verschafft sich im Wasser einen Überblick.
23. April, 14.57 Uhr: Walrettung offenbar erst am Montag
Derzeit ist ein Bagger am Werk. Der Plan sei es, damit den Kanal weiter auszugraben, um die Verbindung vom Wasserbecken zur Seewasserstraße herzustellen. Diese Mission soll allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen. So seien nach Angaben von NEWS5 auch weitere Geräte auf dem Weg, die dabei unterstützen sollen.
Die Baggerarbeiten können offenbar sogar noch mehrere Tage andauern. Die eigentliche Wal-Rettung solle deshalb erst am Montag stattfinden. Offiziell bestätigt ist diese Info allerdings noch nicht. Bis da hin laufen die Vorbereitungsmaßnahmen. Wie genau die Rettung schließlich aussehen soll, ist bislang immer noch nicht genau bekannt.
23. April, 14.25 Uhr: Bagger gräbt weiterhin
Weiterhin liegen die Tücher auf dem Rücken des Tieres. Timmy zeigt Aktivität. Immer wieder pustet er Wasserfontänen aus seinem Blasrohr. Aktuell sind allerdings keine Helfer direkt beim Wal im Wasser. Lediglich der Bagger ist im Einsatz.
23. April, 12.30 Uhr: Timmy wird wieder mit Tüchern bedeckt
Timmy wird aktuell von den Helfern erneut mit in Zinksalbe getränkten Tüchern bedeckt und mit Salzwasser begossen.
23. April, 11.35 Uhr: Tierschützer kritisieren neue Rettungspläne
Tierschützer kritisieren die neuen Pläne zur Rettung von "Timmy" mit einer Art Lastkahn. "Das ist aus unserer Sicht nicht als minimalinvasiv einzuschätzen und kann zu Stress für den Wal führen - das halten wir nicht für zielführend", sagte Bianca König, Sprecherin der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC).
Das Tier würde dabei großem Leid und Stress ausgesetzt werden. Aus ihrer Sicht solle der Wal in Ruhe gelassen werden, höchstenfalls solle man palliative Maßnahmen durchführen.
23. April, 11.32 Uhr: So soll es am Donnerstag weitergehen
Auf einer spontanen Pressekonferenz erklärte Fred Babbel, technischer Leiter der Rettung, dass es bislang noch kein fertiges Konzept zur Rettung von "Timmy" gebe. Allerdings: "Wir sind guter Dinge, dass wir den Wal hier lebend rausbekommen."
Positiv blickte Babbel auf den steigenden Wasserstand. "Damit kann sich der Wal auch wieder weiter und besser bewegen", sagte er. Laut ihm sei der Buckelwal in einem "guten Zustand und stabil".
In einem ersten Schritt soll am Donnerstag ein Kanal fertiggestellt werden, um die Verbindung vom Becken zur Seewasserstraße herzustellen. Dafür müssten noch rund 110 Meter Rinne zwischen der Wanne und der Wasserstraße ausgehoben werden. "Die müssten wir in gut zwei Tagen schaffen", so Babbel.
Der Kanal soll etwa zehn Meter breit und zwei Meter tief werden. Dafür kommt zusätzlich ein zweiter Bagger zum Einsatz, der noch heute, spätestens morgen geliefert werden soll.
23. April, 9.30 Uhr: Ersten Helfer im Wasser
Es kommt langsam Bewegung rein: Erste Helfer sind inzwischen im Wasser und haben sich "Timmy" bereits genähert, sich jedoch zunächst wieder zurückgezogen.
23. April, 8 Uhr: Tierärztin Dr. Jenna Wallace warnt vor neuen "Spezialisten"
Noch war am Donnerstagmorgen keiner bei "Timmy", wie aktuelle Live-Bilder aus der Bucht von Poel zeigen. Dennoch gibt es bereits neue Diskussionen rund um das Retterteam.
Informationen von vor Ort zufolge hat der Geldgeber der privaten Rettungsinitiative, MediaMarkt-Mitgründer Walter Gunz (80), auf die Kritik an fehlenden Fachkräften reagiert und drei internationale Spezialisten eingeladen. Sie sollen noch im Laufe des Tages eintreffen.
Organisiert wird deren Einsatz über das "Whale Sanctuary Project" und den kanadischen Meeresbiologen Charles Vinick. Die Experten – Jeffrey Foster, Michael Partica und Tierpflegerin Kyra Wadsworth – sollen Erfahrung aus früheren Projekten, etwa rund um den "Free Willy"-Orca "Keiko", mitbringen und Timmy sowohl vor Ort als auch auf einem möglichen Weg Richtung Atlantik begleiten.
Deutliche Kritik kommt jedoch von der inzwischen abgereisten Tierärztin Dr. Jenna Wallace aus Hawaii. Sie warnte am Donnerstagmorgen in einem Facebook-Beitrag: "Bitte informiert euch alle über Charles Vinick und das Whale Sanctuary Project. Sagt Gunz NEIN!" Sie erhebt schwere Vorwürfe: "Seine Organisation hat in 10 Jahren Millionen eingenommen und hat KEIN Schutzgebiet, KEINE Wale. Sie wollen nur Aufmerksamkeit und Spenden!"
Auch die Qualifikation Vinicks stellt sie infrage: "Er ist KEIN Arzt und KEIN Meeresbiologe! Schaut euch ihre Bilanz an! Charles Vinick hat Toki (Lolita) […] getötet, und er hat auch Keiko getötet!" Abschließend richtet Wallace einen eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit: "Bitte Deutschland, erhebt euch und sagt Gunz, dass er Nein sagen soll zum Whale Sanctuary Project!"
23. April, 6.30 Uhr: Moin, Timmy!
Der Buckelwal liegt weiterhin in der Bucht vor der Insel Poel. In der Nacht hat er sich offenbar nicht viel bewegt. "Er war nicht so aktiv", so ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Morgen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Durch den gestiegenen Wasserstand ragt seine von der Zinksalbe weiße Haut inzwischen deutlich weniger aus dem Wasser als noch am Vortag.
Wie Umweltminister Till Backhaus (67) bereits gestern angekündigt hat, soll heute ein weiterer Rettungsversuch mit einem neuen Konzept starten. Nach ersten Informationen ist geplant, dabei statt dem geplanten Poton einen flutbaren Lastkahn einzusetzen. Flutbare Lastkähne – auch als Halbtaucher oder spezielle Schuten bekannt – sind Wasserfahrzeuge, die gezielt abgesenkt werden können, um schwere Lasten aufzunehmen.
22. April, 20 Uhr: Es wird wieder ruhiger
Nachdem sich Helfer auf einem Boot der DLRG dem Tier nochmal näherten und es mit Wasser benetzten, wird es nun wieder ruhiger. Die Dämmerung setzt ein.
Weitere Informationen zum Inhalt des überarbeiteten Konzepts für geplante Maßnahmen lagen auch am Abend noch nicht vor. Der Buckelwal verhält sich ruhig.
22. April, 18.48 Uhr: Keine Helfer mehr im Wasser
Die Tücher auf dem Wal wurden mittlerweile entfernt. Während Helfer noch bis vor Kurzem weiterhin direkt neben dem Wal im Wasser waren, sind nun keine Menschen mehr in der Nähe des Tiers zu sehen.
Doch Timmy zeigt sich aktiv. Immer wieder pustet er Wasser aus seinem Blasrohr.
22. April, 17.45 Uhr: Minister Backhaus - "Mir ist zum Heulen zumute"
Auch zum Chaos im Retter-Team äußert sich der Politiker. Mit Dr. Jenna Wallace, die das Team am Montag freiwillig verlassen hat, habe Backhaus nicht gesprochen. Mit Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert, die am Montag mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht wurde, habe er hingegen mehrfach gesprochen.
"Mir ist auch zum Heulen zumute. Die hat sich hier den Arsch aufgerissen", so der Minister mit einem Kloß im Hals.
Er hoffe, dass die Expertin alles gut überstehe. "Wenn der Hubschrauber hier nicht hergekommen wäre, hätte sie es nicht geschafft." Die Initiative arbeite nun an einem weiteren Konzept. Der Politiker gehe stark davon aus, dass in Kürze auch darüber informiert werden könne, wie es weitergehen soll.
22. April, 17.19 Uhr: Ursprünglich geplantes Konzept kann nicht mehr umgesetzt werden
Welche Handlungsoptionen es nun gibt? "Entweder, dem Rat der Wissenschaft zu folgen und zu sagen: 'Lassen Sie ihn in Ruhe.' Und er wird sterben", erklärt Backhaus weiter. Die andere Option: Ihn weiterhin zum Schwimmen aktivieren. Erneut weist der Politiker darauf hin, dass das Rettungskonzept lediglich geduldet wird.
Das Konzept, den Wal mit Luftkissen und Pontons anzuheben und schließlich mit einem Schlepper in die Nordsee zu befördern, ist nach Angaben von Backhaus "so nicht mehr weiterzuführen." Der Grund: Der Wal zeige nach Angaben des Politikers den Willen, selbst zu schwimmen.
Die Konsequenz: Das Konzept muss überarbeitet werden. Bereits gestern seien deshalb neue Ideen, darunter das Unterspülen des Wals, umgesetzt worden. "Der Wal musste stabilisiert werden. Sonst wäre er wahrscheinlich umgekippt." An einem konkreten neuen Plan arbeite die Rettungsinitiative derzeit.
"Wir werden alles daran setzen, das zu prüfen", so Backhaus, sobald ein neues Konzept vorliege.
22. April, 17 Uhr: Wal weiterhin in kritischem Zustand
Um Punkt 17 Uhr tritt Umweltminister Till Backhaus (SPD) vor die Mikrofone. Man arbeite weiterhin mit Hochdruck an der Ausarbeitung des passenden Rettungs-Konzepts. "Der Gesundheitszustand wird als krank bezeichnet. Er ist weiterhin in einem kritischen Zustand", so der Politiker.
Als dem Tier Futter angeboten wurde, zeigte er nach Angaben des Politikers Regung. Generell zeige der Buckelwal viel Aktivität. Neben früherer Verletzungen am Rücken durch Schiffssschrauben, habe sich das Tier offenbar auch Verletzungen durch das Drehen in der Bucht zugezogen. So habe sich Timmy in den letzten Tagen zwei Mal um die eigene Achse gedreht.
22. April, 16.43 Uhr: Informationen zu weiteren Maßnahmen in Kürze erwartet
Gegen 17 Uhr wird ein Statement von Minister Backhaus erwartet. Das Team hat sich in den letzten Minuten offenbar noch einmal zum weiteren Vorgehen beraten. Währenddessen liegt der Buckelwal weiterhin an Ort und Stelle. Tücher kühlen seine Haut.
22. April, 15.20 Uhr: Statement von Minister Backhaus angekündigt
Noch immer ist nicht ganz klar, wie es mit den Maßnahmen weitergeht. Am Abend wird offenbar ein Statement von Minister Backhaus zum weiteren Vorgehen erwartet. Von der Initiative gab es bislang noch keine Informationen.
22. April, 14.55 Uhr: Buckelwal zeigt wenig Aktion
Der Buckelwal ist mit weißen Laken bedeckt und zeigt sich aktuell wenig aktiv. Während die schwimmende Plattform weiterhin nah am Tier ist, sind derzeit keine Personen mehr im Wasser.
22. April, 14.17 Uhr: Sergio Bambarén hat Körperkontakt mit dem Wal
Derzeit ist Umweltschützer Sergio Bambarén beim Wal im Wasser. Er befindet sich im Bereich des Kopfes und hat augenscheinlich direkten Körperkontakt mit "Timmy".
In seinem Statement am Vormittag hatte der Peruaner erklärt, eine "Verbindung" zu dem Tier aufgebaut zu haben.
22. April, 13.24 Uhr: Wal "Timmy" soll Fisch nicht gefressen haben
Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, soll der Wal die zweieinhalb Kilo Fisch, die ihm am Dienstag angeboten wurden, nicht gefressen haben. Die Nahrung sei ihm auch angeboten worden, um seinen Kopf in eine günstige Richtung zu lenken.
Um in das tiefere Fahrwasser zu kommen, müsse sich das Tier im Idealfall rechtsherum drehen. In der anderen Richtung würde er hingegen weiter in flaches Wasser geraten.
22. April, 12.53 Uhr: Nabu schaut mit Sorge auf Rettungsaktion in Poel
Der Naturschutzbund (Nabu) schaut laut eigener Aussage mit Sorge auf die aktuelle Rettungsaktion vor der Insel Poel.
"Zu geschwächt und krank scheint der Buckelwal, zu lang sein Leiden, zu auffällig die wiederholten Strandungen. Durch den nachvollziehbaren Drang der Menschen, dem Wal zu helfen, droht das Wohl des Tieres verloren zu gehen", hieß es in einer Mitteilung.
Der Überlebenskampf des Ozeanriesen sei ein Sinnbild für den "schlechten Zustand der Ostsee", weshalb sich der Nabu für die Zukunft "mehr Sensibilität und entschlossenes Handeln für den Schutz der Meere" erhoffe.
22. April, 11.56 Uhr: Sergio Bambarén wehrt sich gegen Anschuldigungen
Nachdem er von der abgereisten Dr. Jenna Wallace hart angegriffen wurde, hat Umweltschützer und Autor Sergio Bambarén vor Ort ein Statement abgegeben.
Er wehrte sich entschieden gegen die Anschuldigungen und griff seinerseits die Tierärztin an. Diese sei nicht einmal beim Wal im Wasser gewesen und habe wegen ihres Jetlags "den ganzen Tag nur geschlafen", schimpfte der Peruaner. Gleichzeitig machte Bambarén die US-Amerikanerin für die erneute Strandung des Wals am Montag verantwortlich.
Zum Wal selbst sagte der Umweltschützer: "Er will leben, er ist ein Kämpfer. Er hat eine echte Chance, wieder frei zu sein. Die Chance liegt bei 50:50."
Alle Details zum Statement findet Ihr im Artikel: "Wal-Retter schießt scharf gegen abgereiste Tierärztin: "Hat den ganzen Tag nur geschlafen!"
22. April, 10.55 Uhr: Arbeiten laufen, Statement geplant
Während in unmittelbarer Nähe des Wals wieder Spül- und Saugarbeiten mit dem Bagger laufen, soll es im Hafen von Poel nach TAG24-Informationen zeitnah ein Statement zum weiteren Vorgehen geben.
Ob Umweltminister Till Backhaus oder jemand von der Rettungsinitiative sprechen wird, ist derzeit noch nicht klar.
22. April, 10.12 Uhr: Buckelwal wieder mit feuchten Tüchern bedeckt
Ein Mitglied des Rettungsteams war vor wenigen Minuten auf einem Stand-up-Paddle beim Wal, um das Tier erneut mit feuchten Tüchern zu bedecken.
"Timmy" ließ die Prozedur nahezu regungslos über sich ergehen.
22. April, 9.15 Uhr: Retter machen sich ein Bild von "Timmys" Zustand
Soeben waren zwei DLRG-Boote in unmittelbarer Nähe des Wals. Die Einsatzkräfte wollten sich offensichtlich ein Bild vom Zustand des Tieres machen.
Auch auf der schwimmenden Plattform, die sich ein paar Meter von "Timmy" entfernt befindet, sind inzwischen Mitglieder des Rettungsteams.
22. April, 8.36 Uhr: Buckelwal "Timmy" hatte noch keinen Besuch
Bisher hatte der Wal am heutigen Tag noch keinen Besuch. Er liegt ruhig in der Bucht und bewegt sich hin und wieder ein wenig.
Wie genau der heutige Zeitplan der Rettungsinitiative aussieht, ist derzeit noch unklar.
22. April, 7.45 Uhr: Wasserstand weiter ein Problem für den Wal
Ein Problem für Buckelwal "Timmy" bleibt das aktuelle Niedrigwasser vor Ort. Laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie liege der Wasserstand aktuell 20 Zentimeter unter dem normalen Niveau.
Gegen 12 Uhr steige der Wasserstand demnach zwar um etwa 15 Zentimeter, am Abend soll er jedoch um diese 15 Zentimeter wieder sinken.
Ob der Wal dann immer noch an Ort und Stelle liegt, werden die nächsten Stunden zeigen.
22. April, 6.55 Uhr: Dr. Jenna Wallace ist in Gedanken bei Janine Bahr-van Gemmert
Am gestrigen Dienstag schoss Wal-Expertin Dr. Jenna Wallace scharf gegen einzelne Mitglieder der Rettungsinitiative - Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert hat sie aber offensichtlich ins Herz geschlossen.
Auf Instagram postete sie mehrere gemeinsame Fotos mit der Medizinerin und schrieb dazu: "Meine Gedanken sind bei Timmy, Dr. Janine und ihrer Familie. Sie ist eine so eine liebe, lustige und großartige Frau. Sie stand einfach unter zu großem Stress."
Schon am Tag ihrer Ankunft habe sie Bahr-van Gemmert beiseite nehmen müssen, weil diese vor lauter Druck und Frustration in Tränen ausgebrochen war. "Es tut mir so leid für sie - das hat sie nicht verdient", so Wallace.
Bahr-van Gemmert war am Montag mit Schlaganfall-Auffälligkeiten ins Krankenhaus gekommen, liegt mittlerweile im Koma.
22. April, 6.18 Uhr: Buckelwal "Timmy" hat die Nacht überstanden
Buckelwal "Timmy" hat eine weitere Nacht vor der Insel Poel überstanden.
Im Livestream ist zu sehen, dass der Ozeanriese weiterhin am Übergang des Kirchsees zur Wismarbucht liegt. Hin und wieder bläst er Wasser aus seinem Blasloch.
21. April, 20.24 Uhr: Es wird wieder ruhiger
Mit dem Untergehen der Sonne wird es wie am Tag zuvor auch wieder ruhiger auf dem Wasser. Menschen oder Boote sind aktuell nicht mehr in der Nähe des Wals. Was genau die Maßnahmen für die nächsten Stunden oder gar für morgen sind, ist nicht bekannt.
Zwar wurde noch am Nachmittag ein weiteres Statement für den Abend angekündigt. Informationen von Backhaus oder Helfern aus dem Retter-Team gab es jedoch keine mehr. Der Wal zeigt sich ruhig.
21. April, 19.18 Uhr: Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert offenbar im Koma
Am Montag wurde die Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert ins Krankenhaus gebracht. Jetzt äußert sich Karin Walter-Mommert zu ihrer Situation, die gemeinsam mit Walter Gunz die Rettungsinitiative finanziert.
"Frau Dr. Janine Bahr-van Gemmert ist gestern Mittag mit Kreislaufsymptomen, Schlaganfall-Auffälligkeiten ins Krankenhaus gebracht worden", so die Unternehmerin zu NDR. Der Rettungsdienst habe der Tierärztin nach Angaben von Walter-Mommert womöglich sogar das Leben gerettet.
Die Lage sei aber weiterhin ernst. "Sie musste dringend notoperiert werden, ist noch nicht außer Lebensgefahr, befindet sich im Koma." Auch Wal-Expertin Dr. Jenna Wallace hat am Montag das Team verlassen. Diese wirft einigen Helfern unter anderem vor, nicht kompetent genug zu sein.
Walter-Mommert rechtfertigt die Vorwürfe damit, dass einige der Retter im Wasser eine wichtige Bindung zu dem Tier aufgebaut hätten. "Ich glaube, dass viele Aktionen nicht möglich gewesen wären, wenn sie nicht mit im Wasser gewesen wären", so die Unternehmerin. Reibereien innerhalb des Retter-Teams sei unter den Umständen vor Ort menschlich, erklärt sie weiter.
21. April, 19 Uhr: Einige Fragen bleiben weiterhin offen
Noch ist nicht ganz klar, wann genau die Sandsäcke aufgestellt werden sollen. Zuständig dafür sei die DLRG.
Zu sehen waren die Big Bags bisher aber noch nicht. Weiterhin sind Rettungskräfte im Wasser und benetzen den Wal per Hand mit Wasser. Bislang hat es Timmy noch nicht in das für ihn gegrabene Wasserbecken geschafft.
21. April, 18.05 Uhr: Helfer arbeiten weiterhin im Wasser am Wal
Nach wie vor sind Helfer im Wasser beim Wal. Aktuell werde offenbar versucht, den Wal zum Fressen zu animieren.
Ob das funktioniert, ist bislang noch nicht ganz klar. Zudem sollen die sogenannten Big Bags aufgestellt werden, damit er sich nicht weiter in noch flacheres Wasser begibt.
21. April, 16.40 Uhr: Umweltminister erklärt weitere Maßnahmen
Mit einiger Zeit Verspätung tritt nun doch noch Umweltminister Till Backhaus (SPD) vor die Mikrofone. Er erklärt, dass die private Initiative eine Animations-Fütterung durchführen möchte. Allerdings nicht wie zuvor angekündigt mit Heringen, sondern mit Makrelen. Diese seien bereits geprüft und das Vorhaben genehmigt worden.
Zudem wurde zugestimmt, dass das Tier weiterhin mit Tüchern befeuchtet werden darf. Außerdem gebe es die Idee, sogenannte Big Bags, also Sandsäcke aufzustellen, "um aufgrund der Wassersituation eine Art Korsett aufzubauen", erklärt der Politiker weiter. Dadurch soll verhindert werden, dass der Wal nicht noch weiter in eine flache Zone rutsche.
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft übernehme nun die Leitung der Rettungsmission. Auch neue Experten seien auf dem Weg zum Einsatzort. Aktuell sei das Tier "kurzatmig". Es gehe dem Wal "den Umständen entsprechend". Gegen 19 Uhr soll es ein weiteres Statement geben.
21. April, 16.27 Uhr: Wal soll mit Wasserbecken am Leben gehalten werden
Der Wasserstand soll in den nächsten Stunden immer weiter sinken. So wird dem Tier bald nur noch rund 50 Zentimeter Wasser bleiben. Nach Angaben von NEWS5 werde deshalb nun eine Art Becken von rund 4 x 14 Meter und einer Tiefe von 2,5 Metern mit einem Bagger erschaffen.
Es könne allerdings noch etwas dauern, bis der Wal in dieses Becken rutscht, in dem er dann vorerst schwimmen könne. Das Baggern einer Rinne, um dem Tier zu ermöglichen im Anschluss daran auch wieder aus dem Becken herausschwimmen zu können, benötige allerdings rund zwei bis drei Tage. Das Wohl des Tieres stehe weiter im Vordergrund.
Zudem stand am Morgen im Raum, den Wal mit frischen Heringen zu füttern. Allerdings wurden diese Heringe zunächst nach Rostock für eine Untersuchung gebracht. Es soll geprüft werden, ob der Fisch auch wirklich frisch sei. Auch ein GPS-Sender sei offenbar an der obersten Stelle, also ab Buckel des Tieres angebracht worden.
21. April, 16.14 Uhr: Sprecherin des Retter-Teams ist wieder da
Am Dienstagmorgen wurde bekannt: Christiane von Gregory, die Sprecherin der Privatinitiative, ist zurückgetreten. Grund dafür waren unter anderem die Dynamiken vor Ort, die nicht mehr ihren Grundwerten und Standards entsprechen würden.
Doch nun die Wendung: Wenig später erklärte sie ihre Rückkehr. Die Unklarheiten im Team seien geklärt worden.
Die leitende Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert wurde am Montag mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht und falle damit jedoch weiter aus. Auch die eigens aus Hawaii gekommene Walexpertin Dr. Jenna Wallace ist am Montag abgereist und fällt damit als Expertin weg.
21. April, 15.50 Uhr: Buckelwal wird weiter freigespült
Die Lage ist unverändert. Bislang gab es noch immer kein Statement der Experten. Weiterhin wird der Boden rund um das Tier gelockert und weggespült, damit der Wal sich gegebenenfalls freischwimmen kann. Sollte es tatsächlich dazu kommen, sind nach wie vor die Boote vor Ort, die Timmy in die richtige Richtung leiten sollen.
21. April, 15.05 Uhr: Experten beraten sich weiter
Umweltminister Till Backhaus (SPD) hatte sich gegen 14 Uhr mit der Rettungsinitiative zusammengesetzt und über die weiteren Maßnahmen beraten. Die Beratung dauert offenbar noch immer an. Ziel sei es, eine sinnvolle Entscheidung zu treffen.
Wann genau und ob es überhaupt demnächst ein Statement zum weiteren Vorhaben geben wird, ist derzeit noch nicht klar. Die Arbeiten des Saug-Baggers am Wal im Wasser dauern in der Zwischenzeit weiter an.
21. April, 14.36 Uhr: Statement zum weiteren Vorgehen erwartet
Gleich mehrere Helfer sind direkt neben dem Wal im Wasser. Sie versuchen unter anderem erneut weiße Laken auf das Tier zu legen, um die Haut zu befeuchten. Auch der Saug-Bagger ist weiterhin am Werk. In Kürze wird ein Statement von Minister Till Backhaus (SPD) zu den weiteren geplanten Maßnahmen erwartet.
21. April, 14.02 Uhr: Schwimmt Buckelwal "Timmy" bald wieder los?
Laut NEWS5 rechne die Rettungsinitiative vor Ort damit, dass der Buckelwal erneut losschwimmen werde, sobald die Saug- und Spülarbeiten für die notwendige Wassertiefe gesorgt hätten.
Die Einsatzkräfte seien demnach darauf vorbereitet, das Tier erneut zu guiden.
Sollte dies nicht eintreffen, wolle man den ursprünglichen Plan, den Wal mithilfe von Pontons und einer Plane abzutransportieren, wieder in Angriff nehmen.
21. April, 13.46 Uhr: Bagger mit Saug- und Spülarbeiten beschäftigt
Nach kurzer Unterbrechung werden die Arbeiten in unmittelbarer Nähe des Wals fortgesetzt. Die schwimmende Plattform ist in Stellung gebracht worden, damit der Bagger weitere Saug- und Spülarbeiten vornehmen kann.
"Timmy" reagiert verhalten auf die Maßnahmen. Hin und wieder bewegt er sich, bleibt grundsätzlich aber ziemlich ruhig.
21. April, 13.17 Uhr: Meeresbiologe fordert erneut, Wal in Ruhe zu lassen
Walforscher und Meeresbiologe Fabian Ritter hat sich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erneut dafür ausgesprochen, den Buckelwal "strikt in Ruhe zu lassen".
Zwar äußerte er Verständnis für den Wunsch, das Tier retten zu wollen. Er betonte aber: "Ich glaube, es geht mittlerweile tatsächlich am Wohl des Wals vorbei."
Am Ende des Tages handele es sich bei "Timmy" um ein Wildtier. "Wildtiere sterben überall auf der Welt. Das ist nicht leicht für die Öffentlichkeit zu ertragen, und wir haben uns mit diesem Wal ja alle auch ein Stück weit emotional verbunden", räumte er ein.
21. April, 12.53 Uhr: Dr. Jenna Wallace erhebt schwere Vorwürfe
Während die Spülarbeiten am und unter dem Wal aktuell unterbrochen sind, hat sich die abgereiste Tierärztin Dr. Jenna Wallace via Facebook zu den Gründen ihrer Flucht geäußert.
Sie richtete unter anderem heftige Worte gegen zwei Mitglieder des Rettungsteams. Die Details findet Ihr im Artikel: "Wal-Expertin klärt über ihre Flucht auf und erhebt schwere Vorwürfe".
21. April, 11.30 Uhr: DLRG lässt Drohne im Hafen aufsteigen
Die Arbeiten am Wal gehen weiter. Inwiefern die Unterspülung des Tieres Wirkung zeigt, lässt sich noch nicht sagen.
Mitglieder der DLRG haben indes vom nahegelegenen Hafen aus eine Drohne starten lassen, um sich aus der Vogelperspektive ein Bild der Lage zu machen.
21. April, 10.53 Uhr: Retter-Team versucht, den Wal zu entlasten
Derzeit sind wieder mehrere Mitglieder der Rettungsinitiative beim Wal im Wasser. Mithilfe eines Spülgeräts versuchen sie, den Wal zu unterspülen beziehungsweise den Schlick unter ihm zu entfernen.
So soll die Last auf die Organe des Tieres reduziert werden. Die von der Initiative konstruierte Plattform samt Bagger ist mittlerweile wieder näher an den Wal herangerückt.
21. April, 10.24 Uhr: Wal "Timmy" soll Nahrung angeboten bekommen
Laut Umweltminister Till Backhaus soll dem Buckelwal Nahrung in Form von Heringen und Shrimps angeboten werden.
Zudem sollen die Rettungsinitiative ihre Arbeit fortsetzen. Um den Wal zu entlasten, werde größeres Saug- und Spülgerät eingesetzt, so der Politiker.
21. April, 9.34 Uhr: Buckelwal zeigt aktuell viel Bewegung
Die Mitglieder des Rettungsteams haben sich aus dem Wasser zurückgezogen - Buckelwal "Timmy" ist wieder allein.
Weiterhin zeigt er viel Bewegung. Ob er versucht, sich freizuschwimmen oder mithilfe seiner Brustflossen selbst zu benetzen, kann nur gemutmaßt werden.
21. April, 9.22 Uhr: Buckelwal "Timmy" schlägt mit Brustflossen
Der Wal zeigt sich in den vergangenen Minuten sehr aktiv: Immer wieder bewegt er seine Brustflossen, auch Flipper genannt. Regelmäßig stößt er Wasser aus seinem Blasloch, wie im Livestream zu sehen ist.
Derzeit sind zwei Mitglieder des Rettungsteams bei ihm im Wasser. Sie benetzen den Rücken des Tieres immer wieder mit Feuchtigkeit.
21. April, 9.12 Uhr: Wasserpegel sinkt, Buckelwal ragt deutlich hervor
Während im Retter-Team Chaos herrscht, wird die Situation für Buckelwal "Timmy" immer dramatischer. Im Livestream und auf aktuellen Fotos ist der sinkende Wasserstand klar zu erkennen. Der Ozeanriese ragt deutlich aus dem Wasser heraus.
Laut Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) soll der Wasserstand am Dienstag zwischen 20 Zentimeter unter und 25 Zentimeter über Normalhöhennull (NHN) betragen.
21. April, 8.33 Uhr: Sprecherin des Retter-Teams ist zurückgetreten
Auflösungserscheinungen im Retter-Team: Christiane von Gregory, die Sprecherin der Privatinitiative, ist zurückgetreten.
"Die aktuellen Entwicklungen und die Dynamiken vor Ort entsprechen nicht mehr den Grundwerten und Standards, für die ich persönlich und wir als Team stehen", erklärte sie in einer Mitteilung.
Und weiter: "Wir haben gezeigt, was möglich ist, wenn eine Gemeinschaft zusammenhält und ihre Kräfte bündelt. Da eine konstruktive und professionelle Zusammenarbeit unter den derzeitigen Rahmenbedingungen für uns jedoch nicht mehr möglich ist, mache ich den Weg frei."
Die genauen Hintergründe sind aktuell noch unklar. Am Montag war allerdings bereits die eigens aus Hawaii gekommene Walexpertin Dr. Jenna Wallace abgereist.
21. April, 8.06 Uhr: Lagebesprechung soll klären, wie es weitergeht
Gegenüber NEWS5 erklärte Umweltminister Backhaus, dass zeitnah eine Lagebesprechung stattfinde, bei der geklärt werde, wie es weitergehen soll. "Die Initiative muss zeigen, wie sie weitermachen wollen", betonte der Politiker.
Der ursprüngliche Plan, das Tier mithilfe von Pontons und einer Plane aufs offene Meer zu ziehen, sei weiterhin eine Option. Backhaus verdeutlichte aber: "Priorität hat Tierwohl und Tierschutz."
Daher müsse auch noch einmal der aktuelle Gesundheitszustand des Wals untersucht werden. Er hoffe weiter auf eine Lebendrettung, unterstrich der Minister.
21. April, 6.25 Uhr: Buckelwal hat sich in der Nacht nicht bewegt
Wie im Livestream zu sehen ist, hat sich der Buckelwal in der Nacht nicht von der Stelle bewegt.
Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) führte in der Nacht gemeinsam mit Experten der Landesfischereiaufsicht eine Kontrollfahrt durch. Das Boot näherte sich dem Tier bis auf etwa 500 Meter.
"Der Wal liegt ruhig", erklärte der Politiker anschließend der Deutschen Presse-Agentur. Die Atemfrequenz des Tieres habe zunächst zwischen zwei und vier Minuten gelegen, sei im Verlauf aber auch wieder langsamer geworden. Dies zeige, dass der Wal von den Ereignissen des Tages gestresst sei, so Backhaus.
20. April, 22.05 Uhr: Walexpertin Dr. Jenna Wallace hat das Retterteam verlassen
Die Walexpertin Dr. Jenna Wallace hat das Rettungsteam nach eigenen Angaben nach Informationen von NEWS5 verlassen! Sie sitze in einem Flieger zurück nach Hawaii. So habe sie unter anderem von eklatanten Fehlern gesprochen, die bei der Walrettung passiert sein sollen.
Dabei seien nach ihren Angaben zwei selbsternannte Walflüsterer ins Wasser gegangen und sollen das Tier damit wohl auch falsch geleitet haben. Die Expertin verlässt Deutschland mit starker Kritik am Rettungsteam. Der Hauptvorwurf betreffe die operative Leitung der Organisation.
Wie genau das Rettungsteam arbeitet, ist für die Öffentlichkeit nur wenig ersichtlich. Inklusive Anreise verbrachte die Expertin nun sechs Tage mit der Aktion. Aus eigenen Stücken sei sie wieder abgereist. Was die Konsequenz dazu ist und ob sich das Rettungsteam dazu äußert, zeigt sich vermutlich erst morgen.
20. April, 20.22 Uhr: Buckelwal ist weniger aktiv
Weder ein Schlauchboot der DLRG noch Schwimmer sind derzeit beim Wal im Wasser. Die Einsatzkräfte haben sich zurückgezogen. Das Tier liegt weiterhin in der Nähe der Fahrrinne. Doch er scheint ruhiger geworden zu sein.
Timmy zeigt im Gegensatz zum Nachmittag kaum Aktivität.
20. April, 19.35 Uhr: Medizinischer Notfall im Rettungs-Team
Während das Tier am Morgen knapp drei Kilometer zurücklegte, habe es sich in den letzten Augenblicken nochmal knapp 150 Meter bewegt. Sogar Minister Backhaus verkündete, dass er sich später selbst mit einem Nachtsichtgerät auf einem Boot einfinden möchte, um den Wal gegebenenfalls in der Nacht zu begleiten.
Außerdem hat es einen medizinischen Notfall innerhalb des Rettungsteams gegeben. So wurde nach Angaben von NEWS5 eine Tierärztin abtransportiert und in ein Krankenhaus geflogen. Weitere Informationen liegen dazu bislang nicht vor. Fest steht jedoch nur, dass es offenbar keinen direkten Zusammenhang mit der Tierrettung gab.
20. April, 19.17 Uhr: Wal nur noch wenige Meter von Fahrrinne entfernt
Buckelwal Timmy nähert sich der Fahrrinne offenbar immer weiter an und ist nur noch wenige Meter davon entfernt. Ob sich das Tier in Kürze tatsächlich noch einmal freischwimmt, bleibt abzuwarten.
Aktuell pustet er riesige Wasserfontänen aus seinem Blasrohr.
20. April, 18.40 Uhr: Timmy bewegt sich offenbar wieder
Der Wal begibt sich in Richtung Fahrwasser, so Chef-Taucher Fred Babbel zu NEWS5. Sollte es tatsächlich der Fall sein, dass es das Tier ins Fahrwasser schafft, "begleiten wir ihn raus in die Ostsee", so der Experte. Das bedeutet: Der Wal schwimmt wieder, bestätigt der Experte. Im Livestream ist allerdings keine Veränderung seiner Position zu erkennen.
"Die Schlepper sind jetzt unterwegs." Diese platzieren sich so, dass der Wal nicht Richtung Wismar, sondern in die Ostsee schwimmen könne. So kommen nun also auch größere Boote zum Einsatz, um Timmy in die richtige Richtung zu lenken, sollte er sich freischwimmen. Außerdem soll der Wal nun die ganze Zeit über begleitet werden, auch in der Nacht.
20. April, 18.11 Uhr: Till Backhaus hat Robert Marc Lehmann nicht erneut eingeladen
Influencer Robert Marc Lehmann (43), der vor allen in den ersten Tagen kurz nach der ersten Wal-Strandung Ende März Teil des Rettungsteams war, wurde von Backhaus nicht nochmal erneut eingeladen, um zu helfen.
Vor wenigen Tagen hatte der YouTuber ein Video mit dem Titel "Die Wahrheit über Wal 'Timmy' und warum er wahrscheinlich sterben muss" hochgeladen, in dem er seine Sicht der Dinge äußert. Der Minister kenne das Video, möchte sich jedoch nicht dasuz äußern.
20. April, 18.05 Uhr: Umweltminister erklärt weitere Maßnahme
Wie an den Tagen zuvor auch, ist Umweltminister Till Backhaus (SPD) ebenfalls vor Ort. "Wir haben unsere Veterinäre in Nachtbereitschaft versetzt. Und auch die Polizei und die Fischereiaufsicht werden die ganze Nacht hier aktiv sein", erklärt der Politiker am frühen Montagabend gegenüber NEWS5.
Auch die weitere Maßnahme stehen nach Angaben des Ministers klar fest: "Er muss jetzt begleitet werden. Wir können davon ausgehen, dass er sich nochmal los macht." So habe sich das Tier für ein paar Stunden offenbar ausgeruht. Jetzt stehe die Frage im Raum, ob der Meeressäuger noch einmal von selbst los schwimmt und auch die richtige Richtung finde.
Der Buckelwal orientiere sich stark an flachen Gewässern, so Backhaus. "Der Ausgang ist unbestimmt. Aber man sieht, er ist aktiv und er will", rechtfertigt er die Rettungsmaßnahmen weiter.
20. April, 17.28 Uhr: Schwimmer sind noch immer am Tier
Seit nun knapp einer Stunde sind die Schwimmer im Wasser direkt am Wal, unter anderem mit Wasser-Scootern. Einige Meter neben dem Tier befindet sich noch immer ein Boot der DLRG mit weiteren Einsatzkräften an Bord. Bislang ist immer noch nicht ganz klar, ob die Helfer dem Tier womöglich einen GPS-Sender verpassen, oder ob sie erneut versuchen, den Wal zum Schwimmen zu bringen.
20. April, 16.39 Uhr: Polizei passt Sperrzone an
Wegen der neuen Position des Buckelwals haben die Behörden die zum Schutz des Tieres eingerichtete Sperrzone angepasst. "Die aktualisierte Verfügung tritt am 20. April 2026 um 15 Uhr in Kraft", teilte die Polizei mit. Die Sperrzone war früheren Angaben zufolge eingerichtet worden, um dem großen Tier Ruhe zu geben.
Die Regel sieht vor: Innerhalb eines Radius von 500 Metern dürfen demnach keine unbefugten Boote fahren oder sich unbefugte Menschen auf dem Wasser aufhalten. Auch Drohnenüberflüge sind nicht gestattet. Ausnahmen gelten etwa für Menschen, die für das Tier im Einsatz sind. Als Referenzposition gibt die Wasserschutzpolizei einen Punkt am Ausgang des Kirchsees in die Wismarbucht an, neben der dortigen Fahrrinne.
20. April, 16.18 Uhr: Zwei Personen im Wasser
Ein Boot der DLRG ist nun direkt am Wal. Zudem befinden sich zwei Personen neben Timmy im Wassern. Was genau die Einsatzkräfte dort vorhaben, ist nicht ganz klar. Möglicherweise bringen sie gerade einen GPS-Sender am Tier an, um den Wal tracken zu können.
20. April, 16.09 Uhr: Meeresbiologe plädiert dafür, den Wal in Ruhe zu lassen
Walforscher und Meeresbiologe Fabian Ritter sieht die Rettungsaktion eher kritisch. Der Wal habe sich nach dem Start am Morgen unnatürlich bewegt, so der Experte zu dpa. Grund dafür könne zwar die geringe Wassertiefe gewesen sein. "Es kann aber auch daran gelegen haben, dass er Schmerzen hat oder eine Verletzung und auch daran, dass er eben 20 Tage lang lag."
Er plädiert dafür, das Tier nun endgültig in Ruhe zu lassen. "Dieser Wal macht, was er will. Er ist nicht zu kontrollieren und wir müssen jetzt endgültig einsehen, dass es für uns nicht möglich ist, diesen Wal aktiv zu retten", sagte der Meeresbiologe. "Wir sollten ihm im Moment nur den größten Gefallen tun, indem wir ihn sein lassen." Entweder finde er wieder zu Kräften und die Schädigungen seien nicht so groß, so dass er ohne Zutun den erneuten Aufbruch schaffe. "Oder er ist halt auf dem Weg zu seinem Lebensende. Das müssen wir einfach jetzt akzeptieren."
Auch Ritter geht davon aus, dass der Wal die ruhende Position im flachen Wasser immer wieder einnimmt, "weil er sich das Leben erleichtern will". Zum Zustand des Tieres sagte Ritter, der Wal habe weiterhin noch Reserven - es sei für einen Buckelwal ohne Weiteres möglich, ein paar Wochen ohne Nahrung auszukommen.
20. April, 15.38 Uhr: Viele Fragen sind weiter offen
Immer wieder nähern sich Schlauchboote der Helfer sowie ein Polizeiboot dem Tier. Ein Statement der Einsatzkräfte zum aktuellen Stand oder weiteren geplanten Maßnahmen gab es bislang nicht. So ist aktuell unklar, weshalb beispielsweise die bereitgestellten Pontons derzeit noch nicht zum Einsatz kommen.
Der ursprüngliche Plan der Initiative sah vor, dass der Wal auf einer Plane zwischen Pontons in Richtung Nordsee transportiert werden sollte. Diese Maßnahme wurde bislang jedoch noch nicht umgesetzt, da sich das Tier am Montagmorgen zunächst selbstständig freischwamm.
20. April, 15.06 Uhr: Position des Wals seit mehreren Stunden unverändert
Die Position des Wals ist unverändert. Das Tier hält sich noch immer am Übergang des Kirchsees zur Wismarbucht auf, die ihn letztlich in die Ostsee führen könnte.
Das Fahrwasser im Kirchsee ist nach Aussage eines Sprechers des Ministeriums etwa zweieinhalb bis drei Meter tief. Ansonsten sei die Bucht etwa zwischen 90 und 110 Zentimeter tief. Deutlich tiefer ist seinen Angaben nach das Fahrwasser der sich anschließenden Wismarbucht mit mehr als neun Metern. Doch auch dann ist der Wal noch nicht wieder in seinem natürlichen Lebensraum: Timmy müsste wieder zurück in die Nordsee und dann weiter in den Atlantik gelangen.
20. April, 14.19 Uhr: Einsatzkräfte animieren Timmy weiterhin zum Schwimmen
Weiterhin versuchen Einsatzkräfte das Tier zum Schwimmen zu animieren. Immer wieder nähern sich diese dafür dem Buckelwal mit Booten. Aufgrund des sinkenden Wasserstands drängt sie Zeit. Zwar hat sich Timmy im Wasser seit mehreren Stunden noch nicht vom Fleck beweget. Dennoch scheint er aktiv zu sein. Immer wieder pustet er Wasser aus seinem Blasrohr.
20. April, 13.28 Uhr: Meeresbiologe drängt wegen Vorhersage zur Eile
Der Meeresbiologe Boris Culik drängt zur Eile. Da der Wasserstand am morgigen Dienstag um 50 Zentimeter sinken soll, hätten die Retter nur wenige Stunden Zeit, den Wal zu mobilisieren.
Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur betonte Culik: "Wenn er jetzt gemütlich mit dem Bauch auf einer Sandbank liegt und oben guckt das Blasloch raus, alles gut. Aber wenn dann 50 Zentimeter weniger Wasser da sind, dann entwickelt er ein unheimliches Gewicht, das dann auf seinen inneren Organen lastet. Er hat ein ganz schwaches Skelett im Vergleich zu uns."
Ein Wal werde komplett vom Wasser getragen, entsprechend werde es "höchste Zeit", ihn vom Weiterschwimmen zu überzeugen, so der Meeresbiologe.
20. April, 13.17 Uhr: Einsatzkräfte versuchen, den Wal zu motivieren
Aktuell versuchen die Einsatzkräfte, den Wal zum Weiterschwimmen zu motivieren. Sie fahren immer wieder mit einzelnen Booten in seine Nähe.
Bisher hat sich der Ozeanriese aber nicht von seinem Rastplatz entfernt.
20. April, 12.40 Uhr: Retter spricht von 50 Prozent Überlebenschance
Der an den Rettungsmaßnahmen beteiligte Umweltschützer Sergio Bambaren (65) schrieb am Vormittag in einem Instagram-Post, dass die Überlebenschancen des Wals bei 50:50 stünden.
Das Tier wirke ruhig und mache einen guten Eindruck, versicherte der Peruaner. Das Ziel sei, den Buckelwal an einen sichereren Ort zu führen und im weiteren Verlauf ins offene Meer.
Allerdings müssten die Einsatzkräfte unter sehr schlechten Wetterbedingungen arbeiten, gab Bambaren zu bedenken.
20. April, 12.18 Uhr: Wal könnte losschwimmen, wenn er wollte
Umweltminister Till Backhaus hat in einem Statement vor Ort die erste Einschätzung bestätigt, dass das Tier nicht erneut gestrandet sei. Es liege minimal auf, könnte aber aus eigenem Antrieb losschwimmen. Offensichtlich mache der Wal tatsächlich eine Pause, erklärte der Politiker.
Ein Problem könne allerdings der nun wieder sinkende Wasserstand sein. Deshalb sei der zuständigen Rettungsinitiative empfohlen worden, den Wal "minimalinvasiv" zum Schwimmen zu motivieren.
Ob die eigentlich geplante Aktion mit den Pontons weiterhin eine Option sei, müsse im weiteren Verlauf durch die Retter geklärt werden, so Backhaus.
20. April, 11.40 Uhr: Lage vor Ort unverändert
Die Lage vor Ort ist mittlerweile seit mehr als zwei Stunden unverändert. Der Wal befindet sich weiterhin am Ende der Bucht.
Hin und wieder kommen Schlauchboote in seine Nähe - vermutlich wollen die Einsatzkräfte laufend den Zustand des Tieres überprüfen.
20. April, 10.59 Uhr: Ministerium geht nicht von erneuter Strandung aus
Gute Nachrichten: Das Umweltministerium geht Stand jetzt nicht von einer erneuten Strandung des Buckelwals aus. Die Helfer auf den Begleitbooten glaubten demnach, dass sich das Tier frei bewegen könne, erklärte eine Sprecherin.
Womöglich mache der Wal nach dem Kraftakt am Morgen lediglich eine Pause.
20. April, 10.47 Uhr: Greenpeace spricht von "Megastress" für den Wal
Ein Sprecher der Umweltorganisation Greenpeace bezeichnete die aktuelle Situation für den Buckelwal als "Megastress".
Das Tier sei geschwächt und nun dem Lärm der Boote ausgesetzt, erläuterte der Sprecher.
20. April, 10.16 Uhr: Schleswig-Holstein zeitnah wieder zuständig?
Sollte sich der Buckelwal wieder aufmachen und aus der Bucht herauskommen, würde nach nicht allzu langer Zeit die Zuständigkeit wechseln.
Sobald das Tier wieder in schleswig-holsteinischen Gewässern schwimme, seien auch wieder die Behörden des nördlichsten Bundeslandes zuständig.
Laut Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Backhaus seien bereits entsprechende Vorbereitungen getroffen worden.
20. April, 9.56 Uhr: Wal soll zeitnah mit GPS-Sender versehen werden
Umweltminister Till Backhaus erklärte gegenüber NEWS5, dass die Hauptverantwortung weiter bei der Rettungsinitiative liege. Das Ministerium begleite und unterstütze die Maßnahmen aber fortlaufend.
Der Politiker betonte zudem, dass der Wal zeitnah mit einem GPS-Sender versehen werden soll. "Damit wir ihn gezielt weiter begleiten können", erläuterte Backhaus.
20. April, 9.45 Uhr: Wal "Timmy" bewegt sich nicht von der Stelle
Seit einer guten halben Stunde hat sich der Buckelwal nicht mehr wirklich von der Stelle bewegt. Ob er nur eine Pause macht oder erneut gestrandet ist, ist noch unklar.
Die Begleitboote haben erst mal ein wenig Abstand genommen.
20. April, 9.30 Uhr: Buckelwal muss durch ein Nadelöhr schwimmen
Wenn der Buckelwal die Bucht verlassen will, muss er durch eine Art Nadelöhr schwimmen.
Nur in der Fahrrinne der Schiffe kann er es schaffen, diese ist jedoch sehr schmal. Am Ausgang der Bucht liegt zudem eine größere Sandbank - hohe Strandungsgefahr!
20. April, 9.17 Uhr: Ist "Timmy" etwa erneut gestrandet?
Ist "Timmy" etwa erneut gestrandet? Seit einigen Minuten hat sich der Wal nicht mehr von der Stelle bewegt.
Die DLRG-Boote sind unmittelbar in seiner Nähe und umkreisen ihn.
20. April, 9.07 Uhr: Buckelwal auf dem richtigen Kurs
Das sieht gut aus! Das Guiding durch die Begleitboote scheint zu funktionieren. Buckelwal "Timmy" bewegt sich immer weiter in Richtung Ausgang der Bucht.
Zeitnah muss der Ozeanriese nach rechts abbiegen, um den Weg in die offene Ostsee zu finden.
20. April, 8.58 Uhr: Initiator der Rettungsaktion nicht glücklich
MediaMarkt-Mitgründer Walter Gunz hat sich trotz der Befreiung des Buckelwals nicht erfreut gezeigt. Der Initiator der eigentlich geplanten Rettungsaktion monierte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erneut, dass sich die Maßnahmen um zwei Tage verzögert hätten. "Und jetzt ist das aus der Bahn gelaufen alles."
Man könne jetzt "nur hoffen, dass die Begleitung gelingt", erklärte der Unternehmer.
20. April, 8.40 Uhr: Wal hat die Richtung gewechselt
Den Einsatzkräften ist es gelungen, den Wal von einer Kurskorrektur zu überzeugen - inzwischen schwimmt der Ozeanriese in die richtige Richtung, weg vom Hafen.
Derzeit wird das Tier von gleich vier DLRG-Booten eng begleitet.
20. April, 8.29 Uhr: Umweltminister spricht von "Glücksmoment"
Umweltminister Till Backhaus sprach nach der Befreiung vor Ort gegenüber Medien von einem "Glücksmoment". Er sei sofort informiert worden, als sich der Wal aufgemacht habe.
"Wir haben jetzt eine Chance, dass wir ihn begleiten können. Aber die Mission ist noch nicht zu Ende", erklärte der Politiker. Sechs Boote der DLRG seien auf dem Wasser, weitere seien nachgeordert worden.
Vonseiten des Ministeriums seien alle Maßnahmen geduldet, um das Tier aufs offene Meer zu guiden, betonte Backhaus.
20. April, 8.07 Uhr: Einsatzkräfte versuchen Buckelwal zu guiden
Die Begleitboote versuchen alles, um den Buckelwal vom Schwimmen in Richtung Hafen abzuhalten.
Zwei Schlauchboote haben sich dem Tier in den Weg gestellt.
20. April, 7.53 Uhr: Wal schwimmt in die falsche Richtung
Anhand der Position der "Uecker", die über die Seite "Vesselfinder" nachverfolgt werden kann, wird deutlich, dass der Wal aktuell in die falsche Richtung schwimmt!
Anstatt in Richtung offenes Meer ist er in Richtung Hafen unterwegs.
20. April, 7.40 Uhr: Wal schwimmt ziemlich nahe am Ufer
Mittlerweile haben das Polizeiboot "Uecker" und mehrere Schlauchboote die Verfolgung des Wals aufgenommen.
Der Ozeanriese schwimmt ziemlich nahe am Ufer.
20. April, 7.25 Uhr: Buckelwal scheint den richtigen Weg zu suchen
Der Wal scheint den richtigen Weg zu suchen! Aktuell irrt er ein wenig ziellos vor der Insel Poel herum, bewegt sich dabei nicht allzu schnell.
Die DLRG-Boote, die bereitstehen sollten, um das Tier zu guiden, sind bisher noch nicht zu sehen.
20. April, 7.10 Uhr: Buckelwal "Timmy" schwimmt!
Und plötzlich doch die Wendung! Um kurz nach 7 Uhr zeigte der Buckelwal auf einmal mächtig Aktivität. Zunächst drehte er sich einmal um die eigene Achse, ehe er sich endgültig befreite und losschwamm!
Ob die DLRG-Boote vor Ort sind, um das Tier nun zu guiden, ist noch offen.
20. April, 6.46 Uhr: Gestrandeter Wal liegt weiter vor der Insel Poel
Die Hoffnungen, der Wal könne sich dank des steigenden Wasserspiegels in der Nacht selbst befreien und losschwimmen, haben sich nicht bewahrheitet.
Wie im Livestream zu sehen ist, liegt der Ozeanriese am Morgen noch immer vor der Insel Poel.
Ob der Rettungsversuch angesichts der schwierigen Wetterbedingungen am Montag fortgesetzt werden kann, ist noch unklar.
19. April, 19.08 Uhr: Gunz sieht Rettungsversuch wieder bei Stunde null
Einen Versuch zur Rettung des in Mecklenburg-Vorpommern gestrandeten Wals wird es am Sonntag nicht mehr geben.
"Wir können ja nicht", sagte MediaMarkt-Mitgründer Walter Gunz. Dem Team seien die Hände gebunden. Er begründete dies mit dem gestiegenen Wasserpegel, der ein Anbringen der Pontons und ein Begleiten des Wals unmöglich mache.
Gunz sieht den derzeit laufenden Rettungsversuch vor Poel wieder bei Stunde null. "Gestern hätten wir die richtige Wasserhöhe noch gehabt", sagte er. "Heute haben wir plötzlich 70 Zentimeter mehr." Das sei eine ganz andere Situation. Der Wal registriere vollumfänglich, dass er völlig frei sei. Daher sei die Frage, "ob sich dieser Wal noch geleiten lässt".
Das lang erdachte Konzept sei so nicht durchzusetzen. "Jetzt sind wir quasi irgendwo bei Stunde null." Gunz beklagte zugleich Verzögerungen durch Bürokratie, "die uns eineinhalb bis zwei Tage zurückgeworfen haben". "Jetzt brauchen wir ein Wunder", sagte Gunz.
19. April, 18.25 Uhr: Baggerarbeiten dauern an
Auch am Nachmittag bis in die frühen Abendstunden hinein gehen die Vorbereitungen der Rettungsaktion um den Wal weiter.
Im Livestream von NEWS5 ist zu sehen, wie mit dem Bagger weiter von der Fahrrinne aus gearbeitet wird. Immer wieder sind auch Boote der DLRG in der Nähe des Wals zu sehen.
Ob heute noch weitere Maßnahmen passieren, um den Wal gegebenenfalls anzuheben, ist unklar. Allerdings werden die Wetterbedingungen vor Ort immer schwieriger.
Die Wellen sollen laut TAG24-Informationen heute noch bis zu zwei Meter hoch werden und auch der Wind nimmt weiter zu.
19. April, 16.31 Uhr: Umweltminister lobt Initiative
Umweltminister Till Backhaus äußert sich zur aktuellen Rettungsaktion. Die Zusammenarbeit würde seit Samstag besser laufen.
Backhaus bestätigte, dass es dem Wal den Umständen entsprechend gut gehe. "Ich bin der Initiative dankbar, dass sie sich engagieren", so Backhaus.
Die Rolle des Umweltministeriums bestehe darin, die Rettungsaktion zu begleiten, Hinweise zu geben und zu überwachen. Die Verantwortung des Tieres liege allerdings nicht mehr bei ihnen.
Der Umweltminister hofft, dass die Wetterumstände das schönste Szenario fördern würden und dass sich der Wal von selbst freischwimmt. "Der Wal lebt, er ist aktiv, er vokalisiert, er aktiviert sich immer wieder." So bewege er die Flipper, wie die Brustflossen auch genannt werden. Das deute nicht darauf hin, dass er bald sterbe.
Auch ob ein GPS-Sender am Wal befestigt werden kann, werde derzeit überprüft, um ihn im Fall eines Freischwimmens orten zu können.
19. April, 15.55 Uhr: Wetterbedingungen verändern sich – Plan B ist vorbereitet
Jeder möchte, dass die Rettungsaktion noch schneller gehe, doch momentan müsse auch auf die veränderten Witterungsbedingungen eingegangen werden, hieß es von den Initiatoren.
Der Wasserpegel würde in den nächsten Stunden weiter ansteigen. Auch der Wind nehme zu, was zu mehr Beweglichkeit beim Wal führen könnte.
Dadurch würde die Möglichkeit bestehen, dass der Wal von alleine losschwimmen könnte. Momentan wäre noch alles möglich. Täglich stünden lange Besprechungen an. Seit heute sei der Plan B aktiviert.
"Das bedeutet, falls der Wal durch die veränderten Witterungsbedingungen von alleine losschwimmt, stehen DLRG-Boote auf Standby, um ihn bis in die Nordsee, im besten Fall bis in den Atlantik, zu begleiten", so die leitende Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert.
19. April, 15.45 Uhr: Initiatoren können keinen Zeitplan bekannt geben
Die Initiatoren melden sich aus Kirchdorf zu Wort. Das Team erklärte: "Wir gehen bis an die Grenzen unserer Leistungsfähigkeiten heran, doch unsere Arbeit ist noch nicht zu Ende."
Immer wieder würden auch Gespräche im Hintergrund laufen. "Wir sind auf einem sehr guten Weg", so die Rechtsanwältin Constanze von der Meden. Die Saugarbeiten kämen gut voran. Von der Fahrrinne aus wird zum Wal hin gebaggert, sodass der Wal noch nicht so beeinträchtigt werde.
Der Buckelwal habe tolle Reaktionen in den Morgenstunden gezeigt. Alle drei Tierärzte waren draußen und haben den Wal untersucht. Das Tier atmete deutlich tiefer ein. Außerdem sei der Atem des Wals freier. Durch die entstandene Kuhle und den angestiegenen Wasserstand habe sich der Wal bereits bewegt.
"Er will nach draußen, er will frei sein. Wir sind uns einig, er hat die Chance verdient, draußen weiterzuleben", so die Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert.
Zudem sei der Buckelwal empathisch und reagiere auf die Saugroboter nicht aufgeregter als auf das Einsatzteam. Laut dem Rettungsteam merke das Tier, dass sie ihm helfen wollen. Einen konkreten Zeitplan konnten die Helfer nicht nennen.
19. April, 15.23 Uhr: Umweltminister lädt zu eigener Pressekonferenz
Nachdem gemunkelt worden war, dass auch Umweltminister Till Backhaus beim Statement der Retter das Wort ergreifen könnte, steht nun fest: Der Politiker wird sprechen, aber nicht bei dieser Gelegenheit.
Stattdessen lädt Backhaus für 16 Uhr zu einer Pressekonferenz an einem anderen Ort ein. Er wolle "häufig gestellte Fragen, die die Rolle des Landes betreffen, beantworten", hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums.
19. April, 14.36 Uhr: Saug-Bagger im Einsatz, Statement angekündigt
Der Saug-Bagger auf der schwimmenden Plattform ist seit dem Morgen in einiger Entfernung zum Wal im Einsatz, um Schlick zu entfernen und den Weg für den Ozeanriesen frei zu machen. Auch zwei Schwimmer, die seit Stunden im Wasser sind, sind an den Arbeiten beteiligt.
Die Initiatoren haben für circa 15.45 Uhr ein weiteres Presse-Statement vor Ort angekündigt. Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert und die Rechtsanwältin Constanze von der Meden sollen sich demnach äußern.
19. April, 13.59 Uhr: Rettung des Wals könnte auch im Dunkeln stattfinden
Wie Initiator Walter Gunz (80) der Deutschen Presse-Agentur sagte, könnte der Transport des Wals auch spätabends oder nachts stattfinden. Es spiele nach seinen Kenntnissen keine Rolle, ob es hell oder dunkel sei.
"Tatsache ist, dass wir einen Tag verloren haben durch unsägliche bürokratische Maßnahmen", so der MediaMarkt-Gründer. Es gehe jetzt darum, möglichst schnell voranzukommen und keine Zeit mehr zu verlieren.
Zum Zustand des Tieres äußerte sich Gunz positiv. "Man hat den Eindruck, dass der Wal aufgrund seiner Empathie erkennt, dass man ihm Gutes will und dass die Kraft ausreicht", erklärte der Unternehmer.
19. April, 13.03 Uhr: Seemann sicher: "Wir werden einen Weg finden"
Der Rettungsschlepper ist da! Die "Robin Hood" ist mittlerweile vor Ort eingetroffen. Der Steuermann des Schiffes gab gegenüber NEWS5 Einblick in das geplante Vorhaben.
Demnach werde das Schiff während des "Abschleppens" des Wals nicht mehr als zehn Kilometer pro Stunde zurücklegen können. Da es sich am Ende um ein Wildtier handele, sei "unberechenbar, was passiert", betonte der Seemann.
Ein Problem könne das bescheidene Wetter werden. Möglicherweise müsse auf Besserung gewartet werden. Aber: "Wir werden einen Weg finden", so der Steuermann.
19. April, 12.14 Uhr: Schlepper soll zeitnah vor Ort eintreffen
Wie ein NEWS5-Reporter vor Ort berichtet, berate sich derzeit noch mal ein Team aus Tierärzten zu den geplanten Maßnahmen. Die Rettung sei weiter für den heutigen Tag angesetzt, auch wenn der genaue Zeitplan weiter unklar sei.
Mittlerweile stehe auch fest, welcher Schlepper die Konstruktion samt Wal am Ende aufs offene Meer ziehen soll. Die "Robin Hood" werde demnach zeitnah eintreffen und für die Aktion vorbereitet.
19. April, 10.55 Uhr: Wal entscheidet, ob die Rettung starten kann
Ob die Aktion am Sonntag so richtig starten kann, entscheidet der Wal selbst.
Wie ein Mitglied des Rettungsteams gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, soll die für den Transport notwendige Plane an das Tier herangeführt werden. Anschließend müsse man schauen, wie der Buckelwal darauf reagiere.
19. April, 10.21 Uhr: Bagger hat seine Arbeit wieder aufgenommen
Der Bagger hat inzwischen wieder seine Arbeit aufgenommen und ist dabei, den Schlick in einiger Entfernung des Tieres abzusaugen. Aktuell halten die Arbeiter aber noch Abstand zum Tier.
Die DLRG ist mittlerweile auch mit mehreren Schlauchbooten auf dem Wasser, um bei etwaigen Zwischenfällen schnell eingreifen zu können.
19. April, 9.54 Uhr: Schwimmende Plattform samt Bagger auf dem Wasser
Zwar ist mittlerweile die schwimmende Plattform samt Bagger und Arbeitern an Bord auf dem Wasser, die geplante Rettung des Wals verzögert sich aber weiter.
Nach TAG24-Informationen sollte die Aktion eigentlich gegen 9 Uhr starten, so richtig vorwärts geht es vor Ort aber noch nicht.
19. April, 9.11 Uhr: DLRG-Boot nähert sich Buckelwal "Timmy"
Vor einigen Minuten war ein Boot der DLRG mit einigen Personen an Bord in der Nähe des Buckelwals. Offenbar wollten sich die Kräfte einen Überblick über seinen Zustand machen.
Darüber hinaus ist es vor Ort weiterhin ruhig. Etwaige Rettungsmaßnahmen haben noch nicht begonnen.
19. April, 7.53 Uhr: Gestrandeter Buckelwal liegt weiterhin an Ort und Stelle
Buckelwal "Timmy" liegt auch am Sonntagmorgen noch vor der Insel Poel. Im Livestream ist sein mit lindernder Zinksalbe eingeriebener weißer Rücken zu sehen, der aus dem Wasser ragt.
In der Nacht und am frühen Morgen zeigte er Aktivität, bewegte unter anderem seine Schwanzflosse hin und wieder stark.
Im Hafen ist es noch ruhig. Die DLRG und die Polizei sind aber bereits vor Ort.
18. April, 17.53 Uhr: Wohl kein Transport mehr am Samstag
Laut Tierärztin Janin Bahr-van Gemmert wird der geplante Transport Timmys mithilfe von Pontons wohl nicht mehr am Samstag stattfinden. "Heute wird er nicht mehr transportiert, das können wir sagen."
Näheres wollte die Medizinerin nicht sagen. Intern gibt es aber wohl durchaus einen Zeitplan. "Wir sind jetzt gut dabei", erklärte sie, auch wenn sie gestand: "Wir wären gerne noch schneller."
18. April, 17.44 Uhr: Ozeanriese Timmy hat laut Tierärztin "reelle Chance" zu Überleben
Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert verteidigt den Rettungseinsatz der privaten Initiative trotz Kritik. Timmy habe eine reelle Chance zu Überleben. "Wir sind zum Wohle des Wals da. Wir machen das Beste für den Wal. Er versucht, sich da raus zu kämpfen. Er hat eine super Aktivität."
Am Samstag habe man versucht, in das Maul des Tieres zu schauen - bislang allerdings ohne Ergebnis. "Wir versuchen, wenn da etwas ist, das rauszuholen", so Bahn-van Gemmert, die ergänzt: "Das Wichtigste ist. Wir müssen ihn da rausholen."
Zum Zeitplan will sie keine Auskünfte geben, sondern sagt nur: "Es gibt einen Plan, wir sind gut dabei."
18. April, 17.19 Uhr: Haut von Timmy wird weiter behandelt
Timmys Haut wird auch am Samstag weiterhin behandelt: Auf Bildern vom Ort des Geschehens ist zu sehen, wie fast der gesamte Körper des Ozeanriesen mit nassen Laken bedeckt ist, um die kranke Haut zu versorgen.
Die Tücher sind nicht nur in Salzwasser getränkt, sondern zudem auch mit entzündungshemmender Zinksalbe bestrichen, wie die leitenden Tierärztin Janine Bahr-van Gemmer am Freitag erklärte.
18. April, 16.15 Uhr: Darum zieht sich der Rettungsversuch in die Länge
Der Rettungsversuch des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals zieht sich weiter in die Länge. Seit drei Tagen laufen die Arbeiten einer privaten Initiative, die das Tier lebend zurück ins offene Meer transportieren möchte.
Details zum Fortschritt nannten die beiden Geldgeber der Aktion, Mediamarkt-Gründer Walter Gunz und Unternehmerin Karin Walter-Mommert, am Samstag zunächst nicht – auch damit das Team in Ruhe arbeiten kann. Er könne nicht ständig vor Ort anrufen, das würde zu viel Unruhe in die Aktion bringen, so Gunz.
Walter-Mommert sagte der dpa: "Glauben Sie mir, wir müssen unserem Team im Moment den Rücken freihalten, damit die in Ruhe arbeiten können." Sie verwies auf nach ihrer Aussage aufwendige Abstimmungen mit den zuständigen Behörden. Das sorge intern für viel Arbeit.
18. April, 15.26 Uhr: Hat die Unterspülung begonnen?
Der Bagger soll mithilfe einer aufgesetzten Saugglocke mit der Unterspülung des Wales begonnen haben. Dies geht zumindest aus den Live-Aufnahmen vom Einsatzort hervor. Gesicherte Informationen liegen hierzu bislang nicht vor.
Zwischenzeitlich sollen Helfer zudem versucht haben, den Wal dazu zu bewegen, sein Maul zu öffnen, um mögliche Reste des eingesetzten Netzes zu überprüfen. Es wurde vermutet, dass sich Teile davon noch im Schlund befinden könnten und dadurch die Nahrungsaufnahme beeinträchtigt sein könnte. Auch diese Angaben sind bislang nicht offiziell vom Einsatzteam bestätigt worden.
18. April, 14.30 Uhr: Würden wir auch einen Hai retten?
Die große Aufmerksamkeit für den Wal erklärt Schlögl-Flierl auch mit einem gesellschaftlichen Bedürfnis nach Handlungsmöglichkeiten in Krisenzeiten: "Es lässt uns das Gefühl geben, hier noch etwas machen zu können, etwas tun zu können", während andere große Krisen oft ein "Ohnmachtsgefühl" auslösten.
Zugleich verweist sie auf eine Widersprüchlichkeit im menschlichen Umgang mit Tieren und stellt eine grundlegende Frage: "Hätten wir dasselbe für einen Hai getan?"
"Es ist schon interessant, was es über uns als Menschen aussagt, dass wir den Wal so niedlich finden, dass wir alles dafür tun. Bei anderen Arten würden wir sagen, das interessiert uns nicht", so die Ethikerin. "Wir sind als Menschen doch sehr selektiv, mit wem wir Verbundenheit herstellen."
18. April, 14.20 Uhr: Was sagt der Ethikrat zu Timmy?
Prof. Dr. Kerstin Schlögl-Flierl (50) vom Ethikrat beschreibt den laufenden Rettungsversuch für den Wal in einem Interview mit NEWS5 als ethisch komplexe Abwägung. Dabei komme auch der menschlichen Verantwortung eine zentrale Rolle zu: "Der menschliche Eingriff in die Natur ist so stark, wir sind so invasiv, dass wir immer mehr moralische Verantwortung tragen, auch solche Arten zu retten."
Zugleich betont sie, dass es keine einfache Antwort darauf gebe, wie weit eine Rettung gehen sollte: "Ich würde immer sagen, maximal viel für das Tier, aber auch nicht unverhältnismäßig für den Menschen. Also es ist eine Abwägungsfrage." Entsprechende Entscheidungen müssten immer wieder neu getroffen werden.
Auch die große emotionale Anteilnahme in der Öffentlichkeit spiele eine Rolle. Gleichzeitig rät Schlögl-Flierl sich bei der Bewertung vor allem an fachlicher Expertise zu orientieren: "Ich würde immer die Meeresforscher, die sich mit den Walen auskennen, fragen, weil die können es am besten beurteilen."
18. April, 13.30 Uhr: Initiator: "Es läuft soweit ganz gut"
Über den erneuten Rettungsversuch ist weiter wenig bekannt. Die Initiatoren halten sich bewusst mit Details zum aktuellen Stand zurück. Das Team solle ungestört arbeiten können, hieß es. "Es läuft eigentlich soweit ganz gut", sagte der MediaMarkt-Gründer Walter Gunz am Samstag der Deutschen-Presse-Agentur. Zugleich betonte er, man wolle durch häufige Nachfragen keine Unruhe in die Aktion bringen.
Auch Mitinitiatorin Karin Walter-Mommert unterstrich, wie wichtig es sei, dem Team den Rücken freizuhalten. Gleichzeitig verwies sie auf aufwendige Abstimmungen mit den Behörden. So müsse etwa das Auftragen von Tüchern mit Zinksalbe zur Behandlung der Hautprobleme des Wals täglich neu genehmigt werden.
Nach Angaben des Schweriner Umweltministeriums bemühen sich die Behörden um schnelle Lösungen. Für die aus Hawaii angereiste Tierärztin Jenna Wallace wurde demnach kurzfristig eine Sondergenehmigung erteilt, da sie ursprünglich keine Berufserlaubnis in Deutschland hatte.
18. April, 12.30 Uhr: Dixi-Klo aus Fischernetzen
Gut sichtbar auf der schwimmenden Plattform steht ein Dixi-Klo für die Helfer, das der Aufschrift zufolge aus alten Fischernetzen recycelt wurde.
Eine gewisse Ironie: Timmy soll sich in der Vergangenheit mehrfach in sogenannten Geisternetzen verfangen haben, Teile davon sollen sich sogar noch in seinem Maul befinden.
18. April, 12 Uhr: Bagger beim Wal angekommen
So richtig voran geht es offenbar doch noch nicht. Zwar ist das schwimmende Ponton mit dem Bagger inzwischen in beim Wal angekommen, und weitere Tücher bedecken seine Haut – doch darüber hinaus passiert derzeit wenig.
Auch Timmy zeigt bislang noch keine größeren Regungen.
18. April, 11.20 Uhr: Es kommt Bewegung rein
Die Besprechung scheint zu Ende zu sein – und zum ersten Mal an diesem Tag kommt wieder Bewegung in das Geschehen. Helfer sind am Wal und bedecken ihn erneut mit den feuchten Tüchern zum Schutz seiner Haut.
Auch das schwimmende Ponton mit dem Bagger an Bord macht sich langsam auf den Weg zu Timmy.
18. April, 10.45 Uhr: Rettungsmaßnahmen verzögern sich erneut
Zwar sind die DLRG-Boote inzwischen auf dem Wasser. Doch ansonsten herrscht vor Ort Stillstand. Nach TAG24-Informationen verzögern sich die Rettungsmaßnahmen aufgrund einer aktuell laufenden Besprechung mit dem Helfer-Team und dem Umweltminister Till Backhaus (67, SPD).
Hintergründe der Besprechung sind nicht bekannt.
18. April, 10.20 Uhr: Schaulustige reisen teils Stunden für den Wal an
Wie schon an den vergangenen Tagen haben sich erneut mehrere Schaulustige im Hafen versammelt. Das Gebiet ist zwar für Autofahrer gesperrt, für Fußgänger jedoch weiterhin zugänglich. Einer von ihnen ist Ali T. (38) aus Hannover, der eigens für den Wal fünf Stunden angereist ist.
Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte er: "Ich habe das im Fernsehen gesehen, und ich finde das irgendwie spektakulär", so der 38-Jährige. "Mich fasziniert, dass der Wal eigentlich schon totgeglaubt wurde und dass sich jetzt doch noch etwas tut."
18. April, 9.30 Uhr: DLRG macht sich bereit
Im Livestream ist zu sehen, wie sich ein Team der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) an Land auf den Einsatz vorbereitet und seine sechs Boote startklar macht, die am Freitag im Hafen von Kirchdorf eingetroffen sind.
Die Besatzungen sollen Informationen vor Ort zufolge den Einsatz der Wal-Retter unterstützen und absichern.
Titelfoto: Fotomontage: Jens Büttner/dpa, Philip Dulian/dpa