Buckelwal "Timmy": Konzept hat grünes Licht, Tier laut Minister "transportfähig"

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Niendorf/Wismar/Poel - Deutschland bangt weiter mit Buckelwal "Timmy". Nach mehreren Strandungen in den vergangenen Wochen keimte zuletzt wieder Hoffnung auf. Kann sich der Ozeanriese womöglich selbst aus seiner Lage befreien? Oder wird er von einer privaten Initiative gerettet? TAG24 berichtet im Liveticker.

Eine Rinne in der Kirchsee vor der Insel Poel führt vom Wal in tieferes Gewässer.
Eine Rinne in der Kirchsee vor der Insel Poel führt vom Wal in tieferes Gewässer.  © Philip Dulian/dpa

Am 23. März war der Wal auf einer Sandbank vor Niendorf (Schleswig-Holstein) gestrandet. Mehrere Rettungsversuche scheiterten, doch der Wal konnte sich schließlich selbst befreien - um kurz darauf mehrfach vor Wismar zu stranden.

Nach einer erneuten Befreiung lag er seit dem 31. März vor der Insel Poel - alles sah danach aus, als würde der Koloss dort sterben. Am 16. April trat jedoch plötzlich eine private Rettungsinitiative auf den Plan. Sie wollte den Wal aufs offene Meer hinausziehen.

Entsprechende Maßnahmen wurden in die Wege geleitet, doch am Montag (20. April) befreite sich der Buckelwal selbst, ehe er noch am selben Tag wieder zum Liegen kam.

25. April, 18.18 Uhr: Statement gegen 19 Uhr erwartet

Gegen 19 Uhr/19.15 Uhr soll es vor Ort ein weiteres Statement der Beteiligten geben.

Zuvor findet nach TAG24-Informationen eine erneute Lagebesprechung der Rettungsinitiative mit Umweltminister Till Backhaus statt.

25. April, 17.35 Uhr: Wann soll die Barge in Poel ankommen?

Sie ist entscheidend für den Erfolg des Rettungsansatzes: Die Barge, eine Art nicht selbstfahrender Lastkahn, der abgesenkt werden kann, ist bisher noch nicht vor Ort eingetroffen.

Buckelwal "Timmy" soll durch die inzwischen fertig gebaggerte Rinne auf den Kahn gelotst und anschließend von einem Schlepper in die Nordsee gezogen werden.

"Für ein Wildtier ist das schon ziemlich komfortabel im Rahmen unserer Möglichkeiten", hatte Tierärztin Dr. Kirstin Tönnies am Nachmittag erklärt.

Vor ihrem Einsatz soll die Barge in einer Werft in Wismar mit Sand ausgelegt werden, um den Transport für den Wal angenehmer zu machen - am Abend wollen die Verantwortlichen über den Zeitplan aufklären.

25. April, 16.26 Uhr: Big Bags werden fortlaufend im Wasser platziert

Rund um "Timmy" werden weiterhin Big Bags verteilt - sie sollen verhindern, dass der Buckelwal am morgigen Sonntag, wenn der Wasserstand steigt, in die falsche Richtung schwimmt.

Aktuell sind auch zwei Mitglieder des Rettungsteams wieder in unmittelbarer Nähe des Tieres im Wasser.

Mithilfe eines kleinen Baggers werden die Big Bags im Wasser platziert. Sie sollen als eine Art Barrikade für den Wal fungieren.
Mithilfe eines kleinen Baggers werden die Big Bags im Wasser platziert. Sie sollen als eine Art Barrikade für den Wal fungieren.  © Bernd Wüstneck/dpa

25. April, 15.54 Uhr: Weiteres Statement am Abend angekündigt

Laut Umweltminister Backhaus soll es am Abend gegen 19 Uhr eine weitere Lagebesprechung mit allen Beteiligten geben.

Anschließend sei ein weiteres Statement geplant, in dem noch einmal konkreter auf das Rettungskonzept eingegangen werden soll.

25. April, 15.27 Uhr: Buckelwal ist ein Bulle und vier bis sechs Jahre alt

Backhaus ergreift noch einmal das Wort und erklärt, dass inzwischen zweifelsfrei feststehe, dass der Buckelwal ein männlicher Bulle und keine weibliche Kuh sei.

Er soll zwischen vier und sechs Jahre alt sein.

25. April, 15.16 Uhr: Transport wird nicht vor Dienstag starten

Nach Backhaus sprach Tierärztin Dr. Kirstin Tönnies. Sie lobte die Zusammenarbeit und die Schnelligkeit des Ministeriums. Explizit habe der Minister immer das Wohl von "Timmy" in den Vordergrund gestellt.

Zum Zeitplan erklärte die Veterinärin, dass der Transport vermutlich erst am Dienstag oder Mittwoch erfolgen könne. Die Barge, eine Art nicht selbstfahrender Lastkahn, der abgesenkt werden kann, sei noch nicht vor Ort und müsste dann auch erst speziell vorbereitet werden.

Tierärztin Dr. Kirstin Tönnies lobte in ihrem Statement die Zusammenarbeit mit dem Ministerium. Sie prophezeite, dass der Rettungsversuch nicht vor Dienstag starten dürfte.
Tierärztin Dr. Kirstin Tönnies lobte in ihrem Statement die Zusammenarbeit mit dem Ministerium. Sie prophezeite, dass der Rettungsversuch nicht vor Dienstag starten dürfte.  © NEWS5 / René Schröder

25. April, 15.07 Uhr: Konzept der Rettungsinitiative hat grünes Licht

Umweltminister Till Backhaus hat in einem Statement vor Ort erklärt, dass das neue Rettungskonzept der Initiative grünes Licht bekommen habe. Demnach werde die Idee mit der Barge von der Behörde geduldet.

Die beteiligten Veterinärinnen seien zu der Erkenntnis gekommen, dass das Tier "transportfähig" sei, unterstrich der Politiker. Gleichzeitig könne es genauso gut sein, dass der Wal sich morgen früh, bei dem steigenden Wasserstand wieder selbst auf den Weg mache.

Umweltminister Till Backhaus hat erklärt, dass das neue Rettungskonzept für "Timmy" grünes Licht bekommen hat.
Umweltminister Till Backhaus hat erklärt, dass das neue Rettungskonzept für "Timmy" grünes Licht bekommen hat.  © Marcus Golejewski/dpa

25. April, 14.32 Uhr: Big Bags werden im Wasser verteilt

Noch bevor Minister Backhaus vor das Mikrofon tritt, werden aktuell die Big Bags im Wasser nach und nach um den Wal verteilt.

Sollte das Wasser in der Nacht so hoch ansteigen, dass Timmy von selbst wieder los schwimmen könnte, sollen die Sandsäcke wie eine Art Leitplanke funktionieren. Dadurch werde verhindert, dass der Buckelwal wieder Richtung Land schwimmt.

25. April 14.13 Uhr: Statement von Minister Backhaus angekündigt

Gegen 15 Uhr soll es weitere Informationen geben. Umweltminister Till Backhaus (SPD) wolle sich in einem Statement dabei vor allem zu dem neuen Konzept der priavten Rettungsinitiative äußern.

Geplant ist bei dem neuen Kpnzept der Einsatz einer sogenannten Barge, einer Art nicht selbstfahrendem Lastkahn, der abgesenkt werden kann. Darin soll der Wal transportiert werden. Bislang gab es allerdings noch kein grünes Licht des Ministeriums für den neuen Transportplan.

Helfer benetzen den Wal auch am Samstag immer wieder mit Wasser.
Helfer benetzen den Wal auch am Samstag immer wieder mit Wasser.  © Bernd Wüstneck/dpa

25. April 13.27 Uhr: Kettenbagger mit Big Bags im Einsatz

Für einen kurzen Moment war ein Mitglied des Retter-Teams ganz nah am Wal und benetzte das Tier mit Wasser.

Am Hafen von Kirchdorf wurde ein kleiner Kettenbagger auf einen Schwimmponton gebracht, mit dem die Big Bags ins Wasser gesetzt werden sollen. Die mit Sand befüllten Säcke wurden am Vormittag bereits vom Hafen auf ein Ponton in der Nähe des Wals gebracht.

Titelfoto: Fotomontage: Philip Dulian/dpa, Marcus Golejewski/dpa

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