Gestrandeter Buckelwal in der Ostsee: Tier scheint sich befreien zu wollen

Niendorf - Der gestrandete Buckelwal sitzt weiterhin auf einer Sandbank vor Niendorf (Schleswig-Holstein) fest. Die Retter wollen am Donnerstag im zweiten Anlauf einen Kanal für das Tier graben. TAG24 ist vor Ort und berichtet im Liveticker.

Alle Rettungsversuche scheiterten bislang. Am Donnerstag soll ein größerer Bagger die Wende bringen.  © Sea Shepherd

In der Nacht zu Montag war der Buckelwal wenige Meter vom Strand entfernt gestrandet. Experten vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) sind vor Ort und arbeiten gemeinsam mit der Feuerwehr an einer Lösung.

Am Montag hatten Retter immer wieder versucht, das Tier von einem Schlauchboot aus zum Schwimmen zu animieren.

Schiffe der Küstenwache fuhren an der Küste auf und ab, um künstlich Wellen zu erschaffen.

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Bislang führte keine der ergriffenen Maßnahmen zum Erfolg - am Donnerstag sollen mehrere Bagger die Wende bringen.

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26. März, 13.07 Uhr: Wal scheint sich freischwimmen zu wollen

Es wirkt fast so, als wolle sich der Wal befreien: Zwar gibt er immer wieder gestresste Laute von sich, angeleitet von Lehmann scheint er sich aber freischwimmen zu wollen.

Erfolg hatte dieses Vorhaben bisher aber nicht. Lehmann ist weiterhin im Wasser, der Bagger wird währenddessen in eine andere Position gebracht.

Als wäre das noch nicht genug, ging irgendwo in Strandnähe auch noch ein Feueralarm los. Die anwesende Feuerwehr musste aber nicht tätig werden.

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26. März, 12.54 Uhr: Schaufel nur wenige Meter vom Wal entfernt

Lehmann scheint dem Wal mit Gesten den Weg in die Freiheit zeigen zu wollen, bisher hat sich der Koloss aber noch nicht von der Stelle bewegt.

Die Baggerarbeiten laufen währenddessen weiter, die Schaufel geht immer wieder nur wenige Meter vom Tier entfernt ins Wasser.

Die Baggerarbeiten laufen währenddessen weiter, die Schaufel geht immer wieder nur wenige Zentimeter vom Tier entfernt ins Wasser.  © TAG24/Tobias Bruns

26. März, 12.23 Uhr: Meeresbiologe weist Bagger im Wasser an

YouTuber Lehmann ist direkt neben dem Wal im Wasser und weist die Bagger an, bis auf wenige Meter an das Tier heranzukommen.

Das Tier quittiert den Annäherungsversuch mit deutlich hörbaren Lauten.

Meeresbiologe Robert Marc Lehmann (r.) ist erneut ins Wasser gegangen, um den Bagger anzuweisen. Das Tier hatte sich zuvor merklich gedreht.  © TAG24/Tobias Bruns

26. März, 12.07 Uhr: Robert Marc Lehmann taucht erneut zum Wal

Die Baggerarbeiten haben den Wal offenbar in Aufruhr versetzt. Er hat sich im Wasser etwas gedreht.

Meeresbiologe Robert Marc Lehmann geht erneut ins Wasser, um das Tier zu inspizieren.

26. März, 11.54 Uhr: Baggerarbeiten dauern möglicherweise bis morgen

Das Interesse am Schicksal des gestrandeten Wals ist weiterhin groß.

Neben zahlreichen Pressevertretern und Medienteams haben sich auch rund 200 Schaulustige am Strand eingefunden. Sie hoffen allesamt auf ein Happy End.

26. März, 11.26 Uhr: Baggerarbeiten dauern möglicherweise bis morgen

Die Baggerarbeiten laufen auf Hochtouren, mit einer schnellen Veränderung der Situation kann aber nicht gerechnet werden.

Es wird davon ausgegangen, dass die Maßnahmen sich über mehrere Stunden hinziehen werden - womöglich sogar bis morgen.

Die Baggerarbeiten laufen auf Hochtouren und dürften sich über mehrere Stunden hinziehen.  © Daniel Bockwoldt/dpa

26. März, 10.46 Uhr: Gestrandeter Wal liegt auf "einer Art Rampe"

Wie Meeresbiologe Lehmann nach seinem Tauchgang erklärte, liegt der Wal auf "einer Art Rampe". Sein Schwanz sei im tieferen Wasser, während der Kopf im absoluten Flachwasser liege.

Während des Tauchgangs konnte man beobachten, dass das Wasser im vorderen Bereich des Tieres dem YouTuber nur bis zur Hüfte ging.

Während des Tauchgangs wurde deutlich, dass der Kopf des Wals im absoluten Flachwasser liegt. Das Wasser ging Lehman dort nur bis zur Hüfte.  © TAG24/Tobias Bruns

26. März, 10.22 Uhr: Bundeswehr wird bei Rettungsaktion nicht helfen

Vor Ort hatte es am Morgen Überlegungen gegeben, die Bundeswehr zur Unterstützung der Maßnahmen anzufordern.

Wie ein Sprecher des Landeskommandos Schleswig-Holstein gegenüber TAG24 am Vormittag erklärte, sei der dafür notwendige Amtshilfeantrag jedoch nicht gestellt worden.

Der Sprecher teilte zudem mit, dass die Bundeswehr auch nicht die geeigneten Fahrzeuge und Gerätschaften habe und zivile Unternehmen besser für unterstützende Maßnahmen geeignet seien.

26. März, 10.17 Uhr: Bagger haben ihre Arbeit aufgenommen

Nach dem Tauchgang haben auch die Bagger ihre Arbeit aufgenommen.

Der eine ist am Strand im Einsatz, der andere hat sich auf einem Schwimmponton platziert, um von dort den Kanal zum gestrandeten Wal anzulegen. Dieser soll 50 Meter lang, sechs Meter breit und 1,20 Meter tief werden.

26. März, 10.02 Uhr: Meeresbiologe sieht Erfolgschance bei 0,1 Prozent

Meeresbiologe Lehmann hat den äußeren Zustand des Wals als "sehr schlecht" beschrieben. Die Haut sei durch den zu niedrigen Salzgehalt der Ostsee stark in Mitleidenschaft gezogen. Darüber hinaus sei dem Tier die Angst und Unsicherheit anzumerken.

Gleichzeitig zeigte sich der YouTuber überrascht von der Vitalität des Wals. Dieser habe sofort reagiert, als er sich ihm beim Tauchgang genähert habe. "Und beide Augen sind auf. Das ist das absolut Entscheidende", unterstrich Lehmann.

Dennoch dämpfte der Experte die Erwartungen. Die Chance, dass der Wal es wieder zurück in den Atlantik schaffe, liege seiner Meinung nach bei 0,1 Prozent. Das wahrscheinlichste Szenario sei, dass das Tier sich nicht von der Stelle bewege, wenn der Kanal gebaggert worden sei.

Robert Marc Lehmann hat sich nach seinem Tauchgang zu den geringen Erfolgschancen der Rettungsmission geäußert.  © TAG24/Tobias Bruns

26. März, 9.36 Uhr: Wal geht es den Umständen entsprechend okay

Dr. Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) erklärte, dass der Zustand des Wals den Umständen entsprechend okay sei.

Das Tier sei ansprechbar und reagiere auf Bewegungen, wie der Tauchgang gezeigt habe.

Die Bagger sollen nun zeitnah ihre Arbeit aufnehmen und dem Wal einen Kanal ins offene Meer buddeln.

Dr. Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) klärte vor Ort über den Zustand des Wals auf.  © TAG24/Tobias Bruns

26. März, 9.29 Uhr: Tauchgang beendet, Wal offenbar gestresst

Der Tauchgang von Lehmann ist nach nur wenigen Minuten bereits beendet.

Der Meeresbiologe musste sich während der Begutachtung immer wieder vom Wal entfernen. Das Tier machte durch Laute und Bewegungen mehr als deutlich, dass er sich durch den Tauchgang offenbar belästigt fühlte.

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